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Wohnen mit Unterstützung an der Clichystraße

Einweihung des "Wohnhauses" für psychisch Kranke an der Clichystraße. „Dieses Angebot schließt eine Lücke im Teilhabeplan für Menschen mit seelischer Behinderung“, meinte Landrat Thomas Reinhardt.

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LWV-Geschäftsführer Joachim Kiefer am Rednerpult.  Foto: 

So selbstbestimmt und eigenverantwortlich wie möglich sollen Menschen mit einer chronischen psychischen Erkrankung und zusätzlichem Pflegebedarf leben können, sagte Joachim Kiefer, Geschäftsführer der LWV Eingliederungshilfe gestern. Dafür hat seine Einrichtung jetzt in Heidenheim ein „Wohnhaus“ eröffnet, in dem 24 Menschen mit seelischer Behinderung und gleichzeitigem Pflegebedarf leben können. Das Haus an der Clichystraße, das auf einem früheren Parkplatz der Kreissparkasse entstand, besteht aus vier stationär betreuten Wohngemeinschaften, in denen jeweils fünf Menschen leben können. Darüber hinaus gibt es noch vier Appartements für Menschen, die nur ambulante Pflegeleistungen benötigen.

Inklusion, also die gesellschaftliche Teilhabe von behinderten Menschen, bezeichnete Prof. Roland Klinger, Direktor des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, als Herausforderung für die Gemeinden. Um diese zu ermöglichen, sei man in den letzten Jahren dazu übergegangen, statt großer zentraler Einrichtungen dezentrale ambulante Angebote zu schaffen. Am neuen „Wohnhaus“ in der Clichystraße lobte er dessen zentralen Standort mitten in der Stadt. „Das ist wichtig für Menschen mit Behinderung“, so Klinger. Er lobte aber auch den Mut der Bewohner, sich in eine solche neue Wohnsituation zu begeben. „Es ist eine Herausforderung, die Behütetheit einer stationären Einrichtung zu verlassen“, sagte er.

„Dieses Angebot schließt eine Lücke im Teilhabeplan für Menschen mit seelischer Behinderung“, meinte Landrat Thomas Reinhardt. Die Verbindung von stationären und ambulanten Betreuungsangeboten unter einem Dach schaffe niederschwellige Angebote, so der Landrat. Auch er betonte die Bedeutung des innerstädtischen Standortes: „Erst wenn ein Umfeld mit sozialen Kontakten gegeben ist, wird Teilhabe wirklich möglich.“

Geleitet wird das „Wohnhaus“ von der Sozialpädagogin Britta Glanerschulte, sie soll auch dafür sorgen, dass Kontakte zu Kirchengemeinden, Vereinen und anderen Trägern von Behinderteneinrichtungen in der Stadt entstehen. Es sind schon Bewohner eingezogen, aber noch nicht alle Plätze im „Wohnhaus“ belegt.

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