Partner der

Feuerwehren im Kreis zu 878 Einsätzen alarmiert

„Wir sind stolz, dass wir mit fast 1400 Frauen und Männern in den Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren und 200 Aktiven in den Werkfeuerwehren über eine konstante Zahl an Einsatzkräften in unserem Landkreis verfügen,“ sagte Kreisbrandmeister Rainer Spahr in der Kommandanten-Dienstversammlung.

|

Trotzdem klang Besorgnis durch, denn die Zeichen der Zeit stehen trotz konstanter Personallage auf Veränderungen unter dem Damoklesschwert der demographischen Entwicklung. Naturgemäß stieg 2014 die Zahl der Angehörigen der Altersabteilungen von von 602 auf 613 Mann an. Bei den Jugendfeuerwehren gibt es trotz der Neugründung einer Jugendfeuerwehr in Sontheim/Brenz abermals ein Minus: von 333 auf 314 Jungen und Mädels.

Rainer Spahr am Freitagabend in der Niederstotzinger Stadthalle: „Die Jugendfeuerwehr ist neben allen anderen Anstrengungen und Projekten, die wir zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft in unseren Feuerwehren auf den Weg bringen, der wichtigste Baustein für die Zukunft!“

Der Jahresbericht des Kreisbrandmeisters enthält auch eine Übersicht über die 878 Einsätze (Vorjahr: 818). Die Zahl der Brände nahm von 158 im Jahre 2013 auf 195 in 2014 zu. Statt sechs waren 2014 insgesamt 14 Großfeuer zu löschen. Ein deutlicher Rückgang wurde bei den Fehlalarmierungen von 178 auf 154 innerhalb eines Jahres notiert. Die technischen Hilfeleistungen erhöhten sich von 396 auf 412.

Aus- und Weiterbildung werde unverändert intensiv betrieben. Allerdings konnten wegen der dort fortdauernden Bauarbeiten, nicht so viele Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal gebucht werden, betonte Spahr und würdigte die großen Anstrengungen der Ausbilder bei Lehrgängen auf Kreisebene. Die Zielvorgaben sind aus Rainer Spahrs Sicht klar: „Unsere Aufgabe ist es, die Freiwillige Feuerwehr sicher in die Zukunft zu führen und die Strukturen, die sich so oft bewährt haben, fortzuführen. Solange das Verständnis für unser Handeln auch mit den Vorgaben der Verwaltung und der Politik vereinbar bleibt, haben wir große Hoffnung für diese große Herausforderung.“

Landrat Thomas Reinhardt begann seine halbstündige Ansprache mit der Feststellung: „Etwas mehr Anerkennung und Wertschätzung für unsere Feuerwehren und ihre Arbeit wäre angebracht.“ Zugleich im Namen der Bürgermeister sicherte Reinhardt zu, dass „wir helfen und alle Aktivitäten zur Nachwuchsgewinnung unterstützen“. Sowohl Rainer Spahr wie Uli Steeger, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, hätten jüngst im Kreistag die Herausforderungen dargestellt, vor die sich die Feuerwehren bis ins Jahr 2020 gestellt sehen. Die beiden Workshops in Bartholomä, das Seminar zur Zukunft der Feuerwehr und das Bemühen um Migranten und Frauen in der Feuerwehr seien Zeugnis dafür, dass „die Feuerwehren in unserem Landkreis längst die Zeichen der Zeit erkannt haben und an der Lösung der Probleme arbeiten.“ Er kämpfe als Landrat bei jedem Firmenbesuch darum, dass Unternehmen Feuerwehrleute einstellen und sie auch ausrücken lassen, wenn der Alarm dies erfordert.

Kultusminister Andreas Stoch (SPD) sicherte die volle Unterstützung der Landesregierung zu: „Wir wollen, dass sie ihre Arbeit gut machen können“. Wegen der immer noch ausstehenden Einführung des Digitalfunks habe er erneut mit Innenminister Gall gesprochen. Stoch lud auch die Feuerwehren ein, sich im Werben um Nachwuchs in die Nachmittagsbetreuung der Ganztagsschulen einzubringen.

„Bevor ich in die Politik ging, hatte ich auch einen anständigen Beruf“, bekannte humorig der CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Hitzler, um danach als ehemaliger Dischinger Bürgermeister sich als Spezialist „für die großartige Arbeit unserer Feuerwehren“ zu outen. Den Politiker ärgern „die Pleiten, Pech und Pannen beim Digitalfunk“ und dass wegen des Neubaues der Landesfeuerwehrschule jährlich sechs der 50 Millionen Euro aus der Feuerschutzsteuer abgezweigt werden müssten.

Leidender Polizeidirektor Bernhard Weber dankte für eine „prima Zusammenarbeit“ und betonte, dass Polizei und Feuerwehr im engen Schulterschluss den Serienbrandstifter von Herbrechtingen „unschädlich“ machen konnten. Er sitzt nach dem Gerichtsverfahren in Strafhaft.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Bolheimer Linde konnte dem schweren Unwetter nicht standhalten

Die markante Linde war Teil der Allee, welche die Ugenhofener Straße säumte. Der Baum fiel allerdings dem Unwetter am Freitag zum Opfer. weiter lesen

227D0