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Fast 190 Schüler: Pistoriusschule in Raumnot

Bis zu 190 Schüler erwartet Dr. Daniel Budka nächstes Schuljahr an der Pistoriusschule. Ein Container soll die Raumknappheit lindern.

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Die Garage hilft, ist aber nicht die endgültige Lösung, um die Pistoriusschule aus ihrer Raumnot zu befreien. Rund 190 Schüler zählt die Sonderschule derzeit.  Foto: 

Mehr als eine Übergangslösung ist das vergangene Woche per Kran abgesetzte Raummodul an der Ostseite der Sonderschule für körperlich und geistig behinderte Kinder aber nicht. Die 2004 eröffnete Schule ist für 120 Kinder konzipiert und demnach bereits jetzt um 50 Prozent überbelegt. Drei Eingangsklassen werden auch im September wieder gebildet werden müssen.

Mehrere Faktoren lassen trotz vermehrter Möglichkeiten zur Inklusion Schulleiter Budka davon ausgehen, dass die Pistoriusschule weiter stark nachgefragt wird. Dazu gehört die Tatsache, dass auch bei sinkenden Geburten die Zahl behinderter Kinder zunimmt – eine Entwicklung, die keineswegs auf den Kreis Heidenheim beschränkt ist. Weiter genießt die Pistoriusschule mit ihren speziellen therapeutischen Möglichkeiten bei Eltern ein hohes Ansehen und nicht zuletzt gibt es jedes Jahr zahlreiche Kinder, die versuchsweise Regelschulen besucht haben, nun aber doch an die Sonderschule wollen.

Dank des Containers, der unauffällig an einer wenig genutzten Fläche des Garten platziert werden konnte, kann die Schule einen Technikraum leeren und somit ein zusätzliches Zimmer für den Unterricht gewinnen. Selbst wenn an der Sonderschule nur sechs bis acht Schüler eine Klasse bilden, ist es Schulleiter Budka wichtig, dass es zum Beispiel in den Fächern Mathematik und Deutsch die Klasse bei Bedarf nochmals geteilt werden kann, so dass homogene Lerngruppen geformt werden können, in denen ein besseres Lernen möglich ist. Doch auch mit der Garage bleibt die Schule weiter auf der Suche nach Räumlichkeiten für ein bis zwei Klassen – möglichst im nahen Umfeld der Schule.

Als hilfreich wie immer hat sich die Partnerschaft mit den benachbarten Schulen, der Bibrisschule und dem Buigen-Gymnasium erwiesen. Das Gymnasium hat nun einen Raum für die Pistorius-Schule bereit gestellt für die nunmehr vierte Kooperationsklasse mit der Bibrisschule. Das Besondere: Die Außenklasse wird mit einer siebten Klasse eingerichtet.

„Außenklassen im weiterführenden Bereich sind so selten, dass wir hier eine Vorreiterrolle einnehmen“, sagt Budka. Im Hintertreffen sieht er die Schule bei der Personalausstattung. Froh ist der Schulleiter, dass bei der aktuellen Ausschreibung alle vier Stellen besetzt werden konnten. Dennoch könnte die Schule noch zusätzlich vier bis fünf Lehrer vertragen. „Der detaillierte Bedarf ist dem Schulamt bekannt.“ Budka sieht aber auch, dass ein genereller Mangel an Fachkräften eine optimale Versorgung mit Lehrern verzögert. Allein im Bereich des Regierungspräsidiums Stuttgart würden 67 Sonderpädagogen gesucht.

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