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Dischingen bekommt zwei Parkplätze mit E-Tankstelle

Die Gemeinde Dischingen überläßt der ENBW ODR zwei Parkplätze, damit dort eine Ladesäule für Elektroautos aufgestellt werden kann.

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Welcher Standort ist der richtige für die geplante E-Mobil-Ladesäule? Die ODR bevorzugt die beiden ersten Parkplätze am rechten Bildrand, doch im Gemeinderat sprach man sich für die von beiden Seiten anfahrbaren Parkplätze links bei den Bäumen aus.  Foto: 

Die Zeichen der Zeit sind erkannt: Auch auf dem Härtsfeld sieht man die Zukunft des Straßenverkehrs im Bereich der Elektro-Mobilität. Aus diesem Grund sei die Gemeinde auf die ENBW ODR als Stromversorger zugegangen, sagte der Dischinger Bürgermeister Alfons Jakl am Montagabend im Gemeinderat. Angefragt wurde nach einer Möglichkeit, irgendwo im Ort eine Ladestation für Elektroautos aufstellen zu können.

In der Sitzung signalisierte Philipp Röhrer von der ODR nicht nur die Bereitschaft des Unternehmens, sondern zeigte auch gleich einen möglichen Standort für eine solche Station auf. Er schlug vor, die Ladesäule und die Zähleranschlusssäule an der südöstlichen Ecke des großen Parkplatzes bei der Egauhalle zu errichten. Zunächst sei an einen Ladepunkt mit einer Leistung von 4,6 bis 22 Kilowatt gedacht. Eine spätere Erweiterung auf zwei Ladepunkte sei möglich. Die Kommune müsse lediglich ein bis zwei Parkplätze kostenfrei zur Verfügung stellen, alles andere – von der Planung und Montage über die Inbetriebnahme bis zur späteren Wartung – übernehme die ODR als Eigentümer und Betreiber der Ladesäule.

Zur E-Mobilität meinte Röhrer: „Das Thema nimmt immer mehr Fahrt auf.“ Es sei zu erwarten, dass der Marktanteil der Elektroautos ansteigt. Nach Kraftstoffarten habe sich der Anteil von Strom bei Pkw in Deutschland von 2016 zu 2017 um 33,4 Prozent – von 25 502 auf 34 022 Fahrzeuge – erhöht. Die ENBW und die Gemeinden sollten die ersten Schritte vorangehen. So sei auch bereits in Gerstetten eine Ladesäule eingeweiht worden.

Die meisten Ladevorgänge würden typischerweise bei den Nutzern zu Hause oder auch beim Arbeitgeber erfolgen, so Röhrer. An der ODR-Ladesäule werde eine Stunde bei maximaler Leistung von 22 Kilowatt sechs Euro kosten. Einberechnet sei bei den Kosten ein gewisser Zeitfaktor, da der Platz nach dem Laden wieder freigemacht werden soll. Die Abrechnung funktioniere mittels einer Chipkarte.

Der für kommunale Beziehungen zuständige ODR-Mitarbeiter wies außerdem darauf hin, dass die Gemeinde Gerstetten ein elektrisch betriebenes „Dorf-Auto“ angeschafft hat, um ein für die Bürger nutzbares Car-Sharing-Konzept anbieten zu können. So etwas sei auch in Dischingen vorstellbar.

In der nachfolgenden Debatte ging es vorrangig um die Standortfrage. Der Bürgermeister befand es für besser, Parkplätze in der nebenliegenden Reihe als Aufstellort für die Ladestation zu verwenden. Hier könnten die Aufladeplätze von beiden Seiten angefahren werden. Röhrer antwortete, dass dies auch möglich sei, aber eine andere Zähleranschlusssäule errichtet werden müsste. Jakl lachend dazu: „Das wäre euer Problem.“

Gemeinderat Franz Göttle bezweifelte ebenfalls, dass der vorgeschlagene Standort ideal ist. Man müsse als Fahrer in der Ladezeit auch etwas machen können. In der Egauhalle fänden ja Veranstaltungen statt, so Röhrer. Und die Ladesäule würde wohl eher von überregionalen Besuchern gebraucht. Auf Nachfrage von Stefan Kragler sagte er, dass nicht klar sei, wie sich die Sache bei einer deutlichen Zunahme der E-Autos künftig entwickeln werde. Dies sei vor allem auch eine technische Frage.

Dass mit dem Vorschlag des Bürgermeisters sogar vier Parkplätze über eine Ladesäule bedient werden könnten, merkte Georg Wörner an. Michael Raunecker erkundigte sich nach Erfahrungen in Bezug auf die Auslastung einer Station. „Unterschiedlich“, so Röhrer. In Nördlingen beispielsweise sei die Auslastung gut, andernorts aber auch weniger.

„Es wäre mir schon lieber, wenn man von beiden Seiten heranfahren kann“, hob Jakl nochmals hervor. Einstimmig votierte das Gremium dann für die Überlassung der entsprechenden Parkplätze an die ODR. Röhrer erklärte, dass nun die vertraglichen Grundlagen ausgearbeitet würden und das Ganze dann möglichst zeitnah umgesetzt werden soll.

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