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Industriepark A7: 2,5 Hektar sollen verkauft werden

Der Zweckverband will seinen Schuldenstand im kommenden Jahr um 1,4 Millionen Euro verringern und bis 2020 sämtliche Verbindlichkeiten abbauen.

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Eines der laufenden Vorhaben im Industriepark: der Neubau der Firma Reinhold Hördegen Wassertechnik, hier auf einer Aufnahme vom 23. Oktober zu sehen.  Foto: 

Läuft alles wie geplant, dann ist der gemeinsam von den Städten Giengen und Herbrechtingen betriebene Zweckverband A 7 im Jahre 2020 schuldenfrei. „Aber auch grundstücksfrei“, wie Herbrechtingens Bürgermeister Dr. Bernd Sipple am Montagabend in der Sitzung der Verbandsversammlung anmerkte.

Sipple, der für den erkrankten Vorsitzenden, Giengens Rathauschef Gerrit Elser, eingesprungen war, legte aber Wert auf die Feststellung, der Verband sei in den mittlerweile 19 Jahren seines Bestehens sparsam mit seinen Flächen umgegangen: „Wir haben nicht an jeden X-Beliebigen verkauft, sondern sind stets mit Maß und Ziel vorgegangen.“

Um das angestrebte Ziel zu erreichen, müssen in den kommenden vier Jahren durchschnittlich zweieinhalb Hektar Fläche verkauft werden. Heuer wurde zusammengenommen knapp ein Hektar an zwei Bauherren veräußert. Beide Vorhaben laufen bereits. Zum Vergleich: Der Industriepark ist 42 Hektar groß.

Zum Abschluss des Zeitraums könnte laut Thomas Diem, dem Kaufmännischen Geschäftsführer, im Idealfall ein Überschuss in der Höhe von 1,2 Millionen Euro zu Buche stehen, der dann zu gleichen Teilen an die beiden Städte ausgeschüttet würde. Hermann Mader gab zu bedenken, „dass wir aber keinen Riesen-Reibach machen, weil man ja die Umlage gegenrechnen muss, die die Städte bis dahin aufzubringen hatten.“ Im kommenden Jahr bedarf es einer solchen nicht, weil die jüngsten Grundstücksverkäufe für ein ausreichendes Maß an liquiden Mitteln gesorgt haben.

Dem einstimmig verabschiedeten Wirtschaftsplan zufolge soll 2017 eines der aktuell drei Darlehen komplett getilgt werden. Der Schuldenstand sinkt dadurch um 1,4 auf 3,3 Millionen Euro. Insgesamt betrachtet, stehen Erträgen von 413 000 Euro rund 237 000 Euro an Aufwendungen gegenüber, woraus sich ein voraussichtliches Plus in Höhe von 176 000 Euro errechnet.

150 000 Euro sind dafür vorgesehen, den noch nicht sanierten Abschnitt der von der Ziegelei in Richtung Kirchhöfle führenden Straße „Ziegelei“ auf Vordermann zu bringen. Christine Mack stellte die Frage nach der Notwendigkeit, da es sich im weiteren Verlauf um einen Schleichweg zwischen Herbrechtingen und Autobahn handele.

Diem wies darauf hin, dass die Verbindung für Anlieger frei sei und die Einhaltung dieser Vorschrift regelmäßig kontrolliert werde. Da die Technischen Werke Herbrechtingen in dem betreffenden Teilstück ohnehin Leitungen verlegen wollten, biete es sich an, Unterbau und Bankette auszubessern und einen neuen Fahrbahnbelag aufzubringen. Dem Technischen Geschäftsführer Helmut Schönberger zufolge handelt es sich um eine Straßenfläche von rund 800 Quadratmetern.

Auf die mittelfristige Bank geschoben ist die gesetzlich neu geregelte Umsatzbesteuerung der öffentlichen Hand. Da es derzeit noch eine Reihe offener Fragen gibt, macht der Verband von dem Optionsrecht Gebrauch, bis Ende 2020 an der bisherigen Praxis festzuhalten.

Am Rande der Sitzung wurde Hannelore Büchele in den Ruhestand verabschiedet, die viele Jahre lang als Kassenverwalterin für den Zweckverband tätig gewesen war. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Sandra Clemenz bestellt.

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