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Ein neues Fachmarktzentrum in Itzelberg?

Nach langen Jahren des Wartens deuten sich bedeutende Veränderungen für das frühere Netto-Areal in Itzelberg an: Die Gemeinde hat einen Investor gefunden, der hier ein Fachmarktzentrum mit mehreren Geschäften errichten will.

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Netto- und Getränkemarkt-Gebäude auf dem Areal zwischen Königsbronn und Itzelberg stehen seit Jahren leer. Jetzt plant ein Investor den Abriss und den Neubau eines Fachmarktzentrums.  Foto: 

Seit der Netto-Markt in den Neubau an der Heidenheimer Straße in Königsbronn gezogen ist und an dem bisherigen Standort an der Wiesenstraße eine Bauruine hinterlassen hat, ist es still geworden um das Areal zwischen Itzelberg und Königsbronn. Ein früher hier ansässiger Getränkemarkt hatte schon zuvor geschlossen, sodass das Gelände seit rund zwei Jahren verwaist ist und lediglich als Parkplatz für ein benachbartes Spielcenter genutzt wird.

Doch hinter den Kulissen herrschte keinesfalls Stillstand: „Zweieinhalb Jahre lang haben wir versucht, auf dem Gelände eine Veränderung herbeizuführen, jetzt wurden diese Mühen belohnt“, sagt Bürgermeister Michael Stütz. Er bestätigt damit Gerüchte, denen zufolge die Gemeinde einen Investor gefunden hat, der das Areal entwickeln will. „Wir waren immer in engen Gesprächen mit den bisherigen Grundstückseigentümern, jetzt konnte ein Investor das Gelände erwerben“, so Stütz.

Ein Vollsortimenter und mehrere kleine Geschäfte

Bei diesem Investor handelt es sich um die in den Niederlanden ansässige Ten-Brinke-Gruppe. Das Unternehmen plant, auf dem Gelände ein Fachmarktzentrum zu errichten. Vorgesehen ist, hier einen Vollsortimenter anzusiedeln, ergänzt werden könnte ein solcher Markt noch durch mehrere kleinere Fachgeschäfte. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu vernehmen ist, könnte es sich beim Vollsortimenter um einen großen Rewe-Markt handeln. Auch sind wohl ein Textilgeschäft, ein Schuhfachgeschäft und eine Drogerie im Gespräch. Weder Stütz noch der bei Ten Brinke verantwortliche Projektentwickler Tobias Kocherscheidt wollen dies bestätigen oder gar Namen von Unternehmen nennen. „Wir haben die entsprechenden Verträge noch nicht unterschrieben“, sagt Kocherscheidt. Derzeit werde noch geprüft, ob die geplante Konzeption aufgehen könnte, in etwa drei Monaten sei mit einer Entscheidung zu rechnen.

Bestätigt wird sowohl von Stütz als auch vom Projektentwickler, dass Ten Brinke den Grundstückserwerb gesichert und dabei nicht nur das eigentliche Areal, sondern weitere benachbarte Flächen im Visier hat, die der Gemeinde gehören. Insgesamt umfasst das Grundstück, das der Investor nutzen will, etwa 8000 Quadratmeter. Fest steht Stütz zufolge auch, dass sowohl der frühere Netto-Markt als auch der Getränkemarkt abgerissen werden sollen, um hier Neubauten schaffen zu können.

Die Situation für ganz Königsbronn könnte verbessert werden

„Die Versorgungslage für Itzelberg hat sich seit der Netto-Schließung deutlich verschlechtert“, begründet der Bürgermeister die lange Suche nach Investoren. Mit einem kleinen Fachmarktzentrum direkt an der B 19 könne aber auch die Situation für ganz Königsbronn erheblich verbessert werden. „Wir haben zwar eine enorm hohe Kaufkraft, aber leider auch einen sehr großen Kaufkraftabfluss.“ Will heißen: Viele Königsbronner kaufen außerhalb des Ortes ein.

Das rührt sicherlich auch vom mangelhaften Angebot her. „Wir brauchen dringend eine bessere örtlich Nahversorgung“, sagt Stütz. Dies könne auch den örtlichen Händlern und Handwerkern zugute kommen. „Nicht nur im Hinblick auf die demographische Entwicklung wird die wohnortnahe Versorgung mit Gütern des täglichen Gebrauchs immer wichtiger“, erklärt Stütz. „Verwaltung und Gemeinderat haben das erkannt und versucht, die Lage zu verbessern. Unser Wunsch war ein Vollsortimenter, und ich denke, dass uns eine solche Ansiedlung mit dem Investor gut gelingen wird.“

Auch wenn die endgültige Entscheidung von Ten Brinke noch aussteht: Die Vorarbeiten hat die Gemeindeverwaltung bereits geleistet: „Das Projekt ist genehmigungsfähig, wir sind im Einvernehmen mit der Baurechtsbehörde“, sagt Stütz. „Wenn uns das alles gelingt, ist das sehr positiv für Königsbronn.“

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