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Bolheim - Anhausen: Ab 18. April gilt die Umleitung

Am 18. April beginnt der Ausbau der Landesstraße zwischen Bolheim und Anhausen. Ab dann gilt eine weiträumige Umfahrung.

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Bolheimer und Herbrechtinger haben in den vergangenen Jahren reichlich Übung darin gewonnen, mit Umleitungen zu leben. In Kürze steht ihnen eine weitere ins Haus. Wenn nämlich Mitte April der Startschuss für den Ausbau der L 1164 zwischen Bolheim und Anhausen fällt, ist dieser etwa einen Kilometer lange Abschnitt mehrere Monate lang für den Verkehr tabu.

Allerdings dürfte es die Anwohner entlang der Bolheimer Ortsdurchfahrt diesmal erheblich weniger treffen, die es bis zum Abschluss der B-19-Sanierung zwischen Herbrechtingen und Mergelstetten vor zweieinhalb Jahren arg gebeutelt hatte.

Auch den Herbrechtingern droht aus zwei Gründen kein innerörtlicher Stau. Zum einen geht es diesmal nicht um den starken Verkehr auf der B 19, sondern um den deutlich schwächeren aus und in Richtung Dettingen, zum anderen führt die Ausweichstrecke weitgehend durch unbewohntes Gebiet.

Für Verstimmung dürfte jedoch bei so manchem sorgen, dass er für den gewohnten Weg vorübergehend deutlich mehr Zeit einplanen muss.

Kreisstraße ist „nicht geeignet“

Bereits im Juni 2016 hatten die beteiligten Kommunen, Landratsamt, Regierungspräsidium und Polizei die Angelegenheit bei einem Verkehrsgespräch erörtert und sich auf den grundsätzlichen Verlauf der Umleitung verständigt, der im Wesentlichen unverändert bleibt.

Allerdings wurde die Kreisstraße 3019 zwischen Dettingen und Hausener Lucke als Teil der Ausweichroute verworfen, weil sie nach Auskunft von Matthias Kreuzinger von der Pressestelle des Regierungspräsidiums Stuttgart als nicht geeignet eingestuft wurde, den Verkehr aufzunehmen.

Somit gilt nach heutigem Stand vom 18. April an folgende Umleitungsstrecke: Beim Feuerwehrmagazin in der Bolheimer Ortsmitte wird der Verkehr nach links Richtung Herbrechtingen geführt. Weiter geht es über die Grundwegtrasse zur Autobahn, dann durch die beiden Kreisverkehre bis zur Einmündung in die Richtung Ulm führende Landesstraße, anschließend bei Hausen nach rechts und an der alten Ziegelei vorbei gen Dettingen.

Von dort aus ist die Zufahrt bis zur Baustelle frei. Stellt sich die Frage, weshalb diese weiträumige Umfahrung gewählt wurde, läge die Verbindungsstraße zwischen Anhauser Tor und Herbrechtingen doch viel näher. Die Antwort liefert Dieter Frank, Leiter des Fachbereichs Bau im Rathaus: Insbesondere der Lkw-Verkehr täte sich schwer auf der vergleichsweise schmalen und mit engen Kurven bestückten Straße. Das gilt vor allem für den Begegnungsverkehr.

Außerdem hatten Anlieger der Anhauser Straße in Herbrechtingen darum gebeten, aufgrund der örtlichen Gegebenheiten aus Sicherheitsgründen so wenig zusätzlichen Verkehr als möglich an ihren Häusern vorbei zu leiten. Unter anderem münden dort teils abschüssige Garagenzufahrten in die Straße.

Zum Zeitplan: In den vergangenen Tagen wurden entlang der Landesstraße zwischen Bolheim und Anhausen an zehn Stellen Bohrungen im Asphalt vorgenommen. Die Analyse der Proben in einem privaten Prüfinstitut soll Aufschluss darüber geben, wie und wo das Material entsorgt werden kann.

Umleitung gilt ab 18. April

Am 18. April beginnt das Einrichten der Baustelle, woraufhin der alte Asphaltbelag entfernt wird. Parallel dazu gilt die Umleitungsstrecke, deren noch offene Details – wie beispielsweise Anlieger zu ihren Häusern gelangen – mit der in den nächsten Tagen zu erwartenden verkehrsrechtlichen Anordnung geklärt sein dürften. Das gilt auch für die Frage, auf welchem Weg die Linienbusse während der Bauzeit Anhausen bedienen.

Die seitherige Bushaltestelle wird im Zuge des Vorhabens umgebaut und durch eine Querungshilfe auf der Landesstraße besser erreichbar. Mitte Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen und die runderneuerte Straße wieder für den Verkehr freigegeben sein. Die Gesamtkosten beziffert das Regierungspräsidium auf rund 1,5 Millionen Euro.

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