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Trotz 70-minütiger Unterzahl verdientes 3:0 über Saarbrücken

Der FCH hat den Schalter umgelegt: Trotz 70-minütiger Unterzahl siegten die Heidenheimer gestern Abend hochverdient mit 3:0 gegen den 1. FC Saarbrücken und melden sich in der 3. Liga zurück.

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Frank Schmidt hatte sein Team kräftig durcheinandergewirbelt. Ingo Feistle musste seinen Platz in der Abwehr an Sandro Sirigu abtreten, in der Innenverteidigung stand Marc Endres, und auf der Sechs zog neben Marcel Titsch-Rivero Richard Weil die Fäden. Hinter der einzigen Spitze Michael Thurk sollte der junge Michael Deutsche für Schwung sorgen– der FCH-Trainer scheut eben offenbar kein Risiko und istüberaus ideenreich, wenn es darum geht, die Mannschaft in die Spur zurückzubringen.

Und die in dieser Formation erstmalig auflaufende Elf wirbelte gleich von Beginn an, ließ den Ball schön laufen und schnürte die Gäste in deren Hälfte ein. Wiedergutmachung für die letzten vier Partien war angesagt, und dieses Unterfangen begann Thurk in der fünften Minute: Malura, von Weil geschickt, flankte punktgenau ans lange Sechzehnereck, wo der blonde FCH-Angreifer hochstieg und Gäste-Keeper Müller mit einem wunderbar platzierten Kopfball gegen die Laufrichtung, der vom Innenpfosten ins Netz prallte, keine noch so kleine Abwehr-Chance ließ.

Und es sollte noch besser kommen. Nachdem Strauß eine„Hundertprozentige“ zum zweiten Treffer ausgelassen hatte, brachte Schnatterer einen Eckball von links in den FCS-Strafraum. Diesmal stieg Endres am höchsten, wuchtete die Stirn gegen den Ball und es hieß 2:0 (19.).

Wer weiß, welchen Verlauf diese Partie genommen hätte, wäre da nicht diese ominöse 22. Minute gewesen. Die Laufwege von Göhlert und Ziemer kreuzten sich im Heidenheimer Strafraum, am Elfmeter für Saarbrücken gab es nichts zu deuteln, aber wo der Unparteiische Storks hier eine Notbremse gesehen hatte, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben. Dennoch zeigte er dem FCH-Verteidiger zum allgemeinen Entsetzen die rote Karte– so ermordet man den Fußball.

Immerhin blieb weiterer Flurschaden aus. Denn den Elfmeter, den Sökler wahrlich nicht schwach und auch nicht unplatziert abfeuerte, entschärfte der gestern ohne Fehl und Tadel haltende Sabanov mit einer Glanzparade.

Schade für den jungen Deutsche, dass auch er unter dem völlig überzogenen Feldverweis zu leiden hatte. Denn um die Abwehr zu stabilisieren, musste Frank Schmidt mit Krebs einen weiteren Verteidiger bringen, und damit war die Partie für den jungen Offensivmann, der stark agiert hatte, verfrüht zu Ende.Wie auch die erste Halbzeit ohne größere Höhepunkte zu Ende ging.

Im zweiten Durchgang wollte der dezimierte FCH offensichtlich mit den Kräften haushalten, während die Gäste zwar etwas Druck zu machen versuchten, dabei aber an den eigenen limitierten Möglichkeiten scheiterten. Anders die Heidenheimer: Der für Strauß ins Spiel gekommene Bagceci steckte in der 75. Minute die Kugel durch zu Schnatterer, der tunnelte Müller– und mit dem 3:0 war die Heidenheimer Welt wieder in Ordnung. Zumindest für diesen Abend– denn diesen Schwung und Elan heißt es mitzunehmen in die nächsten Spiele.

FCH– FC Saarbrücken 3:0 (2:0) FCH: Sabanov– Sirigu, Göhlert, Endres, Malura– Weil; Titsch-Rivero– Deutsche (27. Krebs), Strauß (64. Bagceci), Schnatterer– Thurk (79. Feistle) Saarbrücken: Müller– Jüllich, Kruse, Lerandy, Stegerer (41. Laux)– Maek (64. Hayer), Pazurek (46. Eggert)– Stiefler, Sökler, Kohler– Ziemer Tore: 1:0 Thurk (5.), 2:0 Endres (19.), 3:0 (75.) Schnatterer Gelbe Karten: FCH 2 (Thurk, Sabanov)– Saarbrücken 2 (Stiefler, Maek) Rote Karte: Göhlert (FCH, 22.) Schiedsrichter: Sören Storks aus Ramsdorf) Zuschauer: 7500
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