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Baustart neue Bibrishalle: Der Anfang ist gemacht

Am Freitagvormittag begann in feierlichem Rahmen die eigentliche Bauphase für die neue Sport- und Veranstaltungshalle in Herbrechtingen.

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Der etwas angestaubte Rahmen war bewusst gewählt: Als am Freitagvormittag der Spatenstich für den Bau der neuen Sport- und Veranstaltungshalle im Bibris vollzogen wurde, gab nicht etwa deren künftiger Standort den Schauplatz für das feierliche Geschehen ab. Vielmehr hatte die Stadtverwaltung die 170 geladenen Gäste unter ein festes Dach gebeten. Unter das der Oskar-Mozer-Halle nämlich, die 60 Jahre Herbrechtinger Geschichte atmet.

Es ging also nicht nur darum, vor möglichen Regenschauern geschützt zu sein. Vielmehr wollten Bürgermeister Dr. Bernd Sipple zufolge die Planer möglichst eindrücklich vor Augen führen, „weshalb es Sinn macht, Geld für eine neue Halle gerade hierher nach Herbrechtingen zu bringen“.

Jeder Euro werde zweimal umgedreht

Gleichzeitig sicherte er zu, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln werde nichts Überzogenes geschaffen. Vielmehr werde jeder Euro mindestens zweimal umgedreht, „so wie es der schwäbischen Mentalität entspricht“.

Dieser Wille zur Sparsamkeit ließ sich an mehreren Details der Veranstaltung ablesen. An der bodenständigen Auswahl des Mittagessens – Maultaschen mit Kartoffelsalat – ebenso, wie an der Entscheidung, streng genommen gleich drei Spatenstiche auf einen Streich zu vollziehen: für die Dreifeld-Sporthalle, für die Festhalle und für die Mensa, die im Foyer des Bauwerks ihren Platz findet.

Läuft alles nach Zeitplan, dann wird das in zwei Jahren der Fall sein. Sipple sicherte zu, dann einen Tag der offenen Tür für alle Bürger zu veranstalten. Die Feierstunde wollte er als Dank an jene Menschen verstanden wissen, „die seit den ersten Überlegungen vor neun Jahren an das Projekt geglaubt und daran gearbeitet haben“.

Teil eines Gesamtkonzepts

Das Versprechen des Bürgermeisters, die Fördermittel seien in Herbrechtingen gut angelegt, quittierten die anwesenden Bundes- und Landespolitiker mit lobenden Worten über das in jüngerer Vergangenheit Geschaffene. So erinnerte der Landtagsabgeordnete Andreas Stoch (SPD) daran, dass sich der lange Kampf für eine Umgehungsstraße gelohnt habe: „Das hat Herbrechtingen die Möglichkeit eröffnet, sich zu einer wirklich lebenswerten Stadt zu entwickeln.

Der nächste Schritt eines langfristigen Konzepts sei der Ausbau der Schullandschaft gewesen, so Stoch, und über eine vergleichbare verfüge heute keine andere Stadt vergleichbarer Größe in der Umgebung. In der jetzt entstehenden Multifunktionshalle sieht Stoch eine Investition, „die Sport, Schulen und Bürgerschaft ein tolles Umfeld bieten wird, in dem sich die Menschen begegnen“.

Der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter (CDU) machte darin die wesentliche Funktion des Baus für die Allgemeinheit aus und verwies auf den just gestern begangenen Europatag: Müsse gerade aus diesem Anlass besonders über den Zusammenhalt auf dem Kontinent nachgedacht werden, so sei dies auch ein die Kommunen bewegendes Thema.

Kiesewetter versprach, sich auch nach der Bundestagswahl – und dann möglicherweise zusammen mit der für die SPD kandidierende und gestern ebenfalls anwesende Leni Breymaier – dafür einzusetzen, dass Fördermittel nach Herbrechtingen flössen. Schließlich verdienten Vorhaben Anerkennung und Unterstützung, „in denen die Wertschätzung für die eigene Bevölkerung zum Ausdruck kommt, indem in die Zukunft investiert wird“.

Begegnungsstätte für Menschen

Auf die Bedeutung gut ausgestatteter Sportstätten hob der Landtagsabgeordnete Martin Grath (Grüne) ab und erwähnte längst vergangene Tage, in denen er als D-Jugendlicher in der Oskar-Mozer-Halle Handball spielte. Trage er jenes Erlebnis nach wie vor im Gedächtnis, so belege dies, „dass eine mit dem Attribut Alleskönner versehene Halle wichtiger denn je ist, weil an solchen Stätten Menschen zusammenkommen“.

Regierungsvizepräsidentin Dr. Alexandra Sußmann vermochte zwar nicht auf Herbrechtingen als Station einer möglichen eigenen Sportkarriere verweisen, zeigte sich aber überzeugt davon, „dass Sie hier etwas Großartiges schaffen werden“. Nicht nur die künftigen Nutzer profitierten von dem Bau der neuen Halle, sondern auch viele Handwerker und Dienstleister. Denn erfahrungsgemäß ziehe jeder Euro Städtebauförderung bis zu acht Euro an Folgeinvestitionen nach sich.

Einen plastischen Eindruck vom Umfang der kommende Woche beginnenden Bauarbeiten vermittelte Thorismuth Gaiser, verantwortlicher Architekt und Geschäftsführer des als Generalplaner fungierenden Büros Sport Concept: Ruhen wird der Neubau auf insgesamt 261 in den Untergrund getriebenen Rammpfählen, die es auf eine den Blicken freilich komplett entzogene Gesamtlänge von 3,2 Kilometern bringen. Ehe das zehn Meter hohe und mehr als 70 Meter lange und 60 Meter breite Gebäude fertiggestellt ist, müssen 800 Tonnen Stahl und 5000 Kubikmeter Beton verbaut werde – das entspricht der Kubatur von ca. zehn Einfamilienhäusern.

Fertigstellung 2019

Gaiser zeigte sich zuversichtlich, dass 2017 Jahr das Erdgeschoss und zwei Drittel des Obergeschosses fertiggestellt werden können, dem Richtfest in rund einem Jahr damit nichts im Wege stehen dürfte. Nach einer „knackigen Bauphase“ sei dann 2019 mit der Fertigstellung zu rechnen.

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