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Tausende Besucher bei der Ausbildungsmesse

Einmal mehr strömten viele tausend zumeist jugendliche Besucher auf den Schlossberg, um sich über Berufe zu informieren.

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Bereits zum 15. Mal fand sie nun statt, die große Ausbildungs- und Studienmesse. Und einmal mehr wurde klar, dass das Konzept, das sich die Veranstalter schon vor der ersten Messe im Jahr 2002 ausgedacht hatten, greift. Als „Erfolgsmodell, bei dem es nur Gewinner gibt, bezeichnet der Chef der Arbeitsagentur in Aalen, Elmar Zillert, bei der Eröffnung die Messe, die weit über den Landkreis hinaus bekannt ist, und zu der auch Menschen strömen, die nicht in der Region leben.

Sich umschauen, kennenlernen, ausprobieren, das persönliche Gespräch suchen, ist das Erfolgsgeheimnis der Messe. Und diese Gespräche sind es auch, die das Angebot so niederschwellig machen. Die 119 Aussteller hatten zum Großteil Azubis an ihren Ständen, die den interessierten Jugendlichen aus erster Hand über ihre Ausbildung berichten konnten und über ihre Ausbildungsbetriebe. Darüber hinaus gab es jede Menge spannendes Anschauungsmaterial, Möglichkeiten, selbst Hand anzulegen und sich auszuprobieren und natürlich eine Vielzahl an Gewinnspielen und kleinen Geschenken.

Schon daran wurde deutlich, dass die hier vertretenen Betriebe, die aus der Gastronomie, dem Handwerk, der Industrie, dem Gesundheits- und Handels- und Dienstleistungssektor kamen, alles daran setzen, bei den jungen Menschen so gut wie möglich zu punkten. Denn die Jagd auf den Nachwuchs ist längst in vollem Gange, jeder Betrieb, jede Verwaltung ist bestrebt, möglichst früh möglichst gute Auszubildende zu gewinnen.

„Vor fünf Jahren waren unserer Mitarbeiter noch auf der Suche nach Ausbildungsplätzen und klapperten dabei alle Betriebe ab“, erinnerte sich Zillert. „Aber inzwischen sind das knappe Gut nicht mehr die Ausbildungsplätze sondern die Bewerber.“ Die hätten jetzt viel mehr Möglichkeiten, sich zwischen mehreren Lehrstellen zu entscheiden, „die Chancen für die Bewerber waren seit Jahrzehnten nicht so gut wie heute.“

Zum einen liegt das an der demographischen Entwicklung und den geburtenschwachen Jahrgängen, zum anderen auch an der sehr hohen Ausbildungsbereitschaft der Betriebe. In den kommenden zehn Jahren verlassen in Ostwürttemberg 40?000 Beschäftigte altershalber die Unternehmen und Behörden. „Diese Menschen müssen dringend irgendwie ersetzt werden, und dabei dürfen wir keinen Jugendlichen verlieren“, so Zillert. Die Unternehmen stelle das vor die große Herausforderung, möglichst schnell guten Nachwuchs zu finden. „Dabei werden die Betriebe die Nase vorn haben, die auch im Berufsleben ausreichend Qualifizierungsmöglichkeiten anbieten“, so der Chef der Arbeitsagentur.

Bei 350 Ausbildungsberufen und 16000 Studiengängen sei es sehr schwer, sich für den richtigen beruflichen Weg zu entscheiden, „das ist ein richtiger Dschungel.“ Dass bei der Wahl die Eltern eine wichtige Rolle spielten, machte Zillert deutlich, und beim Blick auf die Besucher wurde klar, dass sich sehr viele Eltern dieser Rolle bewusst sind. Auch sie informierten sich mit ihren Kindern, nahmen Kontakt zu den Betrieben auf und unterstützen ihren Nachwuchs so gut wie möglich.

Das riesige Interesse an dieser Art Informationsbörse zeigte sich daran, dass vor allen Dingen am Vormittag in manchen Bereichen im Congress Centrum kaum noch ein Durchkommen war, viele Stände regelrecht belagert wurden. Aber auch in den erweiterten Ausstellungsflächen im benachbarten Schloss-Hotel und im erstmals genutzten Café des Naturtheaters schoben sich die Besucher zeitweise an den Ständen vorbei. Die Zahl der Besucher lässt sich schwer schätzen, aber es dürften sicherlich mehr als 7000 gewesen sein, und damit bewies sie Messe letztendlich, dass der Bedarf an Informationen über die berufliche Zukunft größer denn je ist.

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