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"Manege frei" bei Zirkusfreizeit in der Arche

Bei der dreitägigen Ferienfreizeit „Manege frei“ in der Arche erlebte ein Gruppe von Kindern und Jugendlichen eindrücklich sich selbst und die Gemeinschaft mit anderen.

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Zirkusvorführung in der Arche: Die Kinder laufen über das Nagelbrett. Assistiert wird den kleinen Artisten von Theaterpädagoge und Leiter Jürgen Berger sowie seiner Tochter Miriam, die ebenfalls als Betreuerin mitmachte.

Da wurden Mut und Selbstvertrauen getankt, gelernt Grenzen zu setzen und aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Vor der abschließenden Zirkusveranstaltung gab es erstmals ein „Juggerspiel“ auf der Wiese gegenüber. Dabei stehen sich zwei mit Softschlägern bewaffnete Mannschaften gegenüber. Sieht martialisch aus. Ist eine wilde Sache. Aber es ist superfair und macht einen Heidenspaß.

„Beim Jugger darf man richtig kämpfen, ist aber auch strikt an Regeln gebunden. Man muss sich einbringen, aber auch zurückhalten“, erläutert Theaterpädagoge und „Coolnesstrainer“ Jürgen Berger, 61, aus Gütersloh den pädagogischen Hintergrund. Berger leitet von Anfang an die Kinderfreizeiten in der Arche und hat die Vorsitzende von Freunde schaffen Freude, Inge Grein-Feil, und ihren Mann Siggi bei der Ausbildung Theaterpädagogik in Weil der Stadt kennen gelernt.

„Sich selbst behaupten, dem Anderen Grenzen setzen und wie gehe ich in der Gesellschaft damit um“, nennt er dann als Intention für die Ferienfreizeit in Dischingen. Der Erfolg ist spürbar: Selbstbewusst stehen die Kinder und Jugendlichen dann in der Manege. Keiner lacht den anderen aus, wenn mal was nicht so klappt.

Die Gruppe hat sich gefunden und steht zusammen. Vor allem dann bei der abschließenden Mutprobe. Über Glasscherben laufen und sich drauflegen. Oder über ein großes Nagelbrett laufen. Wer in die Gesichter schaut, erkennt, wie wertvoll diese Erfahrung für Mut und Selbstvertrauen war und wieviel Spaß es gemacht hat.

Drei Tage waren die Kinder in den dafür perfekt geeigneten Räumen und auf dem Gelände der Arche – Tag und Nacht. Sie haben zusammen gelebt, gespielt, gegessen und gelacht. Sie kommen aus Dischingen, Neresheim, Heidenheim oder vier sogar aus Wemding.

Einhellig begeistert sind alle. Bester Beweis sind vielleicht Anika und Franziska, beide 15 Jahre alt, und dazu die 13-jährige Anna-Lena. Alle drei waren in den letzten Jahren Teilnehmerinnen und waren jetzt als junge Betreuerinnen dabei. „Ich habe gelernt, dass man sich wehren soll, aber am besten einen Streit aus dem Wege geht“, sagte die Jüngste im Bunde. Alle drei beteuern, mehr Selbstvertrauen bekommen zu haben, gelernt zu haben Verantwortung zu übernehmen und cool zu bleiben, wenn andere streiten. Nächstes Jahr wollen alle drei wieder mitmachen.

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