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Beschlossene Sache: Mensa an der Hillerschule wird gebaut

Steinheimer Gemeinderat verabschiedet einstimmig die von Architekt Roland Hüll vorgestellte überarbeitete Planung für den Neubau einer Mensa und den Ausbau der Ganztagesbetreuung.

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Steinheims neue Mensa als zeichnerische Ansicht von Westen. Das planerische Konzept der Heidenheimer Architekten Roland Hüll und Ulrike Thomas sieht oben den Hauptzugang, Mensa mit Sitzplätzen für 168 Schüler, Essensausgabe und Nebenräume vor. Unten drei Klassenräume für die Sekundarstufe und Toiletten. Aufgrund der Topographie wird das Gebäude in beiden Geschossen ebenerdig zugänglich sein.  Foto: 

Nach den Handwerkerferien, so Architekt Roland Hüll vom Heidenheimer Büro GIP, könnte es losgehen mit dem Bau der neuen Mensa für die Hillerschule in Steinheim.

Was die Bauzeit betrifft, so sei mit etwa einem Jahr bzw. einem Schuljahr zu rechnen, etwa von Sommer 2017 bis Sommer 2018. Vom ganzen Ablauf her sei es aus fachlicher Sicht geboten, zuerst die Mensa in Angriff zu nehmen und sich anschließend der geschossweisen Modernisierung des Grundschulgebäudekomplexes zu widmen.

Mit dem Neubau der Mensa entstehen nämlich im Erdgeschoss drei neue Klassenräume, die während des Umbaus der Schule zum Ausweichen genutzt werden können, ebenso die im „Kopfbau“ der Schule vorhandenen Wohnungen, die ebenfalls Klassenzimmer werden sollen. Noch vor der Sommerpause, so Hüll, sollte deshalb der Rohbau in Auftrag gegeben werden.

Am Dienstagabend hat sich der Gemeinderat erneut mit dem Thema Mensa bzw. Schulmodernisierung und vielen damit zusammenhängenden Details befasst.

Von Roland Hüll und Architektin Ulrike Thomas Planer ließ sich das Gremium auch das weitere Vorgehen in dieser für die Gemeinde „sehr wichtigen und richtigen Angelegenheit“ aufzeigen. Um die Schule Schritt für Schritt zukunftsfähig zu machen, nun im Sekundarbereich, wird die Gemeinde kräftig im Bereich Bildung investieren.

„Es geht um die Zukunft unserer Kinder“, unterstrich Bürgermeister Olaf Bernauer die Bedeutung des Vorhabens. Mit der aktualisierten Konzeption liege nunmehr ein „sehr charmanter Vorschlag“ zur Entscheidung vor.

Die in der Sitzung zuvor von Ratsmitgliedern vorgebrachten Änderungswünsche und Vorschläge zu dem zweigeschossigen Mensa-Neubau mit Platz für 168 hungrige Schüler waren von dem Architekturbüro penibel auf- und eingearbeitet worden. Dass sich das natürlich steigernd auf die bisher mit rund 1,7 Millionen Euro veranschlagten Kosten auswirken wird, darauf wies man ebenfalls hin. Bestandteil der Konzeption ist übrigens auch ein innenliegender Lift, der barrierefreie Nutzung möglich macht.

Zurück zum Pultdach

Der am Dienstagabend vorgestellte erweiterte Entwurf beinhaltet nun wunschgemäß ein Pultdach und kein Flachdach mehr. Außerdem wird die bisher seitlich oder auf dem Dach vorgesehene Lüftungsanlage nun der besseren Zugänglichkeit wegen durch leichtes Anheben des Daches „eingehaust“.

Bis vor die Mensa hin durchgezogen wird nun die Dachlandschaft, dies durch „Andocken“ an das Dach der Hauptschule, so dass eine durchgängig überdachte Strecke entsteht und die Schüler nicht mit feuchten Überraschungen von oben rechnen müssen. Wunschgemäß etwas verkleinert hat der Planer auch die Glasfläche in der Fensterfassade, durch Zurücknehmen der Brüstung entstehen Sitzbänke. Und: zusätzlich zum großen Parkplatz werden entlang des Philipp-Friedrich-Hiller-Wegs fünf weitere Parkplätze ausgewiesen.

Ratsmitglied Gottfried Braun interessierte sich insbesondere auch für die einzelnen Zugänge und bat darum, nochmals die Situation im Bereich Anlieferung und Hauptzugang zu überdenken, er sehe hier durchaus noch nicht bereinigtes „Konfliktpotenzial“.

Mathias Brodbeck erfragte den Zeitplan für die Realisierung des Vorhabens und Horst Trittler ließ sich ausdrücklich bestätigen, dass es nun nicht „nur“ um die Mensa geht, sondern um das Vorhaben Schulsanierung insgesamt. Die stellte der Planer daraufhin nochmals in ihren Grundzügen vor und brachte damit die wichtigsten Schritte wieder in Erinnerung.

Im Schnitt 95 Mittagessen

Die Verwaltung ließ auf Nachfrage noch wissen, dass die durchschnittliche Zahl der in der alten Mensa ausgegebenen Mittagessen derzeit bei 95 liege. Die für die neue Mensa zugrunde gelegten 168 Kostgänger basierten jedoch auf geprüften und belastbaren Vorgaben, diese Kapazität sei also angemessen. Wie Hans-Peter Brenner vom Technischen Bauamt ausführte, sind für das Vorhaben Schulmodernisierung auch einige formale Befreiungen von den Vorschriften des Bebauungsplanes Jahrgang 1962 notwendig, betreffend Bauverbot, Dachneigung und Dachform. Die vorbehaltlose Zustimmung hierzu war dann Bestandteil des schließlich in großer Einmütigkeit gefällten Gemeinderatsbeschlusses, mit dem nun die finale Planung für Ausbau des Ganztagesbetreuung und Neubau einer Mensa „abgesegnet“ wurde.

Ein „Schmankerl“ reichte der Bürgermeister noch nach: Für den Abbruch des alten Gebäudes, das dem Mensa-Neubau weichen muss, bekommt die Gemeinde vom Land einen Zuschuss in Höhe von immerhin 20 160 Euro.

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