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150 Einwände gegen Rückbau des AKW Gundremmingen

Bei einer öffentlichen Anhörung stellten sich der AKW-Betreiber und Vertreter des bayerischen Umweltministerium Kritikern des Rückbaus des AKW Gundremmingen.

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Das AKW Gundremmingen: Ab 1. Januar 2018 soll Block B zurückgebaut werden während Block C nebenan weiterläuft.  Foto: 

Insgesamt 150 Einwände waren für einen Erörterungstermin eingereicht worden, der diese Woche im Gundremminger Sportzentrum im Kreis Günzburg abgehalten wurde. Vertreter des bayerischen Umweltministeriums, des bayerischen Landesamts für Umwelt sowie des AKW-Betreibers nahmen dabei Stellung zu Zweifeln und Kritik, die von Bürgern, aber auch von Parteienvertretern gegenüber dem geplanten Rückbau von Block B vorgebracht wurden.

Die am häufigsten geäußerte Sorge betraf die Tatsache, dass Reaktor B ab 1. Januar 2018 rückgebaut werden soll, während der baugleiche Block C nebenan noch bis Jahresbeginn 2022 weiterlaufe und Strom produziere. Im Abklingbecken von Reaktor B befinden sich zudem während des Rückbaus noch Brennstäbe, da diese erst nach fünf Jahren in Castorbehälter umgeladen und ins Zwischenlager gebracht werden können. Weiter wurde die Befürchtung geäußert, dass sich für die Bevölkerung eine höhere Strahlenbelastung durch den Rückbau ergebe als während des Betriebs.

Auf diese und zahlreiche weitere Kritikpunkte gingen AKW-Betreiber und Ministeriumsvertreter zwar ein, beschwichtigten jedoch, dass der parallel zum Betrieb von Block C stattfindende Rückbau keine Gefahren berge und alle gesetzlichen Grenzwerte eingehalten würden. Laut einem Bericht des bayerischen Rundfunks bezeichnete der AKW-Betreiber den Rückbau generell als sicherheitstechnisch unbedenklich, er sei vergleichbar mit einer Revision.

Alle vorgebrachten Einwände werden nun noch vom bayerischen Umweltministerium geprüft. Anschließend wird erwartet, dass die Genehmigung zum Rückbau erteilt wird. Der vorgesehene Abschalttermin für Block B ist der 31. Dezember 2017.

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