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Wedel wird zwischen Jaekle-Platz und Rathaus in Schuss gebracht

Sicherlich gibt es beliebtere Baustellen als die Sanierung des Wedelbauwerks. Dennoch ist sie dringend notwendig. Aus diesem Grunde wird im kommenden Jahr ein weiterer Sanierungsabschnitt begonnen und zwar im Bereich zwischen dem Eugen-Jaekle-Platz und dem Rathaus.

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Im kommenden Jahr soll mit der Sanierung des unterirdischen Wedelbauwerks zwischen dem Eugen-Jaekle-Platz und dem Rathaus begonnen werden.  Foto: 

Seit mehr als zehn Jahren begleitet das Thema Wedelsanierung nun schon die Stadtverwaltung– und mit ihr auch viele Heidenheimer. Vor zwölf Jahren nämlich hat die Sanierung jenes unterirdischen Bauwerks begonnen, das den kleinen Bach zähmt, der nur zeitweise Wasser führt. Vor dem Jahr 1929 hatte das Gewässer in Heidenheims Innenstadt immer wieder vor allen Dingen in Zeiten der Schneeschmelze für heftige Überschwemmungen gesorgt, doch dann wurde der Wedel in die Kammern„gesperrt“, durch die er heute noch unterirdisch durch die Stadt fließt.

Doch im Laufe der vielen Jahrzehnte wurde das Bauwerk immer maroder und so begann man im Jahr 2000 mit der Sanierung der Anlage. Im Bereich des Eugen-Jaekle-Platzes wurde knapp zwei Jahre lange gebaut, investierte die Stadt knapp vier Millionen Mark, um das Bauwerk abzusichern und für die kommenden Jahrzehnte abzudichten. Im Zuge dieser Sanierung wurde auch der Eigen-Jaekle-Platz neu gestaltet.

So richtig los ging es dann fünf Jahre später. Ende 2007 rückten die Baumaschinen an der Weststadtkreuzung an, um den Auftakt zu einer vier Jahre andauernden Großbaustelle zu machen. Erst Mitte 2011 war das Vorhaben abgeschlossen, das, in drei Bauabschnitte aufgeteilt, das in den 1960er Jahren entstandene Wedelbauwerk zwischen der Weststadtkreuzung und dem Parkhaus Clichystraße für die kommenden 50 Jahre ertüchtigen sollte. Mit dieser Dauerbaustelle einher gingen zahlreiche Verkehrsbehinderungen, und auch die Anlieger in der Clichystraße mussten erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen. Das hoch aufwendige Sanierungsverfahren verschlang insgesamt immerhin 15 Millionen Euro, 6,6 Millionen Euro steuerte der Bund bei, 8,4 Millionen Euro musste die Stadt Heidenheim beitragen.

Seit der Fertigstellung des letzten Sanierungsabschnitts in der Clichystraße Mitte 2011 ruht die Großbaustelle Wedel. Doch bereits im kommenden Jahr soll es weitergehen. Wie dem Haushaltsplanentwurf für 2013 zu entnehmen ist, sind im kommenden Jahr 300 000 Euro für die weitere Sanierung des Wedelbauwerks vorgesehen. In seiner Rede zur Haushaltseinbringung streifte Oberbürgermeister Bernhard Ilg das Thema nur kurz:„Nicht beliebt aber notwendig ist die weitere Sanierung des Wedelkanals. Als nächstes folgt der Abschnitt vom Eugen-Jaekle-Platz bis zur Christianstraße.“ Nähere Details zu den Planungen will man im Rathaus derzeit noch nicht bekanntgeben.

Doch ein Blick in den Haushaltsplanentwurf zeigt, dass es mit den 300 000 Euro für 2013 nicht getan sein wird. Denn zusätzlich zu dieser Summe enthält das Zahlenwerk Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Dies ist notwendig um sicherzustellen, dass begonnene Bauarbeiten auch fertiggestellt werden können. So ist fürs Jahr 2014 der größte Batzen mit1,2 Millionen Euro vorgesehen, eine weitere halbe Million Euro wird voraussichtlich 2015 in die Sanierung des Wedelbauwerks investiert. Mit diesem Bauabschnitt wird ein weiteres Stück des ältesten Teils des Wedelbauwerks, das ebenfalls aus dem Jahr 1930 stammt, saniert. Doch im Unterschied zum Abschnitt in der Clichystraße ist im nun folgenden Bereich einer Planung aus dem Jahr 2007 zufolge lediglich eine„vorbeugende Unterhaltung“ vorgesehen.

In diese Klassifizierung fällt auch das dann noch verbleibende Stück des unterirdischen Bauwerks, das insgesamt immerhin 1,8 Kilometer lang ist. Denn der Wedel wird unter der Grabenstraße, dann durch die Straße Am Wedelgraben und die St. Pöltener Straße geführt, wo er schließlich bei der Firma Voith in die Brenz mündet.

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