Partner der

Dischingen will mit Sonnenstrom Geld verdienen

Ohne dass die Gemeinde auch nur einen Cent investieren muss, könnte sie mit Sonnenlicht und dem erzeugten Strom Geld verdienen und die Umwelt um 1,583 Millionen Kilogramm CO2-Ausstoß entlasten. In 25 Jahren wären 173 900 Euro Stromkosten gespart. Der Gemeinderat vertagte die Entscheidung auf Oktober.

|
Das Bauhofgebäude in Dischingen, in dem auch das Notariat untergebracht ist, eignet sich aufgrund seiner großen Dachfläche prima für die Montage von Sonnenkollektoren zur Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom.  Foto: 

Insgesamt sechs Bauwerke im Eigentum der Gemeinde Dischingen kämen für die Nutzung der Sonnenstrahlen zur Stromerzeugung in Frage. Das betonte Bürgermeister Alfons Jakl im Gemeinderat als es um die Frage ging, ob die Gemeinde die infrage kommenden Dachflächen verpachten soll.

Bei der Gelegenheit stellte Jakl im Sitzungssaal der Egauhalle Fredy Gerth von der Firma GaVe Energy aus Günzburg vor. Das Unternehmen bietet in der Zusammenarbeit mit der Palme Solar GmbH (Installation von Soloaranlagen) und der INSU Werte GmbH (Investor) eine mögliche Stromerzeugung auf den Dächern der Gebäude vor. Dabei wurden „die finanziellen Vorteile für die Gemeinde ebenso errechnet wie die CO2-Einsparung durch die Solaranlagen.

Wie Jakl ausführte, käme die Gemeinde schlechter weg, würde sie selber als Investor auftreten. Für eine Photovoltaikanlage stehen folgende Gebäude im Fokus:

- die Egauhalle in Dischingen, wobei hier eine 30kWp-Anlage möglich wäre. Möglich wäre außerdem die Nutzung des Dachs des angebauten Vereinsheims.

- der Fachraumtrakt der Egauschule mit einer 30 kWp-Nutzung,

- sowie eine weitere 10 kWp-Anlage auf dem Erweiterungsbau der Egauschule.

- Das große Satteldach auf dem Bauhofgebäude in Dischingen.

- eine aufgeständerte PV-Anlage auf dem Vereinszentrum beim Sportplatz Dunstelkingen.

- eine 20 kWp-Anlage aufgeständert auf dem Dach der Eglinger Turnhalle.

In der Summe wären das 113 kWp-Anlagenleistung. Im ersten Betriebsjahr könnte die Gemeinde 3795 Euro beim Strom sparen. Über den Zeitraum von 25 Jahren wären das 173 900 Euro. Und das bei einem hochgerechneten Eigenverbrauch an Storm in einer Größenordnung von 69 842 Kilowatt.

Fredy Gerth: „Gute Ideen lassen sich ganz einfach erklären: eine Stunde Sonnenschein entspreche einer Stunde Weltenergie.“ Ohne dass es Dischingen auch nur einen Cent Geld koste, würden der Erdatmosphäre 1,583 Millionen Kilogramm Kohlendioxid „erspart“.

In einer sehr engagiert geführten Diskussion kamen neben anderen Martin Pampuch, Stefan Kragler, Michael Raunecker und Anton Scherer (alle Freie Wähler) zu Wort. Es wurde über die Aufständerung der Sonnenpannele ebenso geredet wie über eine Verankerung im Dach und vieles mehr. Erika Wiedmann (ÖdP) qwie auch Stefan Kragler (Freie Wähler) hatten auf einmal bedenken und forderten eine Vertagung der Entscheidung: „Das muss sich alles erst einmal setzen. Es wäre gut, wir entscheiden erst in der Sitzung am 5. Oktober.“ Dem schlossen sich noch andere Debattenredner an.

Einen Aspekt brachte Fredy Gerth eher beiläufig in die Diskussion ein: Batterien, die den Sonnenstrom speichern können. Eine feine Sache wäre das. Erika Wiedmann bekam zur Antwort, dass aktuell noch sehr daran gearbeitett würde und sich die Sache aktuell noch nicht rechnen würde.

Anton Scherer sorgte sich: „Wenn wir uns heute auf 25 Jahre festlegen, stellt sich die Frage: Ist das das Optimale für die kommenden 25 Jahre?“

„Mit dem Konzept stehen wir fast alleine auf dem Markt da. Ich schenke Ihnen eine Photovoltaikanlage. Wer nichts macht, kriegt auch nichts. Die Module sind alle frei von Gefahrstoffen und recylebar,“ hielt Fredy Gerth dagegen.

Auf Vorschlag von Bürgermeister Jakl vertagte der Gemeinderat die Entscheidung auf den 5. Oktober: Vielleicht finden sich bis dahin noch ein paar weitere, für die Sonnenenergie nutzbare Dächer.

Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Wer hat’s gesagt? Das Heidenheimer Kandidatenquiz vor der Wahl

Die Kandidaten von CDU, SPD, Grünen, FDP, Linken und AfD haben sich in der Serie zur Bundestagswahl der Heidenheimer Zeitung zu verschiedensten Themenfeldern geäußert. Aber wer hat was gesagt? weiter lesen