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Was heißt schon alt sein?

„Alt sein – was heißt das schon?“ unter diesem Motto hat die Maria-von-Linden-Schule jetzt ihren „Tag der Pflege“ veranstaltet. Viele Schüler der Heidenheimer Schulen, aber auch andere interessierte Gäste informierten sich dabei über die komplexen Herausforderungen moderner Pflegeberufe.

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Wie fühlt sich alt sein an? Der „Alterssimulationsanzug“ war beim Tag der Pflege ein Renner – nur im übertragenen Sinn natürlich.  Foto: 

Schon im Vorfeld hatten Schüler Arbeiten zum Thema „So stell ich mir das Alter vor“ eingereicht. Interessante Kunstwerke entstanden und wurden prämiert. In seiner Begrüßung betonte Schulleiter Willi Bennegger die Bedeutung der Pflegeberufe durch den demografischen Wandel: Altenpflege sei heute eine hochprofessionelle Begleitung betagter Menschen mit hervorragenden, beruflichen Zukunftschancen.

An vielen Stationen erfuhren die Besucher, was es heißt, mit den Gebrechen des Alters umzugehen: „Mit dem Anzug merkt man erst richtig, wie sich ältere Menschen fühlen und vor allem, wie schwer es für sie ist, die kleinen Dinge im Alltag zu schaffen,“ so eine Schülerin der Berufsfachschule, als sie wieder aus dem „Alterssimulationsanzug“ befreit wurde. „Man fühlt sich richtig hilflos und merkt, wie wichtig es ist, dass einem in der Situation geholfen wird.“ Der Anzug stellt mit beschwerter Weste, Klettbändern an Knien und Handgelenken, sichterschwerender Brille und Industriekopfhörern nach, mit welchen Problemen ältere Menschen im Alltag zu kämpfen haben und gehörte zu den meistfrequentierten Stationen.

Ziel der Informationsveranstaltung war es, zum einen die komplexen Herausforderungen professioneller Altenhilfe darzustellen und zum anderen über die verschiedenen Karrierechancen der unterschiedlichen Berufsbilder zu informieren. So konnten Schüler in verschiedenen Workshops neben der Alterssimulation auch im Hindernisparcours die alltäglichen Schwierigkeiten von Menschen mit Gehbehinderung nachempfinden. Selbst kräftigen Jugendlichen machten die Rampen und Anstiege vor dem beruflichen Schulzentrum zu schaffen: „Das ist echt schwer, so alleine im Rollstuhl hier überall durchzukommen.“

In den Pflegeräumen bot das Kollegium in Zusammenarbeit mit Auszubildenden kurze Minilektionen an, welche über interessante Themen der Ausbildung, wie zum Beispiel den Umgang mit Demenz informieren sollten.

Es gab Gelegenheit an Ständen die verschiedenen regionalen Ausbildungsträger Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt, Brenzblick-Residenz, der Hansegisreute, ASB und PAN kennenzulernen, bereits erste Kontakte zu einem möglichen künftigen Arbeitgeber herzustellen und an einer Ausbildungsbörse weitere freie Stellen zu finden.

So wurden nicht nur Schüler und Menschen, die sich eine Karriere im breiten Berufsfeld der Altenpflege vorstellen können, angesprochen. Die Kollegen und Kolleginnen der Altenpflege, unterstrichen ebenfalls wie wichtig ein solcher Tag sei, um die Zusammenarbeit von Ausbildungsbetrieb und Berufsschule weiter stärken und intensivieren zu können.

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