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Die neue Bibrishalle in Herbrechtingen nimmt Gestalt an

Der Neubau nimmt zunehmend Gestalt an. Je mehr Wände gesetzt werden, desto klarer erscheinen Größe und räumliche Anordnung der einzelnen Bereiche.

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Bis zu 1000 Zuschauer werden rund um die Sporthalle Platz finden. Stadtbaumeister Dieter Frank (links) und Bauleiter Werner Neuscheler vom Generalunternehmer Sport Concept stehen schon mal Probe auf der künftigen Tribüne.  Foto: 

Auch wenn die Fans den Herbrechtinger Ringern und Handballern in Zukunft die Bude einrennen sollten, so dürften dennoch alle Zuschauer in der neuen Bibrishalle ein Plätzchen finden. Gedankt sei's den Planern, die an ein ausreichend großes Fassungsvermögen gedacht haben, verteilt auf verschiedene Ebenen.

Die erste davon setzt sich aus drei betonierten Tribünenstufen zusammen, auf denen Stadtbaumeister Dieter Frank zufolge nach Fertigstellung rund 20 Sitzplätze geboten sind. Zusammen mit Bauleiter Werner Neuscheler (Sport Concept) nahm er jetzt den ersten Abschnitt in Augenschein, von dem herab der Blick später einmal auf eine ausfahrbare Tribüne für 500 Personen fällt. Hinzu kommt dann noch eine umlaufende Galerie, die das Fassungsvermögen auf etwa 1000 Zuschauer vergrößert.

Wenige Meter Luftlinie entfernt tut sich mittlerweile ein Raum auf, der wohl rasch zum meistfrequentierten des gesamten Komplexes wird: die Mensa für die jenseits der Brückenstraße angesiedelten Schulen. 220 Leute können dort gleichzeitig verköstigt werden, wobei die Essen in zwei aufeinanderfolgenden Schichten ausgegeben werden sollen.

Große Glasfront Richtung Tal

Die Mensa erhält eine große Glasfront, die reichlich Tageslicht garantiert. Gleiches gilt für die Mehrzweckhalle, von der aus der Blick in Richtung Eselsburger Tal geht. In der Süd-West-Ecke des Gebäudes entsteht die von außen für den Auf- und Abbau mit Fahrzeugen erreichbare Veranstaltungsbühne, während an anderen Stellen Wände in die Höhe wachsen.

Wer sich der Baustelle von der alten Bibrishalle her nähert, bleibt mit dem Blick zunächst am Aufzugsschacht hängen, den vom künftigen Eingangsbereich aus eine Treppe umschließt. Nebenan laufen die Schalungsarbeiten für die Decke, die abschnittsweise betoniert wird. Ihre Fläche nimmt sich im Vergleich zu den Wänden eher gering aus, schließt die Halle nach oben hin doch in weiten Bereichen durch das eine Mischung aus Beton und Holz darstellende Dach ab. Bis dieses obenauf sitzt, werden noch einige Wochen ins Land ziehen, wobei bislang alles darauf hindeutet, dass der Zeitplan eingehalten werden kann.

Musste bei der Terminierung für das lautstarke Versenken der Rammpfähle, auf denen das Fundament ruht, noch Rücksicht auf die Abiturprüfungen im nahegelegenen Gymnasium genommen werden, ist nicht mit weiteren derartigen Einschränkungen zu rechnen. „Die Arbeiten, die den meisten Krach verursachen, sind vorbei“, sagt Neuscheler.

Und wenn nach Fertigstellung des Rohbaus beispielsweise die Haustechnik installiert wird, geschieht das eh weitgehend unbemerkt im Inneren des Gebäudes. Deutlich größere Außenwirkung werden die Montage der Glasfassade und das Auftragen des Putzes haben. Beide Posten gehören zu den Arbeiten, die laut Frank noch heuer ausgeschrieben werden sollen. Sicher nicht falsch, ziehen die Preise seit einiger Zeit doch spürbar an, und „momentan sind kaum Handwerker zu bekommen“, wie Werner Neuscheler aus Erfahrung berichtet.

Noch rund vier Millionen offen

Vor diesem Hintergrund erweist es sich als überaus weitsichtig, dass viele Gewerke bereits frühzeitig vergeben worden sind, was eine etwa 70-prozentige Kostensicherheit bedeutet. Offen ist jetzt noch ein Betrag von rund vier Millionen Euro. Das schließt auch eine sechs Meter breite Straße Richtung Osten ein, wo heute noch die alte Bibrishalle steht. Sie soll abgerissen werden, sobald ihre Nachfolgerin voraussichtlich im Frühjahr 2019 eingeweiht wurde.

Die exakte Anbindung der neuen Halle ans Straßennetz ist noch offen. Ausgemachte Sache ist hingegen bereits, dass Anfang 2018 vom Blockheizkraftwerk beim Stockbrunnen aus eine Fernwärmeleitung gezogen wird, die dann den Neubau versorgt.

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