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Entgelte für die Nutzung der Güssenhalle steigen

Die Modernisierung der Güssenhalle hatte ihren Preis. Nun steigen auch die Entgelte für deren Nutzung – nach 15 Jahren Stabilität.

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Sehr stolz sind die Hermaringer auf die mit Millionenaufwand schmuck sanierte Güssenhalle. Für deren Nutzung durch Vereine und Veranstalter hat der Gemeinderat nun erstmals nach 15 Jahren wieder die Spielregeln und Gebührensätze aktualisiert – manches wird teurer und das nicht nur ein bisschen. Zum Beispiel der bei Veranstaltungen aufzulegende Schutzboden, der den teuren Sportboden vor Beeinträchtigungen bewahren soll. Dessen Verwendung kostet künftig statt bisher 50 Euro nun 100 Euro.  Foto: 

Einstimmig akzeptierte der Gemeinderat am Donnerstagabend nach lebhafter Diskussion über diverse Details die Entwürfe der Gemeindeverwaltung zur Aktualisierung der Nutzungs- und Entgeltordnungen. Wodurch jetzt vieles spürbar teurer wird. Das aber auch mit gutem Grund, wie Bürgermeister Jürgen Mailänder aufzeigte. Nach immerhin 15 Jahren sei es nun einfach an der Zeit, die Spielregeln und Gebührensätze den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Wobei man sich im Rathaus Hermaringen grundsätzlich an dem orientiert habe, was in der näheren Umgebung anerkannte Praxis sei. Sehr bemüht habe man sich, alle bekannten und zukünftig eventuell möglichen Situationen abzudecken. Gleichzeitig sei es auch um Vereinfachung und möglichst eindeutige Zuordnung der Veranstaltungen zu den einzelnen Gebührenbereichen gegangen.

Gerne hörte man in der Ratsrunde zudem Mailänders Beteuerung, eine unverhältnismäßige Mehrbelastung der Veranstalter, vor allem der örtlichen Vereine und Organisatoren vermeiden zu wollen. Für legitim befand man andererseits auch das Interesse der Gemeinde, der nun deutlich höheren Qualität der Güssenhalle durch angemessene Beträge Rechnung zu tragen. Nicht von der Hand zu weisen war zudem, dass die Gebühren nun 15 Jahre stabil waren und in diesem Zeitraum die Kosten der Gemeinde in vielen Bereichen gestiegen sind, „die nichts mit der Sanierung der Güssenhalle zu tun haben“.

Unter dem Strich fielen die Anhebungen jedoch moderat aus, für die meisten ändere sich nicht viel, so Mailänder. So werden für ein Konzert künftig rund 200 Euro fällig, bisher 160 Euro. Und eine Vereinsveranstaltung (nicht Fasching oder Tanz) koste den Veranstalter künftig rund 260 statt bisher 220 Euro. Beibehalten habe man alle bisher geltenden Befreiungen und Ermäßigungen. Beispielsweise werde allen örtlichen Vereinen und Organisationen auch künftig für eine Veranstaltung im Jahr ein Nachlass von 50 Prozent auf das Grundentgelt gewährt.

Neu ist ein Zuschlag auf die Grundgebühr, der fällig wird, wenn Veranstalter die Halle schon am Vortag der Veranstaltung für Aufbau und Proben nutzen möchten bzw. die Halle nicht bis um 12 Uhr des Veranstaltungsfolgetags geräumt zurückgegeben. Auf Wunsch des Gemeinderates änderte man das aber dergestalt, dass auf den Zuschlag verzichtet wird, wenn der Aufbau am Vortag, meist ein Freitag, erst abends nach Ende des regulären Spielbetriebs des Vereins erfolgt. Dies auch als Anreiz, generell so zu verfahren.

Spürbar angehoben werden jedoch die Gebühren für den Auf- und Abbau von Tischen und Stühlen durch Kräfte der Gemeinde Bauhof). „Wir sind der Meinung, dass zehn Cent je Stuhl und 50 Cent je Tisch nicht annähernd die tatsächlichen Kosten der Gemeinde widerspiegeln“, unterstrich der Bürgermeister. In Anlehnung an übliche Praxis auch in anderen Kommunen soll künftig die Abrechnung fürs Auf- und Abstuhlen nach dem tatsächlichen Zeitaufwand erfolgen, und zwar mit 25 Euro je Arbeitskraft und Stunde. Wobei das immer noch unter dem tatsächlichen Kostenaufwand der Gemeinde liege „und somit eine Förderung der Veranstaltung darstellt“. Kein Problem für den Gemeinderat, zumal jeder Veranstalter auch die Möglichkeit hat, selbst auf- und abzustuhlen, so dass dafür keine Kosten anfallen – was viele Vereine auch so praktizieren.

Neu in der Liste steht unter den „Nebenentgelten“ nun auch ein Betrag für den Schutzboden. Bei welchen Veranstaltungen der ausgelegt werden muss, um den teuren Sportboden vor Beschädigungen zu schützen, entscheidet die Gemeinde. Nachdem den meisten Ratsmitgliedern, die sich in dieser Sache zu Wort meldeten, die von der Verwaltung bewusst zurückhaltend veranschlagten 50 Euro zu wenig waren, entschloss man sich kurzerhand, diesen Betrag auf 100 Euro zu verdoppeln. Bei dem Schutzboden, so erläuterte der Bürgermeister, handelt es sich um leicht zu handhabende Rollware, die mit speziellen, vom Hersteller empfohlenen Klebebändern fixiert wird.

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