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Auch in Bolheim sind ehrenamtliche Müllsammler unterwegs

Giengen hat eine, Herbrechtingen ebenso, und seit Kurzem auch Bolheim: eine Gruppe engagierter Bürger, die sich darum kümmern, dass weggeworfener Unrat dort wieder verschwindet, wo er nicht hingehört.

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Sorgen mit ihrem Engagement dafür, dass in und um Bolheim weniger Müll das Ortsbild verunstaltet: Monika Schollmann, Helmut Benkiser und Traudl Kopp (von links).  Foto: 

Ehrenamtliches Engagement wird großgeschrieben in diesen Tagen, der Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit mit lobenden Worten bedacht. Vor die Anerkennung hat die gesellschaftliche Realität allerdings bisweilen die Bereitschaft gesetzt, sich für sein Tun belächeln zu lassen.

„Du bist schön blöd, den Unrat der anderen wegzuräumen“ – diesen Satz habe er sich nicht erst ein Mal anhören müssen, sagt beispielsweise Helmut Benkiser. Zusammen mit Traudl Kopp und Monika Schollmann bildet er das Bolheimer „Dreck-weg-Trio“, das sich vor drei Wochen zusammengefunden hat. Häme und Unverständnis lässt Benkiser aber an sich abprallen, ist stattdessen aus voller Überzeugung mit von der Partie. Dass er selbst in Giengen wohnt, spielt für ihn keine Rolle: „Es sollte schließlich überall selbstverständlich sein, dass die Leute ihren Müll nicht irgendwohin werfen, sondern ihn wieder mitnehmen und so entsorgen, wie sich das gehört.“

Traudl Kopp hofft deshalb darauf, dass der Einsatz der kleinen Gruppe erzieherische Wirkung entfaltet und so manchen zum Umdenken bringt: „Es ist doch so, dass dort leichter noch was hingeworfen wird, wo ohnehin schon etwas liegt.“ Hilfreich wäre es bei diesem Bemühen freilich, wenn sich möglichst viele weitere Mitstreiter finden ließen, merkt Monika Schollmann an.

Die Bolheimer Saubermänner und -frauen treffen sich im zweiwöchentlichen Rhythmus jeweils donnerstagnachmittags und machen sich dann mit Warnwesten, Müllsäcken und Greifern „bewaffnet“ auf den Weg. Die Verbindungsstraße zwischen Bolheim und Herbrechtingen war bereits an der Reihe, außerdem gilt das Augenmerk aktuell der Skateranlage und den Wegen Richtung Neu-Bolheim. Daneben sollen künftig auch Grillhütten unter die Lupe genommen werden.

„Wir arbeiten uns nach und nach Richtung Ortsmitte vor“, sagt der in städtischen Diensten stehende Feldhüter Rainer Frey, der die fleißigen Müllsammler unterstützt und die zusammengeklaubten Zeugnisse zivilisatorischen Fehlverhaltens zum Kreisabfallwirtschaftsbetrieb nach Mergelstetten transportiert. Bisweilen braucht's dafür ein Fahrzeug mit großer Ladefläche: Neben Flaschen, Plastik, Windeln und Papier liegt durchaus auch mal eine Matratze am Waldrand.

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