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Auf dem Hermaringer Friedhof hat sich viel getan

Bei der Besichtigung des sanierten Friedhofs waren die Gemeinderäte durchaus zufrieden. Über den Abbruch eines Teils der Mauer wird nach der Sommerpause gesprochen.

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Den Friedhof besichtigte der Gemeinderat Hermaringen vor seiner jüngsten Sitzung. Hier, so anerkannten viele Ratsmitglieder, habe sich bereits viel getan. Bürgermeister Jürgen Mailänder (rechts) erläuterte dem Gremium die anstehenden Sanierungsarbeiten. Foto: Brigitte Malisi

Sauber gepflasterte Wege, die Hecken in Form gestutzt, der Rasen frisch eingesät und neue Parkplätze angelegt. Auf dem Hermaringer Friedhof hat sich viel getan. „Richtig aufgeräumt“ fanden die Gemeinderäte, die den sanierten Friedhof vor der jüngsten Gemeinderatssitzung besichtigten.

Und auch, wenn weiterhin nicht alle Gräber problemlos barrierefrei zu erreichen sind, so sind doch die vielen Stolperfallen der alten Hauptwege nun komplett ausgeräumt.

Schon seit Jahren hatten Bürger den schlechten Zustand des Friedhofsgeländes beanstandet, und auch die Gemeinderäte waren sich da einig. Doch aus Kostengründen hatte man das Vorhaben immer wieder verschoben. Der Geldsegen aus dem Ausgleichsstock des Landes in Höhe von 360 000 Euro machte nun umfangreiche Sanierungen möglich.

Gießwasser aus Stelen

Zugleich wurde der Wunsch nach neuen Bestattungsformen umgesetzt. So haben die Hermaringer nun die Wahl, beispielsweise einer Baumurnenbestattung. Dafür wurden vier Bäume gepflanzt. Unter zweien wurden jeweils acht Röhren eingelassen, in die bis zu vier Urnen passen. Bei Bedarf könnte im nächsten Jahr ein zweiter Ring mit zwölf Röhren folgen.

Auch ein Rasengräberfeld wurde eingesät und bereits in Anspruch genommen. Sehr gefragt sind außerdem nach wie vor die Urnenwände, so dass diese im nächsten Jahr zu beiden Seiten erweitert werden sollen.

Statt aus Schöpfbecken kann Gießwasser künftig komfortabel an Wasserstelen entnommen werden. Der Anschluss kann demnächst erfolgen, berichtete Landschaftsarchitekt Wolfgang May den Räten. Und auch Sitzgelegenheiten für die Friedhofsbesucher werden noch folgen.

Diskussion über Mauer

Neu überdacht wurde bei der Besichtigung, ob tatsächlich ein Teil der Friedhofsmauer im hinteren Bereich des Geländes angerissen werden soll. Zunächst war das vorgesehen, weil manche Hermaringer die Mauer wohl als „Ausgrenzung“ empfinden. Aus Kostengründen hatten die Räte sich aber dann dagegen entschieden.

Immerhin 12 500 Euro sollte der Abbruch kosten. Am Donnerstag nun erklärte Bürgermeister Jürgen Mailänder, dass auch der Bauhof die Mauer abreissen könnte, was deutlich billiger wäre. Vor Ort waren sich aber etliche Räte gar nicht so sicher, ob das denn wünschenswert ist. Die Mauer sei Teil der alten Friedhofsbegrenzung, wurde diskutiert. Und einige fanden solche Nischen sogar schöner als eine offene Fläche.

Darüber wird sicher in einer der Sitzungen nach der Sommerpause noch einmal gesprochen werden. Dann müssen sich die Räte auch im Detail festlegen, welche Arbeiten jetzt noch ausgeführt werden sollen. Sicher ist, dass die Wege im hinteren Teil ebenfalls hergerichtet werden und die Erweiterung der Urnenwände. Eingeplant sind für diese und weitere Maßnahmen noch einmal 190 000 Euro.

Die Arbeiten in diesem Jahr summieren sich auf rund 285 000 Euro.

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