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Winter im Waldkindergarten: Wie geht das?

Pädagogin Maria Charisius leitet den Waldkindergarten im Ugental. Sie erzählt, warum es im Winter draußen besonders schön ist.

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Die Kinder im Waldkindergarten fühlen sich auch im Winter draußen wohl.  Foto: 

Seit mehr als vier Jahren gibt es den Waldkindergarten beim Talhof, seit diesem Jahr gibt es eine zweite Gruppe. Die Kinder, die hier betreut werden, verbringen die meiste Zeit des Tages im Freien. Die Leiterin Maria Charisius weiß, warum es ihnen hier so gut gefällt.

Eisiger Wind, Schnee überall: Wie gefällts den Kleinen in diesen Tagen im Wald?

Maria Charisius: Hervorragend, würde ich sagen. Wir haben zwei zehn Meter lange Waldwägen, in denen wir Morgenkreis machen und frühstücken. Man kann sich dort am Holzofen wärmen. Manche Kinder wollen trotzdem nur ungern rein, und die allermeisten wollen nach dem Pflichtprogramm sofort wieder raus.

Wie viele Stunden verbringen sie im Freien?

Im Sommer sind es in der Kernzeit fünf. Wenn Schnee liegt, ziehen wir uns nach dem Frühstück an und bleiben draußen von etwa 10 Uhr bis zum Abholen um halb zwei.

Frieren die Kinder nicht irgendwann?

Qualitativ hochwertige Kleidung ist wichtig, wenn man so viel draußen ist. Trotzdem wird es natürlich irgendwann kalt, aber das schadet nicht, im Gegenteil. Unsere Tagesdokumentationen der letzten Jahre stützen meine These: Kinder sind robuster und weniger krank als in Regelkindergärten, wenn sie sich auch mal richtig durchfrieren dürfen. Die Konfrontation mit der Natur stärkt das Immunsystem.

Gibt es Kinder, die an besonders kalten Tagen lieber wieder nach Hause wollen?

Ganz selten, und wenn, dann sind das eher die ganz Kleinen, die frisch bei uns sind. Ich erinnere mich gut an einen Jungen, der nach den Feiertagen mal zu mir gesagt hat: „Du, Maria, nie wieder Ferien machen, ok?“. Eltern berichten uns, dass die Kinder total nörgelig sind, wenn sie mal daheimbleiben müssen. Für die Eltern kann das nervig, sein, uns freut das natürlich.

Was spielen die Kinder im Winter besonders gern?

Poporutscher ist immer gut. Und wenn Schnee liegt, ist der unsere Waschmaschine. Die Kinder kullern dann solange den Weg runter und bis in den Wedelgraben rein, bis der Dreck ab ist.

Winter oder Sommer? Welches ist die schönere Zeit im Waldkindergarten?

Ich liebe alle vier Jahreszeiten. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich Winter sagen. Im Sommer leiden wir manchmal unter der Hitze. Da müssen wir uns beeilen, dass wir rechtzeitig in den Schatten kommen und können nicht so weite Strecken gehen. Kühler ist besser.

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