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Wer findet „Nemo“ und „Otis“?

Seit letztem Jahr fehlen 13 Katzen, die sonst am Sontheimer Amselweg und in der Umgebung leben. Ihre Eigentümer glauben nicht mehr an Zufall, sondern an eine gezielte Aktion von einem oder mehreren Unbekannten.

Klaus-Dieter ... | 2 Meinungen

13 Katzen sind bis dato in Sontheim verschwunden. Von zwei gab es ein vorübergehendes Lebenszeichen, wie Isolde Fässler beim Besuch der Kreisredaktion erzählte. Demnach führt die Spur Richtung Süden über die Fetzerseen hinaus: Die Katze namens „Tigger“ fand sich in einer Scheune an den Fetzerseen und hat nur noch einmal den Weg nach Hause gefunden. Von „Ronaldo“ weiß man, dass er nach seiner vermutlichen Entführung in Günzburg gefunden und dank Tätowierung nach Sontheim zurückgebracht werden konnte. Sieben Monate später, am 8. Mai 2011, wurde die Katze ein zweites Mal vermisst. Sie ist nicht mehr aufgetaucht.

Seit Januar 2010 fehlt „Lilli“. Die Vermissten-Liste umfasst nun 13 Stubentiger, darunter den schon genannten „Tigger“ und „Tiggi“, beide wurden seit dem 2. Oktober 2010 nicht mehr gesehen. Im April kamen „Polly“ und „Nemo“ nicht mehr von der Mäusejagd nach Hause. Im Mai waren „Lissi“ und „Samson“ weggeblieben. Ende August löste sich „Allegra“ in Luft auf. Im Oktober kam „Tyson“ auf die Liste der Vermissten. Die Kater „Otis“ und „Garfield“ werden seit dem Nikolaustag bzw. seit dem 9. November noch immer gesucht.

„Otis“ aus dem Hause Fässler war hellgrau bis dunkelgrau getigert. Seine Hinterpfoten waren deutlich heller als seine Vorderpfoten und die Schwanzspitze weiß. Er war acht Monate alt und noch nicht kastriert und tätowiert. Das macht natürlich die Zuordnung des Tieres zu seinen Besitzern besonders schwer, sollte es irgendwo aufgetaucht sein.

Im fraglichen Zeitraum wurden keine Katzen überfahren. Auch ist nicht bekannt, ob das eine oder andere Tier in freier Feldflur tot aufgefunden wurde. Die Katzeneltern haben auch Kontakt nach Herbrechtingen, wo Tierquäler Katzen nachstellen (wir berichteten von Fall zu Fall). Keines der Opfer stammt aus Sontheim.

Isolde Fässler machte sich zur Sprecherin der Katzen-Eigentümer: „Jedes Tier hat doch eine Seele, einen eigenen Charakter und auch Gefühle. Wie viele Kinder sind jetzt traurig. Wie viele Erwachsene haben ein lebendiges, anschmiegsames Wesen an ihrer Seite verloren und können es nicht mehr streicheln, nicht mehr das zufriedene Schnurren hören?“

Am sogenannten Hülenberg (der Bereich umfasst den Bergenweiler Weg, den Amselweg und die Bergstraße, aber auch die Sträßchen „Im Winkel“ und „Am Steinbruch“) sind insgesamt 13 Katzen spurlos verschwunden. Isolde Fässler appelliert daher an ihre Mitbürger: „Haltet die Augen offen, notiert euch Kennzeichen, wenn etwas verdächtig erscheint. Auf alle Fälle sollte Anzeige erstattet werden. Denn erst, wenn 50 Anzeigen beisammen sind, kann die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren starten.“

2 Kommentare

31.10.2012 14:23 Uhr

Tierquäler

Seit der Meldung am 31.11.2012 über die Katze mit den Metallklammern in Kopf steht fest: Es ist ein Katzenhasser und Tierquäler unterwegs.

Leute, auf ihn, wenn ihr ihn seht!

Festhalten und der Polizei übergeben.

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20.12.2011 06:53 Uhr

Was sollte das denn für eine Reglung sein:

"Denn erst, wenn 50 Anzeigen beisammen sind, kann die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren starten.“

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