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Diakonie gab Einblick in soziale Berufsfelder

Einmal nicht Mathe, Bio oder englische Vokabeln lernen: Drei 9. Klassen der Realschule und eine Klasse der Werkrealschule erfuhren jetzt, wie sich ein Blinder fühlt, wenn er über einen hindernisfreien Schulhof gehen oder eine Treppe besteigen muss.

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Einen Eindruck von Berufsmöglichkeiten im Sozialbereich gab es an der Gerstetter Schule durch Mitarbeiter der Diakonie.  Foto: 

Im Rahmen der Berufsvorbereitung, die Realschul-Konrektor Rudi Oszfolk für die künftigen Entlassschüler organisiert, waren Simon Koenigsdorf und Stephan Rieger im Auftrag der Diakonie Württemberg im Pausenhof der Realschule mit VW-Bus, einem zeltähnlichen Pavillon und einem ganzen Stapel an Liegestühlen zu Gast. Dort durften die Schüler, auf die demnächst die Berufswelt wartet, zunächst ein bisschen „chillen“.

Die Diakonie verkörpert die soziale Arbeit der evangelischen Kirche und ist mit ihren 5000 Ausbildungsplätzen für junge Leute eine interessante Adresse. Der eingangs inszenierte Spaziergang der Schüler, die geblendet durch eine schwarze Brille und angewiesen auf Führer und Blindenstock durch den Schulhof trippelten, erfordert für den Begleiter des Leidenden zwar keine gesonderte Ausbildung, zählt aber trotzdem zum großen Spektrum der sozialen Berufe, die die Diakonie in den mehr als tausend ihrer Einrichtungen anbietet.

Eine der Neuntklässlerinnen hat mit einem Praktikum in einem der Heime bereits hineingeschnuppert und will jetzt Heilerzieherin werden. Aber auch Erzieherin in einem Kindergarten, die Arbeit als Sozialpädagoge, die eines Altenpflegers, eines Logopäden, eines Kaufmanns oder einer Ergotherapeutin könnten interessant sein. Spannend und krisensicher seien diese Berufe, versicherten Simon und Stephan aus eigener Erfahrung.

Ein freiwilliges Jahr in der Diakonie wäre für manche, die noch unsicher sind, keine vertane Zeit, meinten die beiden, zumal man im sozialen Dienst „ganz viel Anerkennung und Wertschätzung“ zurückbekomme. Praktizierte Nächstenliebe sei keine Einbahnstraße. Mit ihrer „Roadshow“ bereisten die beiden Berufsanwärter bislang 14 Schulen, die 15. war in Gerstetten. Sigmaringen, Pforzheim, Pfullingen und Bönnigheim stehen noch auf der Warteliste.

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