Partner der

Bandlift: "Dickes Gebäude" katapultieren sich auf Platz 1

Wenn auf dem in einem Wiesental gelegenen Festivalgelände der Thymian so betörend duftet, dass er selbst Bratwurst und Fritten übertönt, ist das für sich genommen schon ein Alleinstellungsmerkmal. Das zweite ist, wenn sich buchstäblich alle Generationen von einem Nachwuchswettbewerb angezogen fühlen, bei dem sich junge Künstler ihre ersten Krönchen verdienen wollen.

|
Vorherige Inhalte
  • Gegen Abend füllte sich am Samstag das Festivalgelände am Gerstetter Skihang (oben). Die Heidenheimer von „Emyrox“ erspielten sich zum zweiten Mal in Folge den dritten Preis (unten links). „Dickes Gebäude“ (unten rechts) rockte sich zum Schluss auf den ersten Platz. 1/3
    Gegen Abend füllte sich am Samstag das Festivalgelände am Gerstetter Skihang (oben). Die Heidenheimer von „Emyrox“ erspielten sich zum zweiten Mal in Folge den dritten Preis (unten links). „Dickes Gebäude“ (unten rechts) rockte sich zum Schluss auf den ersten Platz.
  • Gegen Abend füllte sich am Samstag das Festivalgelände am Gerstetter Skihang (oben). Die Heidenheimer von „Emyrox“ erspielten sich zum zweiten Mal in Folge den dritten Preis (unten links). „Dickes Gebäude“ (unten rechts) rockte sich zum Schluss auf den ersten Platz. 2/3
    Gegen Abend füllte sich am Samstag das Festivalgelände am Gerstetter Skihang (oben). Die Heidenheimer von „Emyrox“ erspielten sich zum zweiten Mal in Folge den dritten Preis (unten links). „Dickes Gebäude“ (unten rechts) rockte sich zum Schluss auf den ersten Platz.
  • Gegen Abend füllte sich am Samstag das Festivalgelände am Gerstetter Skihang (oben). Die Heidenheimer von „Emyrox“ erspielten sich zum zweiten Mal in Folge den dritten Preis (unten links). „Dickes Gebäude“ (unten rechts) rockte sich zum Schluss auf den ersten Platz. 3/3
    Gegen Abend füllte sich am Samstag das Festivalgelände am Gerstetter Skihang (oben). Die Heidenheimer von „Emyrox“ erspielten sich zum zweiten Mal in Folge den dritten Preis (unten links). „Dickes Gebäude“ (unten rechts) rockte sich zum Schluss auf den ersten Platz.
Nächste Inhalte

Und zwar kein Unikum, aber dennoch überaus beachtlich, ist die Gemeinschaftsleistung, die Dutzende Helfer rund um den Gerstetter Musikverein „Harmonie“ am Wochenende aufboten, um das Bandlift-Festival am Skizentrum Greuth zum zweiten Mal in Folge zum Erfolg zu führen.

Moderiert von den bis an den Rand der Heiserkeit agierenden Brüdern Basti und Jan Jäger begann das Festival bereits am Freitag mit dem Vorentscheid zum Bandwettbewerb. „Mutwillig“ aus Schwäbisch Gmünd, „Blöff the Monkey“ (Biberach) und die Remscheider „Dickes Gebäude“ qualifizierten sich dabei per Juryvotum als zusätzliche Bands für den Samstag. Die Gerstetter von „Day“ wurden zudem vom Publikum zu einer zweiten Chance am Samstag befördert.

Dieses neue Procedere sorgte für ein sehr starkes Bewerberfeld, das noch einmal deutlich über dem Niveau des Vorjahres lag. Die Jury, bestehend aus dem Heidenheimer Musiker und Produzenten Christian Vaida, dem Bassisten Andreas Schmid (u. a. „Erpfenbrass“) und dem Autor dieser Zeilen hatte daher keine allzu leichte Arbeit, zumal sich „Dickes Gebäude“ gegen Mitternacht aufraffte, nicht nur das Publikum sondern auch die bis dahin erstellten Favoritenlisten der Jury durcheinanderzuwirbeln.

Eine brachiale Mischung aus Metal-Crossover, sehr straffen Grooves, Elektronikelementen und einem stimmigen Auftreten katapultierte die Band mit der weitesten Anreise auf Platz eins, dotiert mit einem Preisgeld von 1000 Euro.

Nur haarscharf geschlagen geben musste sich das „Tabula Rasa Orchestra“ aus Schwäbisch Gmünd, dem gleich zum Auftakt am Nachmittag das äußerst seltene Kunststück gelungen war, mit sehr lässig gespieltem Rock-Swing-Ska-Reggae-Mix eine Art Tanzzwang auf dem Gelände auszurufen. Die acht Musiker nahmen den mit 500 Euro dotierten zweiten Preis entgegen.

Die Heidenheimer Rockband „Emyrox“ gewann 2015 bereits den dritten Platz beim ersten Bandlift-Festival. Diesmal zeigte sich das Quintett um Sängerin Nadine Horn noch einmal deutlich gereift, überaus präsent auf der Bühne und mit tollen neuen Songs – und erspielte sich wiederum den dritten Preis, für den es 300 Euro gab.

Zwar ohne Preis, aber nicht allzu weit abgeschlagen, gingen die weiteren Bewerber durchs Ziel. Die Gmünder von „Mutwillig“ präsentierten hochmelodischen (Punk-)Rock mit gutem Gesang, das Trio „Blöff the Monkey“ spielte kantigen Alternative-Rock mit viel Druck. Und als wäre ein Bandname wie „Dickes Gebäude“ nicht schräg genug, flegelte am Nachmittag auch „Das Kartoffel“ aus Rottweil durch eine Mischung aus Punk, Ska und Blasmusik. „Day“ wiederum orientierte sich am „Nirvana“-Grunge der Neunziger. Als einzige Hip-Hopper im Programm hatten „Mighty & Mogge“ aus Gmünd zwar einen relativ schweren Stand, agierten aber dennoch sehr beherzt.

Zwar lagerte ein guter Teil der vielen Hundert Zuschauer gemütlich im Gras des Skihangs, bisweilen zog am Samstag aber auch das Programm auf der Nebenbühne die Massen an: So wurde denn auch der Gerstetter Max Palzer, unterstützt von Andreas Schmid, mit seinen Coverversionen zu einem heimlichen Star des Festivals. Am Samstag übernahmen dort auch „Glasmost“, der junge Liedermacher Freddy Schulz, das Duo „Head & Heart“ sowie die Heidenheimer „Mayu Fluss“ die Aufgabe, in den Umbaupausen die Stimmung auf Temperatur zu halten.

Für die Veranstalter gab es nach dem Aufbau und zwei aufreibenden Festivaltagen keine Pause: Am Sonntag ging es mit dem Blasmusik-Stimmungscup weiter, bei dem sich neun Formationen dem Publikumsvotum stellten.

Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Wie ein Heidenheimer großmächtige großdeutsche Gedanken befeuerte

Fast wäre er noch ein „Christkind“ geworden. Und doch sollte sein späteres Leben so gar nichts mit dem frommen Wunsch nach Friede auf Erden zu tun haben. weiter lesen

23128