Söhnstetter Forst verbucht überaus erfolgreiches Jahr

Die Söhnstetter Waldbauern der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) können auf eines der erfreulichsten Jahre in ihrer nunmehr 59-jährigen Geschichte zurückblicken. 7500 Festmeter Holz kamen 2011 zusammen.

Nicht nur die Zahl der Mitglieder hat sich im abgelaufenen Jahr auf 203 Waldbesitzer erhöht. Viel kräftiger noch kletterte die Menge an Festmetern, die 2011 eingeschlagen und verkauft wurden. Gerhard Sattler (Steinheim), der neue Vorsitzende der FBG, sprach anlässlich der Hauptversammlung der FBG im „Hirsch“ von 7500 Festmetern, die im letzten Jahr auf einer Gesamtwaldfläche von 537 Hektar im Vereinsgebiet zusammenkamen. Nicht nur Axt und Motorsäge waren dabei am Werk, ein nicht geringer Teil des Holzes wurde von Harvestern geerntet und gerückt.

Aufgeforstet wurden die Hiebflächen mit 9280 jungen Buchen, Ahornen, Kirschbäumen, Fichten und Douglasien. Mit der Vielzahl dieser jungen Bäumchen liegen die Waldbauern im Trend. Dem Mischwald gehört nach Einschätzung der Forstleute die Zukunft. Unter dem Thema „Waldumbau“ benannte Revierförster Andreas Kühnhöfer (Steinheim) anhand eines Kartenbildes alle die Standorte im Vereinsgebiet, die bedingt durch den Klimawandel spätestens im Jahr 2050 nicht mehr „fichtenfähig“ sein werden. Längere Zeitabschnitte ohne Regen verträgt die als „Brotbaum“ gepriesene Fichte nicht. Den „Umbau“ auf andere Baumarten fördere der Staat. Anträge könnten beim Fachbereich Wald und Naturschutz im Landratsamt Heidenheim gestellt werden.

Revierförster Markus Kraus betreut derzeit die Försterei in Dischingen. Er beobachtet den Holzmarkt und geht davon aus, dass die Holzpreise bis zur Jahresmitte 2012 stabil bleiben. Die Sägeindustrie, so Kraus, habe hohe Kapazitäten aufgebaut, brauche zwar Holz, könne die hohen Einkaufspreise jedoch nicht weitergeben.

Mit den Finanzen der FBG hat Rechner Hans Mack (Gnannenweiler) keine Sorgen. Seine Kollegen Johannes Grötzinger und Wolfgang Niederberger (beide Gnannenweiler) hatten Macks Unterlagen geprüft und bescheinigten ihm eine solide Kassenführung. Solide geführt hat auch Albert Stegmaier (Küpfendorf) die Protokolle der Betriebsgemeinschaft, aus denen er der Versammlung berichtete.


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