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Beiträge für Kindergärten steigen

Die Beiträge für Kinderbetreuung steigen um drei bis vier Prozent. Damit liegt man trotzdem deutlich unter dem Landesrichtsatz.

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Für das Gerstetter Kinderhaus Pfiffikus fallen jährlich rund 750 000 Euro Betriebskosten an. Lediglich 14 Prozent der Kosten werden bisher durch Elternbeiträge gedeckt.  Foto: 

Und auch im Blick auf andere Kommunen im Kreis relativiert sich die Anhebung. So hat auch Königsbronn kürzlich die Kita-Elternbeiträge um rund vier Prozent angehoben und Dischingen ebenfalls. In Giengen fiel die Erhöhung mit etwa zehn Prozent zwar deutlich kräftiger aus, aber nur deswegen, weil im vergangenen Jahr nicht erhöht worden war.

Die Kinderbetreuung in Gerstetten und seinen Ortsteilen wird also etwas teurer – bleibt aber weiterhin deutlich unter dem, was Gemeinden als Richtsatz empfohlen wird. Im Gemeinderat entschied man sich einstimmig für eine Erhöhung der Elternbeiträge zwischen drei und vier Prozent. Eine Stafflung, die kinderreiche Familien begünstigt, wird beibehalten.

Auch nach der Erhöhung liegt man in Gerstetten noch deutlich unter der Empfehlung des Württembergischen Gemeindetags, wonach 20 Prozent der Kosten für die Kinderbetreuung durch Elternbeiträge abgedeckt werden sollten. „Wir sind jetzt erst bei 82,5 Prozent des Landesrichtsatzes“, informierte die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin Claudia Matzkovits im Gemeinderat.

Die Kostendeckung durch Elternbeiträge liegt laut Rechnungsergebnis von 2015 in den neun Betreuungseinrichtungen in Gerstetten und seinen Ortsteilen im Durchschnitt bisher nur bei rund 13 Prozent. Die übrigen Kosten werden von der Gemeinde beziehungsweise der Kirche getragen. „Das ist in Ordnung so, solange es der Gemeinde einigermaßen gut geht“, kommentierte Bürgermeister Roland Polaschek die unterdurchschnittliche Kostendeckung. Hier stehe der soziale Aspekt im Vordergrund.

Die höchsten Betriebsausgaben fallen demnach im Kinderhaus Pfiffikus an mit 750 000 Euro. Hier liegt der Deckungssatz bei 14 Prozent. Den höchsten Deckungssatz weist der evangelische Kindergarten an der Schillerstraße auf mit 16,68 Prozent bei rund 396 000 Euro Betriebsausgaben. Den niedrigsten Satz hat die evangelische Spielgruppe in Gussenstadt. Hier decken die Elternbeiträge lediglich 10,55 Prozent der Kosten, die allerdings mit rund 47 000 Euro auch am geringsten ausfallen.

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