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Überfälle auf Juwelier Kopp: Zwei Litauer sollen ausgeliefert werden

Zwei Litauer sollen ausgeliefert werden: einer nach Deutschland, einer nach Litauen.

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Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hat bereits vor längerer Zeit die Auslieferung eines Tatverdächtigen beantragt.  Foto: 

Während die Polizei damit beschäftigt ist, den Urhebern des jüngsten Einbruchs auf das Heidenheimer Juweliergeschäft Kopp auf die Spur zu kommen, hat die Staatsanwaltschaft nach wie vor damit zu tun, Altlasten der auf dieses Objekt verübten Überfall-Serie aufzuarbeiten.

Im Blickpunkt steht dabei auch ein 27-jähriger Mann, der nach Erkenntnis der Ermittler an dem Heidenheimer Tatort eine genetische Spur hinterlassen hat und in Litauen hinter Gittern sitzt, weil er HZ-Informationen zufolge mit einem dort verübten Mord in Verbindung gebracht wird.

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hat bereits vor längerer Zeit die Auslieferung dieses Tatverdächtigen beantragt, der mit internationalem Haftbefehl gesucht und in seiner Heimat festgenommen worden war. Über dieses Auslieferungsbegehren der deutschen Strafverfolgungsbehörden ist bis heute nicht entschieden worden.

„Das Verfahren läuft noch, liegt in Litauen,“ teilte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Ellwangen, Armin Burger, jetzt auf Anfrage mit, ohne darüber spekulieren zu wollen, wie lange sich das Ganze noch hinziehen wird. Schon früher hatte der Leitende Oberstaatsanwalt Andreas Freyberger eine andere Alternative ins Spiel gebracht: Sollten die Litauer Behörden die Auslieferung ablehnen, würde man nicht einfach aufgeben, sondern anregen bzw. beantragen, das in Deutschland anhängige Strafverfahren in Litauen führen zu können.

Auch Litauen will Auslieferung

Umgekehrt haben die litauischen Justizbehörden bereits Ende 2016 um die Auslieferung jenes 30-jährigen litauischen Staatsbürgers ersucht, der im Herbst 2016 wegen indirekter Tatbeteiligung an Raubüberfällen auf das Juweliergeschäft Kopp und auf eine Schmuck-Boutique in Baden-Baden am Landgericht Ellwangen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden war.

Nach Lage der Dinge scheint dieses Ansinnen von Erfolg gekrönt zu sein. Nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Ellwangen kommt der bis Ende 2018 in Haft bleibende Mann nach Verbüßung von zwei Dritteln der Gesamtstrafe nicht frei, sondern direkt danach in Abschiebehaft. Ist der deutsche Vollstreckungsanspruch erfüllt, muss die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart über das weitere Vorgehen entscheiden. Dem europäischen Haftbefehl der Generalstaatsanwaltschaft der Republik Litauen liegen mehrere Vorwürfe zugrunde, wobei es im Kern um groß angelegten Zigarettenschmuggel geht.

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