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Trotz Explosion in Niedersachsen bleibt Erdgas-Tankstelle geöffnet

Die Explosion eines Autos an einer niedersächsischen Erdgas-Tankstelle zeigt Folgen: Viele Zapfstellen sind dicht - jedoch nicht in Heidenheim.

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Erdgas-Tankstelle in der Kanalstraße: seit fast 15 Jahren rund um die Uhr in Betrieb – unfallfrei.

Mehrere Tankstellen-Konzerne haben ihren Stationen und Pächtern in ganz Deutschland empfohlen, vorübergehend kein Erdgas mehr zu verkaufen. Auslöser dieser Vorsichtsmaßnahme ist ein Unfall in Duderstadt, bei dem ein Autofahrer durch umherfliegende Trümmerteile schwer verletzt worden ist, als beim Betanken eines VW Touran die Gastanks barsten.

Insgesamt gibt es in Deutschland rund 900 Zapfsäulen für Erdgas, die aber meist nicht den großen Tankstellen-Ketten gehören, sondern von regionalen Gasversorgern betrieben werden. Dies trifft auch für Heidenheims einzige Erdgas-Tankstelle zu, die in Eigenregie der Stadtwerke Heidenheim AG geführt wird. Und auch dort hat man sich angesichts des jüngsten Geschehens mit der Frage befasst, ob und wie denn am besten auf den aktuellen Vorfall zu reagieren ist.

Die Antwort ist klar: Die Tankstelle an der Kanalstraße wird weiterbetrieben, weil man bei dem örtlichen Energieversorgungsunternehmen nach derzeitigem Kenntnisstand keinen Zusammenhang zwischen der Erdgastankstellen-Infrastruktur und dem Unfall in Niedersachsen sieht. Einzige Ausnahme: Die Betankung der von einer groß angelegten Rückrufaktion des Fahrzeughersteller Volkswagen betroffenen VW Touran wird von den Stadtwerken bis auf Weiteres untersagt.

An der bereits im Jahre 2002 in Betrieb genommenen Erdgas-Tankstelle befüllen jeden Monat knapp 700 Kunden ihre Autos mit dem umweltfreundlichen und kostengünstigen Kraftstoff. In diesen fast 15 Betriebsjahren ist es nach Angaben von Betreiberseite noch nie zu einem sicherheitsrelevanten Vorfall gekommen. Wie bei allen deutschen Erdgas-Tankstellen in Deutschland handele es sich bei der Heidenheimer Zapfstelle um eine überwachte Anlage, die aufgrund vorgegebener technischer und operativer Anforderungen als eigensicher gelte, bei der also selbst im Fehlerfall kein unsicherer Zustand auftrete.

Strenge Vorschriften, ein umfangreiches Regelwerk, technische Richtlinien und gesetzliche Rahmenbedingungen garantieren höchste Sicherheit, sagt man in Heidenheim. „Regelmäßige Wartungsintervalle, Tüv-Prüfungen und Investitionen in moderne Technik sind für uns selbstverständlich“, sagt Stadtwerke-Pressesprecherin Viktoria Mayer. Ihr Versprechen: „Die Unfallgefahr ist beim richtigen Umgang mit der Füllkupplung definitiv nicht höher als beim Betanken eines Benzin- oder Dieselfahrzeugs.“ Für die Wartung und Instandhaltung des eigenen Fahrzeugs hingegen, so ihr Hinweis, sei immer der Halter selbst verantwortlich.

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Kommentare

19.09.2016 15:14 Uhr

Falsche Überschrift

Bitte ändern Sie die falsche Überschrift. Es handelte sich, wie im weiteren Text richtig geschrieben, um ein Bersten eines von 4 Stahltanks und nicht um eine Explosion. Von einer Explosion spricht man, wenn eine Flammbildung statfindet.

Danke

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