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230 Meter hohe Windräder bei Neuselhalden geplant

Schweizer Honold plant zwei weitere große Anlagen. Trotz einiger Bedenken wird die Stellungnahme der Gemeinde Steinheim positiv ausfallen.

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Eine Nabenhöhe von 195 Meternhaben die Anlagendes Typs Enercon 141.Foto: Enercon GmbH  Foto: 

Spricht man über den Bau neuer Windkraftanlagen so spricht man mittlerweile durchaus von neue Dimensionen. Wie jetzt auf Gemarkung Neuselhalden und Söhnstetten: Südlich des bestehenden Windparks plant der Betreiber Schweizer Honold zwei weitere Anlagen – mit einer Nabenhöhe von stolzen 159 Metern.

Inklusive Rotorblätter wird damit jede Anlage knapp 230 Meter hoch sein und die bestehenden 139 Meter hohen Windräder damit trotz abschüssigem Gelände weit überragen.

Von Beginn an hatte sich die Gemeinde Steinheim nicht gegen die Errichtung von Windkraftanlagen auf den Vorrangflächen ihrer Gemarkung gewehrt – und sie wird es auch in diesem Fall nicht tun: „Wir waren immer der Auffassung, dass wir unseren Beitrag für regenerative Energien leisten wollen“, sagte Bauamtsleiter Manfred Abele am Dienstagabend im Ausschuss für Umwelt, Bauwesen und Verkehr, wo die Pläne vorgestellt wurden.

Abstand: 720 und 750 Meter

Wichtig für die Bewohner Neuselhaldens: Die beiden Windräder sollen in einer Entfernung von 720 bzw. 750 Meter von der Bebauung aufgestellt werden.

Der Mindestabstand laut Regionalplan liegt bei 700 Metern. Für Gemeinderat Christoph Müller (FWV) nicht weit genug: „Mit der nördlichen Anlage könnte ich da vielleicht noch mitgehen, aber nicht mit der südlichen.“ Gerne hätte er noch mehr Informationen, bevor die Gemeinde ihre Stellungnahme zum Projekt abgibt. Das Problem: Die Frist läuft am 11. Dezember ab.

Zumindest versprach Bürgermeister Olaf Bernauer die Anregung seitens der Gemeinde einfließen zu lassen, die Anlagen noch ein Stück weiter vom Ort entfernt zu errichten. Ob dies dann auch so umgesetzt wird, steht in den Sternen. Verpflichtet dazu ist der Betreiber nicht: Sind alle rechtlichen Vorgaben eingehalten, hätte die Gemeinde keine Handhabe.

„Eines ist aber klar“, so Bernauer weiter: „Sollte sich herausstellen, dass irgendwelche Vorgaben nicht eingehalten werden, dann ist das Vorhaben ohnehin vom Tisch.“ Alles werde in den nächsten Verfahrensschritten genauestens geprüft.

Zusätzlich zum Wunsch nach einem größeren Abstand zu Neuselhalden wird ein weiterer Punkt in die Stellungnahme aufgenommen: Sollte es bei der Anlieferung und bei der Montage der Bauteile zu Schäden, etwa an den Straßen und Zufahrtswegen, kommen, wird der Betreiber dafür haften.

Fürs Erste stimmten der UBV-Ausschuss dafür, das Vorhaben in der Stellungnahme positiv zu bewerten – bei einer Enthaltung und der zuvor angekündigten Gegenstimme von Christoph Müller.

230 Meter hohe Windräder auch in Nattheim geplant

Nicht nur die Schweizer Honold GmbH plant bei Neuselhalden in neuen Dimensionen. Auch die Stadtwerke Heidenheim wollen Windkraftanlagen vom Typ Enercon 141 im Windpark Nattheim auf Nattheimer und Heidenheimer Gemarkung bauen.

Laut Bauamt der Gemeinde sind diese Pläne auch noch aktuell: Das Projekt befinde sich im Planungsstatus.

Die Windkraftanlagen des Typs 141 des Herstellers Enercon sind getriebelos und haben eine Leistung von 4200 Kilowatt.

Ein Größenvergleich mit dem Ulmer Münster zeigt die Dimensionen der neuartigen Windkraftanlagen auf: Die Spitze des Münsters würde lediglich bis zur Nabe eines Windrads reichen und wird damit insgesamt noch einmal um 70 Meter überragt.

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