Digitale Warnschilder kommen in Herbrechtingen zum Einsatz

Unmittelbare Konsequenzen für Temposünder haben die digitalen „Sie fahren . . . km“-Anzeigen am Straßenrand nicht. Allerdings ziehen sie mitunter gezielte Geschwindigkeitsüberwachungen nach sich. Demnächst ist die Schillerstraße in Herbrechtingen an der Reihe.

Es muss nicht immer Absicht sein. Manchmal ist man als Autofahrer auch aus purer Unachtsamkeit zu schnell unterwegs. Zumindest beim einen oder anderen zeigen dann die „Sie fahren. . . km“-Tafeln Wirkung, die an wechselnden Stellen im örtlichen Straßennetz das aktuelle Tempo anzeigen. Immerhin signalisiert das Blinken der dargestellten Zahl, dass es geboten ist, den Fuß etwas vom Gaspedal zu nehmen.

Diese digitale Form des erhobenen Zeigefingers hat für den Fahrer zunächst einmal keinerlei rechtlichen Folgen. Gleichwohl könnten sich solche mit gewisser zeitlicher Verzögerung einstellen. Dann nämlich, wenn jemand sein Fahrverhalten der automatisierten Aufforderung zum Trotz partout nicht ändern will, aufgrund der Vielzahl der zuvor registrierten Geschwindigkeitsüberschreitungen jedoch plötzlich ein Blitzer am Straßenrand steht.

Das könnte demnächst an der Schillerstraße der Fall sein. Nachdem dort bei einer Messung Anfang Januar 2000 Fahrzeuge unter die Lupe genommen worden waren und sich gezeigt hatte, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit in der Tempo-30-Zone bei 41 Stundenkilometern lag, beauftragte das Rathaus die Landkreisverwaltung mit einer regulären Geschwindigkeitsmessung. Die Kosten trägt die Stadt, die über kein eigenes Blitzgerät verfügt.

Laut Andreas Hegele, dem Leiter des Sachgebiets Bürgerservice, ist die Entscheidung, wo die „Sie fahren . . . km“-Schilder aufgestellt werden, maßgeblich von Anregungen bzw. Beschwerden aus der Bevölkerung beeinflusst. Dem Empfinden von Anliegern gemäß wird demzufolge auch auf der Stangenhaustraße und im Baugebiet Hinteres Feld gerne zu flott gefahren. Ob dieser Eindruck stimmt, zeigen im Einzelfall die vor Ort mittels eines Laptops ausgelesenen Daten.


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Autor: MICHAEL BRENDEL | 03.02.2012

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