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Wie geht's weiter im Umfeld des Ploucquet-Areals?

Mit dem sich im nächsten Jahr 2015 abzeichnenden Abschluss der Bebauung des Ploucquet-Areals gerät nun verstärkt das westlich angrenzende Umfeld dieses neu geschaffenen City-Quartiers ins Blickfeld der Planer: Platz für weitere Perspektiven der Stadtentwicklung?

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Die Ploucquetstraße als mögliche Entwicklungsachse: Im Blickpunkt steht die gegenüber des Neubaugebiets liegende Häuserzeile, in der die Essinger Wohnbau GmbH bereits früher zwei Immobilien – gelbes und graues Gebäude – erworben hat.  Foto: 

Mit dieser Frage beschäftigt man sich nicht nur im Heidenheimer Rathaus, wo man das Ploucquet-Areal schon immer aus höherer Warte betrachtet und nie isoliert gesehen hat. Auch die Essinger Wohnbau GmbH, die auf dieser zur Zeit größten Baustelle Heidenheims die Rolle des Platzhirsches spielt, hat bereits früh den Blick über den Bauzaun hinaus geschaut und die Ploucquetstraße als eine Art Schlüsselstelle für weitere Schritte der Stadterneuerung erkannt – und sich vor gut zwei Jahren erstes Terrain gesichert.

Seitdem ist die Wohnbau-Gesellschaft im Besitz der beiden Häuser mit der Nummer 16 und 18, die von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde übernommen worden sind. Bislang hat der neue Eigentümer noch nicht entschieden, was mit diesen Immobilien geschehen soll, ob sie auf Dauer stehen bleiben und modernisiert werden oder zumindest mittelfristig aus dem gewohnten Stadtbild verschwinden und einer Neubebauung Platz machen – was eine wie auch immer, vermutlich anders gestaltete Fortsetzung der auf dem Ploucquet-Gelände vorgenommenen Erschließung bedeuten würde.

Momentan laufen in dieser Frage Voruntersuchungen, die bereits in absehbarer Zeit zu Ergebnissen führen sollen. „Bis Ende des Jahres wollen wir entscheiden, wir wir weiter vorgehen wollen,“ sagt Horst Enßlin, der Geschäftsführer der Wohnbaugesellschaft, der in dieser Frage eine fundierte Antwort sucht, also keinesfalls hektisch vorgehen will. „Wir müssen wissen, was in Heidenheim nachgefragt wird, was der Wohnungsmarkt hergibt, was Planer für Vorstellungen haben,“ so sein Statement, das mit dem Hinweis verbunden ist, dass die Leute derzeit wieder verstärkt Wohnimmobilien kaufen. Dies gilt auch und gerade fürs neugestaltete Ploucquet-Areal, dessen sich rundendes Bild zunehmend Gefallen findet – und wo sich die mutige Investition der Essinger ausgezahlt hat, sind doch aktuell nur noch 15 von 180 Einheiten zu haben.

Die auf diesem innerstädtischen Filetstück gemachten Erfahrungen sollen auch in die jetzt laufenden Projektentwicklung-Überlegungen der Wohnbaugesellschaft einfließen, die von Oberbürgermeister Bernhard Ilg grundsätzlich gut geheißen werden. „Wir sind dankbar, dass sich jemand Gedanken macht und sich einbringt,“ so seine Haltung, die sich nicht zuletzt aus der Erkenntnis ableitet, dass es sich bei der Ploucquetstraße um eine wichtige Entwicklungsachse handelt. Gleichzeitig weist der Rathaus-Chef auf die Komplexität der Eigentumsverhältnisse in der langgestreckten Häuserzeile dieses Straßenzuges hin und neigt vor diesem Hintergrund dazu, eher jenem nördlich gelegenen Areal Priorität einzuräumen, das planerisch wieder frei geworden ist, nachdem dort nun doch kein Gesundheitshaus realisiert wird.

Die Frage, was künftig in der Ploucquetstraße geschieht, wird auch den Kinderschutzbund interessieren. Der Verein ist im Haus Nr. 20 untergebracht, das sich noch im städtischem Eigentum befindet, aber im Zuge einer Neuentwicklung dieses Gebiets durchaus den Besitzer wechseln und auf die Rote Liste geraten könnte. Weil die weiterhin ungekündigten Räumlichkeiten zudem beengt sind, hat man sich beim Kinderschutzbund bereits vor geraumer Zeit nach einem neuen Domizil umgeschaut, diese Suche aber nicht weiter intensiviert. „Wir können hier länger bleiben als gedacht,“ so Geschäftsführerin Britta John, die derzeit keinen Handlungsbedarf für einen Ortswechsel sieht – ungeachtet der bleibenden Raumnot, der es eben mit kreativen Lösungen zu begegnen gelte.

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