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Diskussion um Parken, Bauen und Wind in Nattheim

In der Nattheimer Gemeindehalle wurde über Straßensanierungen, das Ramensteinbad, Bauplätze und Blumenkübel gesprochen. Fragen kamen aber vor allem zum Windpark an der A 7.

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Ob man denn nicht diese verfluchten Kübel am Rande vom Martinsplatz weg stellen könne – das war eine der Fragen, die bei der Bürgerversammlung in der Nattheimer Gemeindehalle aufkam. Zwar war dies ein kleines Anliegen, zumindest im Vergleich mit den anderen Themen wie Windpark, Ramensteinbad oder Straßensanierungen – aber dafür eines, das sofort behoben werden konnte. Es ging darum, dass das Ausparken bei den Parkplätzen vor der Volksbank an der Neresheimer Straße aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens sehr schwierig sei – und dann, so der Fragesteller, stünden hinten auch noch diese Kübel im Weg. „Da fahren die Leute regelmäßig drauf.“ Bürgermeister Norbert Bereska erklärte, dass diese extra aufgestellt worden seien, damit dort niemand auf dem Gehweg parke. „Aber wir schieben sie 50 Zentimeter weiter nach hinten“, so der spontane Lösungsvorschlag.

Lärmbelastung ist Thema im Ort

Ganz so einfach gestaltete sich das Thema Windpark an der A 7 nicht. Nachdem Bereska zunächst die Änderungen zur vorherigen Planung, wie beispielsweise Anlagentyp, Nennleistung oder Nabenhöhe, erläuterte, ging er auf einen Fragenkatalog der Interessengemeinschaft Windenergie ein. Es sei eine geringfügig höhere Lärmbelastung als beim zunächst geplanten Anlagentyp zu erwarten, lärmmindernd jedoch wirke sich die Reduzierung auf neun Anlagen aus. „Da es ein ganz neuer Anlagentyp ist, gibt es noch keine Messungen“, so Bereska. Die zwei südlichsten Anlagen könnten nachts eventuell schallreduziert betrieben werden. Die Grenzwerte jedenfalls sollen bei einer Abnahmemessung nach Errichtung des Windparks überprüft werden. Zudem soll es vorher eine Nullmessung geben, um einen Vergleichswert zu bekommen.

Etwas kritisch sahen die Anwesenden die Tatsache, dass der Lärm von der A7 nicht als Vorbelastung in der Lärmprognose berücksichtigt wird. „Die Windräder richten sich nach der TA Lärm, die Autobahn nach der Straßenverkehrslärmverordnung. Das sind zwei unterschiedliche rechtliche Vorgaben“, erklärte Bereska. Jedoch wolle man das bei einem gemeinsamen Termin mit dem Landratsamt am 27. März noch einmal ansprechen, wie auch die Frage, ob bei Verstößen gegen die Auflagen des Emissionsschutzgesetzes die Abschaltung oder Leistungsreduzierung unkompliziert erfolgen könne. Mit dem Bau des Windparks soll baldmöglichst begonnen werden, doch noch fehlt die emissionsschutzrechtliche Genehmigung. Für die Errichtung geht man derzeit von neun bis zwölf Monaten aus.

Auf der Agenda der Bürgerversammlung durfte natürlich auch das Ramensteinbad nicht fehlen, wenngleich sich auch die anwesenden Bürger nicht öffentlich dazu äußerten. Bereska sprach sich einmal mehr für den Erhalt des Bades aus: „Wenn wir schließen, sind acht Millionen Euro kaputt, das ist der Restwert. Andernfalls müssten wir zwei bis vier Millionen investieren und hätten was davon.“

Neben den Plänen zum Umbau der Wiesbühlschule wurden auch die Straßenbaumaßnahmen angesprochen, z.B. die Lindlestraße oder die Schulstraße. Letztere werde frühestens 2019 in Betracht gezogen. Dabei soll das Ziel sein, den Verkehr aus dem direkten Umfeld der Schule etwas herauszunehmen. „Bisher ist es teils wirklich gefährlich für die Kinder“, so Bereska.

Angesprochen wurde auch die Lage in den Neubaugebieten. Etwas tun soll sich in naher Zukunft in den Krautgärten: Ähnlich wie in der Ortsmitte sind hier vier Gebäude mit Eigentumswohnungen vorgesehen, dazu ein Gebäude, in dem die Giengener Kreisbau günstigere Mietwohnungen anbieten will.

Im Riederberg sei das Interesse für Bauplätze ungebrochen hoch, Probleme machen hingegen die Teilorte: „In Auernheim, aber auch in Fleinheim und Steinweiler ist die Nachfrage nicht hoch. Vielleicht auch, weil die Bauvorschriften zu streng sind. Da müssen wir uns Gedanken machen“, sagte Bereska und nahm auch diesen Punkt als Hausaufgabe mit ins Rathaus.

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