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Auf halber Stelle Ganzes geleistet

Voll wie an Heiligabend war am Sonntag die Galluskirche, als dort Gemeindepfarrerin Eva Deimling verabschiedet wurde.

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Die Brenzer und die Bergenweiler verabschiedeten am Sonntag in der proppenvollen Galluskirche ihre bisherige Gemeindepfarrerin Eva Deimling (Mitte). Segensworte sprach Dekan Dr. Karl-Heinz Schlaudraff (rechts), Worte des Dankes und gute Wünsche kamen von Ina Banzhaf (links) im Namen des Kirchengemeinderats.  Foto: 

Der Posaunenchor, der Männergesangverein Brenz und die Sänger-Eintracht Bergenweiler gaben diesem Abschied in der Kirche eine gewisse Leichtigkeit. Die Brenzer und die Bergenweiler gönnen ihrer Pfarrerin die neue Stelle in Leinfelden und doch wissen sie, wie viel Arbeit in Brenz und Bergenweiler in einer Kirchgemeinde zu leisten ist. Und da fragt keiner, ob es eine 50- oder eine 100-Prozent Stelle ist. Dekan Dr. Karl-Heinz Schlaudraff wusste darum, als er Eva Deimling bestätigte: „Du hast geackert, gepflügt und auch gedüngt... Auch danke ich für die theologisch profilierte Arbeit hier in Brenz und in Bergenweiler und für die geistlichen Impulse.“ Zeitweise habe sie auch als Baupfarrerin gewirkt.

Bürgermeister Matthias Kraut betonte in seinem Grußwort, dass man noch lange an die beliebte Pfarrerin denken werde, „deren freundliche und sympathische Art die Herzen der Menschen erreicht hat“. Damit Eva Deimling Brenz und Sontheim nicht vergisst, bekam sie einen Bildband über den Kreis Heidenheim und eine Holzschale aus der Drechslerei Weiß. Mit einem Lied und Blumen dankte der Kindergarten, ehe Pastoralreferent Thomas Haselbauer in sehr persönlichen Worten die guten Wünsche der katholischen Glaubensgeschwister ausrichtete. Jürgen Mühlberger bestätigte namens der Sänger-Eintracht Bergenweiler, dass die Geistliche bleibende Spuren hinterlasse und auch der Festgottesdienst zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Watzelsdorf unvergessen bleibe. Gerd Höfel sprach für den Männergesangverein Brenz.

Als Eva Deimling vor knapp sieben Jahren in Brenz ihren Dienst antrat, war gerade die Pfarrstelle von einer vollen Stelle auf eine halbe Stelle reduziert worden. „Darüber haben wir lange gehadert,“ bekannte Ina Banzhaf seitens des Kirchengemeinderats. Aus zwei Kirchengemeinderatskollegien sei eines geworden. Trotz halber Stelle habe Eva Deimling doch alles im Doppelpack bekommen: Zwei Kirchen, zwei Kindergärten, zwei Teilgemeinden: „Aber nichts war der Pfarrerin zuviel.“ Unvergessen bleibe zum Beispiel die Stallweihnacht in Bergenweiler. Wacker gekämpft habe man gemeinsam, nachdem ein Blitz ins Turmkreuz der Galluskirche eingeschlagen und ein Sturm den Kirchgarten verwüstet hatte. Viele Hände wurden zum Abschied geschüttelt. Kommenden Sonntag wird Eva Deimling ein letztes Mal bei der Kirche im Grünen predigen „obwohl ich da schon verabschiedet bin.“ Dieses prima Verhältnis zu den Vereinen, zu den Menschen werde ihr fehlen. Aber es tröste, dass auch noch dem neuen Pfarrplan für Brenz und Bergenweiler „eine halbe Stelle vorgesehen bleibt“.

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