Partner der

Welcher Blitzer im Kreis blitzt am häufigsten?

Auf der Aalener Straße in Königsbronn waren die Autofahrer im vergangenen Jahr besonders oft zu schnell unterwegs. Hier steht der Blitzer, der am häufigsten ausgelöst hat. Aber wie oft eigentlich?

|
Über 4000 Mal wurden 2016 am Königsbronner Ortseingang Autofahrer geblitzt.  Foto: 

Stefan Endler weiß die Antwort: 4222Mal. Er hat als Leiter für den Fachbereich Sicherheit und Ordnung im Heidenheimer Landratsamt den Überblick und die genauen Zahlen.

Von den sechs fest installierten Messstellen, die das Landratsamt betreibt, hat die am Ortseingang von Königsbronn an der Aalener Straße, von Oberkochen her kommend, öfter ausgelöst als alle anderen.

Für die, die es nicht genau wissen: Es steht noch ein weiterer Blitzer in Königsbronn, die anderen befinden sich in Nattheim, Söhnstetten, Steinweiler und Bolheim. Auch in Heidenheim und Giengen stehen stationäre Blitzer, die beiden Städte sind dafür aber selbst zuständig. Für mobile Blitzer gibt es im Kreis rund 100Stellen, an denen Messungen durchgeführt werden können.

„Leider wird uns immer wieder vorgeworfen, dass wir nur Geld einnehmen wollen, aber damit können wir keine Gewinne machen. Es geht einzig um den Effekt für die Verkehrssicherheit. Ohne etwas zu tun, wäre die Situation auf den Straßen eine ganz andere“, sagt Endler.

106Stundenkilometer zu viel

Wie rücksichtslos manche Autofahrer unterwegs sind, zeigt der gemessene Höchstwert an der Aalener Straße deutlich: 156 Stundenkilometer statt 50 Stundenkilometer. Der Führerschein war in diesem Fall erst einmal weg. In 39 anderen Fällen wurden ebenfalls Fahrverbote verhängt. Bei Überschreitungen ab 31 Stundenkilometer innerorts die unausweichliche Folge.

Insgesamt wurden 3864 Verfahren gegen die Autofahrer eingeleitet, die auf der Aalener Straße zu schnell unterwegs waren. Daraus ergaben sich rund 90 Prozent Verwarnungsgeld-Verfahren, die dann geführt werden, wenn der Autofahrer die zugelassene Geschwindigkeit um bis zu 20 Stundenkilometer überschreitet. Die restlichen zehn Prozent waren noch schneller unterwegs und hatten dadurch ein Bußgeldverfahren am Hals. Da halfen auch die drei Stundenkilometer Toleranz nichts mehr, die von den gemessenen Werten abgezogen werden.

In zwei Wochen dreimal durch den Blitzer

Ein Fahrer hat dem Ganzen 2016 aber noch die Krone aufgesetzt: Sicher erinnert sich noch der ein oder andere an den Motorradfahrer, der sich einen Spaß daraus machte, innerhalb von zwei Wochen gleich dreimal durch die beiden Messstellen in Königsbronn zu rasen und obendrein noch den Stinkefinger in die Kamera zu halten.

Der 44-Jährige wurde recht schnell ermittelt und musste seinen Führerschein für zwei Monate abgeben sowie 900Euro Bußgeld zahlen.

Den „Täter“ zu ermitteln ist laut Endler fast immer möglich. Anfechten? „Bringt fast nie etwas“, sagt er. Wenn es hart auf hart kommt, und das gibt es immer wieder, würden sogar Gutachter eingeschaltet, die sich auf Gesichtserkennung spezialisiert haben und den geblitzten Fahrer zweifelsfrei ermitteln können, erklärt der Fachbereichsleiter.

Geblitzt wird ihm zufolge übrigens nur an potentiellen Gefahrenstellen, zum Beispiel da, wo viele Unfälle passieren. Die Unfallstatistik der Polizei kann von den Mitarbeitern auf dem Landratsamt eingesehen werden. „70er-Zonen sind meist solche Schwerpunkte. Wir fahren aber auch raus bei Klagen von Gemeinden, zum Beispiel in 30er-Zonen oder wenn die Schule wieder anfängt“, sagt Endler.

Die Mitarbeiter des Landratsamts sind dabei wirklich nur fürs Blitzen zuständig, während die Polizei auch Fahrer anhalten darf.

Sie sind gefragt

In unserer diesjährigen Sommerserie „Die Spitzenreiter“ sind wir auf der Suche nach den Superlativen im Kreis Heidenheim.

Diesmal haben wir Ihnen gezeigt, welcher Blitzer im vergangenen Jahr am häufigsten ausgelöst hat. Hätten Sie mit dem Ergebnis gerechnet?

Wurden Sie vielleicht selbst dort oder woanders erwischt? Melden Sie sich bei uns. Schreiben Sie eine E-Mail an redaktion@hz-online.de, Stichwort Spitzenreiter.

Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Themenschwerpunkt

Spitzenreiter im Kreis

Ob der kleinste Hund, die tiefste Stelle in der Brenz oder der älteste Musikschüler. In unserer Sommerserie „Die Spitzenreiter“ zeigen wir, was der Kreis Heidenheim an Superlativen so zu bieten hat.

mehr zum Thema

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Krise: Wie geht’s beim 1. FC Heidenheim weiter?

Der 1. FC Heidenheim steckt in der schwersten sportlichen Krise seiner Vereinsgeschichte. Dabei ist diese nicht neu, sondern hat sich lediglich zugespitzt. Von den 28 Ligaspielen des Jahres 2017 verlor der FCH 15, bei nur sechs Siegen. weiter lesen

22NA3