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C. F. Maier kauft Gießerei Scheeff

C. F. Maier übernimmt zum 1. September die Metallgießerei Scheeff aus Nersingen bei Neu-Ulm. Der Automobilzulieferer Scheeff aus dem schwäbischen Nersingen musste im Oktober 2012 Insolvenz anmelden.

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„Mit dieser Entscheidung erzielen wir eine echte Win-Win-Situation. Von der Übernahme werden beide Standorte profitieren“, so Markus Maier, geschäftsführender Gesellschafter von C. F. Maier, in einer Pressemitteilung. Für C. F. Maier sei Scheeff interessant, weil das Kernstück der dortigen Sandgießerei eine fast neue, sehr großformatige Formanlage ist, wie sie in Europa nur wenige Male existiere. Außerdem verfüge Scheeff über eine moderne Gussbearbeitungsabteilung. Beides würde das bisherige Angebot des Königsbronner Werks in idealer Weise ergänzen und die Wettbewerbsfähigkeit deutlich verbessern.

Das Unternehmen sei zuversichtlich, mit dem erweiterten Angebot neue Kunden gewinnen und durch Synergieeffekte die Marktposition ausbauen zu können, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Für den Standort in Königsbronn soll sich der Firmenzukauf auch positiv auswirken, weil sich zahlreiche kleinere Sandgussteile auf der dortigen Formanlage sehr günstig herstellen lassen. Außerdem hat das Werk in Königsbronn freie Kapazitäten in seiner hoch modernen Gussputzerei und der ebenso leistungsfähigen Gussvergütung, während Scheeff Putz- und Vergütungsarbeiten bisher großenteils an Fremdfirmen vergeben hat.

Während des Insolvenzverfahrens hatten Michael Pluta und sein Team das Unternehmen Scheeff fortgeführt und saniert. In der Insolvenzzeit mussten rund 1,5 Millionen Euro investiert werden, um unter anderem behördliche Auflagen zu erfüllen. Nach intensiven Verhandlungen konnte nun eine Lösung für die Firma erzielt werden. Die Metallgießerei Scheeff wird ab 1. September zur Firmengruppe C. F. Maier gehören, sofern die Scheeff-Mitarbeiter ihre neuen Arbeitsverträge vollends unterschrieben haben. Der Käufer will 111 Mitarbeiter übernehmen. Insgesamt 29 Beschäftigten musste vor wenigen Wochen gekündigt werden.

Die Firmengruppe C. F. Maier mit Stammsitz in Königsbronn und rund 1000 Mitarbeitern ist in erster Linie als Kunststoffverarbeiter und Nutzfahrzeug-Zulieferer mit Produktionsstandorten in sechs Ländern bekannt. Der Ursprung des mittelständischen Familienunternehmens geht aber auf eine vor 88 Jahren in Heidenheim-Schnaitheim gegründete Metallgießerei zurück, die 1978 nach Königsbronn umgesiedelt wurde und seitdem als C. F. Maier Leichtgusswerk zur C.-F.-Maier-Gruppe gehört. Die Firma produziert mit knapp hundert Mitarbeitern im Sand-, Kokillen- und Niederdruckkokillen-Gießverfahren Komponenten aus Aluminiumguss, vor allem für die Antriebstechnik, und hat sich bei den Herstellern von Fahrzeuggetrieben und Kupplungen, Hydraulikantrieben und Retardern einen Ruf erworben.

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