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Voith-Neubau: Punktlandung für 160 Tonnen

Es war der wohl spektakulärste Akt des gesamten Baus: Das neue Voith-Ausbildungszentrum an der Brenz hat gestern seine Dachkonstruktion aufgesetzt bekommen. Vier Kräne platzierten die 160-Tonnen-Konstruktion in über 20 Metern Höhe.

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Stahlbau in XXL: In nur knapp 25 Minuten erhielt das künftige Voith-Ausbildungszentrum auf dem Ploucquet-Areal gestern sein Dachtragwerk. Die 160-Tonnen-Konstruktion ist weit mehr als ein Dach: An ihr werden die beiden oberen Etagen des Gebäude aufgehängt. Die Stahlträger außen (oben links) halten vor allem die Fassade.  Foto: 

Eigentlich hat Thomas Born einen Logenplatz. Von seinem Büro aus blickt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Voith Dienstleistungen und Grundstücks GmbH direkt über die St. Pöltener Straße auf „seine“ Baustelle. Gestern morgen kurz vor neun Uhr aber stand er wie viele Passanten gebannt am Bauzaun: Das gewaltige, am Boden montierte Dachtragwerk des neuen Ausbildungszentrums erhob sich in die Höhe.

160 Tonnen Stahlkonstruktion in über 20 Metern Höhe auf den Millimeter auf die vier gewaltigen Betonsäulen zu platzieren – was für Zuschauer eine gewaltige Technik-Schau war, war für die Experten der Baufirma Züblin ein echter Balance-Akt: Zwei 500-Tonnen-Autokräne hatten den stählernen Giganten an ihren Haken, zwei weitere Kräne balancierten das Tragwerk aus.

Am Ende sah es ganz leicht aus: Nach nur knapp 25 Minuten saß das Tragwerk perfekt und wurde mit den bereits montierten Tragwerksteilen auf der Ostseite verschraubt. Gute Vorbereitung ist eben alles: Die beiden Autokräne waren schon in der Nacht zum Dienstag angekommen, ab dem Morgengrauen hatten die Arbeiten stundenlang den „Stahlhub“ (so sagt der Fachmann) vorbereitet. Mit Erfolg, wie man sieht.

„Das war jetzt schon ein entscheidender Schritt“, so Thomas Born. Mit einem Mal erkenne man nun, was Voith auf dem südlichen Ploucquet-Areal baut. „Bisher sah man ja nur den Funktionsteil aus Beton“, sagt Born: In dem schlanken Turm befinden sich zum Beispiel Treppenhäuser und Sanitärräume. Doch der Großteil des 40 auf 60 Meter hohen Gebäudes soll aus Glas und Stahl bestehen, das acht Meter hohe Erdgeschoss wird buchstäblich von einem bis zum anderen Ende transparent und lichtdurchflutet sein. Stützmauern kommen da nicht infrage. „Das Ausbildungszentrum wird jetzt quasi von oben nach unten gebaut“, erklärt Thomas Born. Nicht umsonst ist das Dachtragwerk derart massiv: Hier, an der Seite zur St. Pöltener Straße kann man es schon sehen, werden die Decken der beiden Obergeschosse an riesigen Streben aufgehängt und schweben gleichsam über dem offenen Erdgeschoss.

Was noch an Stahlträgern dazu kommt, stützt die Fassade und dient dazu, die Glasfassaden anzubringen. Die Hauptlast liegt auf den vier Mega-Säulen, die später mit Edelstahl ummantelt werden und dann auch als Klima-Kamine für das Erdgeschoss mit der Werkstatt dienen. Demnächst wird die Stahlkonstruktion noch weiter wachsen. Wie zur Brenz hin wird die Konstruktion auch zur Ploucquetstraße hin die Grenzen seiner 2400 Quadratmeter großen Bodenplatte erreichen. Nach oben ist der Neubau schon so gut wie ausgewachsen. Das Tragwerk wird nur noch mit Metall und Glaskuppeln dicht gemacht.

Noch während die Stahlkonstruktionen montiert werden, sollen auch die ersten Teile der Glasfassade ans Gebäude kommen: transparente, fein bedruckte Glasplatten – das Ausbildungszentrum soll kein hitziges Gewächshaus werden. Bis zum Spätherbst ist der Neubau dann wetterfest und der Innenausbau kann beginnen. In Betrieb genommen werden soll der Bau dann im Frühjahr nächsten Jahres.

Mehr Fotos von der Baustelle gibt es auf www.hz-online.de/bilder
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