Asselfingen gewinnt Tauzieh-Wettbewerb der Feuerwehren
Etwas weniger Mannschaften als beim letzten Turnier vor zwei Jahren waren diesmal beim Tauzieh-Wettbewerb der Feuerwehren am Samstag in Bergenweiler am Start. In einem spannenden Finale verdiente sich Asselfingen den Wanderpokal.
Es war dies das zehnte Turnier, das die Feuerwehr Bergenweiler ausrichtete. Das sagte Uli Steeger, der Kommandant, der zugleich Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes ist, in seiner Begrüßung. Bürgermeister Matthias Kraut zeigte sich einmal mehr davon beeindruckt, was im kleinen Bergenweiler aufgrund des vorbildlichen Bürgersinns alles an Veranstaltungen möglich sei.
Auch Kraut wünschte den Tauziehern tolle Wettkämpfe und stets genug Stehvermögen. Denn wer fällt, den zieht der Gegner erbarmungslos über den grünen Rasen.
Eine Neuerung kündigte Uli Steeger für den Wettkampf im Jahre 2013 an. Die Mannschaften werden dann jeweils nur noch sechs Personen umfassen. Die „alte“ Regel, wonach Feuerwehren in der gewohnten Gruppenstärke von neun Mann antreten, lässt sich auf Dauer nicht mehr durchhalten. Und doch geschieht das Tauziehen auch dann nach den hochoffiziellen Tauzieh-Richtlinien.
Mit der kleineren Mannschaft hoffe man künftig zu vermeiden, dass ein Team passen muss, weil das eine oder andere Mitglied urplötzlich nicht zum Turnier angetreten konnte.
Seilzieh-Wettkämpfe haben eine große Tradition und ihre Anfänge in der Antike. Hinweise auf rituelles Seilziehen sind in Burma, in Indien, auf Hawaii und auf Borneo, aber auch im Kongo und auf Neuguinea nachgewiesen. 500 v. Chr. diente das Tauziehen in Griechenland als die richtige Vorbereitung auf andere Sportwettkämpfe. Erst 1000 nach Christus wurde das Tauziehen allmählich auch in Europa verbreitet. Ab Ende des 19. Jahrhunderts geschah dies dann auf sportlicher Ebene.
Den Exkurs in die Geschichte machte der Turnierleiter Uwe Welsch aus Afalterried. Bei der späteren Siegerehrung war auch Kreisbrandmeister Rainer Spahr zugegen, der – so Uli Steeger – besonders auch mit den Mannschaften aus den Nachbarlandkreisen mitgefiebert habe. Steeger zog ein positives Fazit der Wettkämpfe: „Wir haben einen tollen Tag und faire Wettkämpfe erlebt.“ Rainer Spahr betonte den kameradschaftlichen Effekt solch einer Veranstaltung. Tauziehen fordere den Teamgeist als solches und das zusammen an einem Strick in eine Richtung ziehen.
Bei den Jugendfeuerwehren kam Riedheim-Weisingen auf Platz 1 vor Söhnstetten und Bächingen.
Bei den Einsatz-Abteilungen war Asselfingen am zugkräftigsten und holte sich den Turniersieg. Platz 2 ging an Ochsenberg, Rang 3 an Böhmenkirch. Riedheim-Weisingen wurde Vierter, Sontheim/Brenz Fünfter, Söhnstetten Sechster und Bergenweiler kam auf den undankbaren siebten Platz.
Der kürzeste Zug bei den Einsatz-Abteilungen dauerte gerade mal zehn Sekunden; der längste Zug endete nach einer Minute und 30 Sekunden. Bei den Jugendfeuerwehren war ein Zug nach zwölf Sekunden vorüber; der längste Zug war hingegen mit einer Minute und vier Sekunden notiert worden.
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Autor: Klaus-Dieter Kirschner | 12.09.2011
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Trotz sommerlicher Hitze schenkten sich am Samstagnachmittag die Teams beim Tauziehwettbewerb der Feuerwehren die beteiligten Mannschaften in Bergenweiler wirklich nichts.
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