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Eiszeithöhlen für UNESCO-Welterbe nominiert

Experten sehen es als die größte Hürde auf dem Weg zum Welterbe-Status: Die Kultusministerkonferenz der Länder hat die schwäbischen Eiszeit-Höhlen als Ort nominiert, mit dem sich Deutschland bei der UNESCO um einen weiteren Welterbe-Titel bewirbt.

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Es ist eine Nachricht, die bei Politikern, Kulturschaffenden, Wissenschaftlern und Touristikern für Begeisterung sorgen wird: Die Eiszeithöhlen auf der Schwäbischen Alb in Lone- und Achtal haben den vielleicht wichtisten Schritt auf dem Weg zum Welterbe-Status geschafft: Sie wurden von der Kultusministerkonferenz als einer von sieben deutschen Vorschlägen nominiert. Das bedeutet: Deutschland bewirbt sich im Verfahren um künftige Welterbe-Orte unter anderem mit den Höhlen im Lonetal um einen Platz auf der UNESCO-Liste.

Begründet wird die Entscheidung damit, dass die Höhlen (sowie die anderen sechs nominierten Orte) das entscheidende Kriterium des "außergewöhnlichen universellen Wertes" erfüllen und zusätzlich nicht in die Kategorie jener Kulturstätten fallen, die nach Einschätzung der UNESCO auf der Welterbeliste bereits überrepräsentiert sind. 

Würden die Höhlen, zu denen auch die Vogelherdhöhle im Lonetal zählt, tatsächlich Welterbe-Status erlangen, wären sie der zweite Ort in der Region, der diesen Titel trägt. Der Limes wurde bereits von der UNSECO in diesen Status erhoben. 

Dass es sich bei den schwäbischen Höhlen der älteren Eiszeitkunst um möglicherweise besonders bewahrenswerte Orte handelt, davon konnten sich Vertreter der UNESCO bei einem Besuch im Februar 2013 bereits überzeugen. 

Deutschland gehört mit 38 Welterbestätten schon jetzt zu den fünf Staaten mit den meisten Eintragungen auf der Welterbeliste - diese weist derzeit insgesamt 981 Stätten in 160 Staaten aus. 

Auf der Liste der Bewerbungen, die von der Kultusministerkonferenz bekannt gegeben wurde, befinden sich neben den Eiszeithöhlen (die in einer Mitteilung der KMK rein tabellarisch gesehen schon einmal auf Platz eins stehen): 

  • Der Jüdischer Friedhof in Altona
  • Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg
  • Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt
  • Die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz
  • Die Alte Synagoge und Mikwe in Erfurt 
  • Alpine und voralpine Wiesen- und Moorlandschaften (Historische Kulturlandschaften im Werdenfelser Land, Ammergau, Staffelseegebiet und Murnauer Moos, Landkreis Garmisch-Partenkirchen)
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Bis eine Entscheidung getroffen ist, wird es allerdings noch etliche Jahre dauern, denn der definitive Antrag für die neuen deutschen Welterbe-Stätten wird erst im Februar 2016 bei der UNESCO eingereicht. 

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