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Staatsanwalt spricht von Kritik abseits der Fakten

Angesichts der erneut verbreiteten Kritik an der Ermittlungsarbeit im Fall Bögerl hat der Leiter der Ellwanger Staatsanwaltschaft die Polizei in Schutz genommen. Gleichzeitig verwahrt sich Christof Lehr gegen manche Kritik.

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Ellwangen, Landgericht, Schild  Foto: 
Im Rahmen der Verabschiedung von Heidenheims Polizeichef Volker Lück in den Ruhestand kam der Fall Bögerl immer wieder zur Sprache – nicht zuletzt natürlich durch das jüngst veröffentlichte Interview im Magazin „Stern“, in dem die Kinder von Thomas und Maria Bögerl Vorwürfe auch an die Adressen der Polizei und der Ermittler erheben.

In seinem Grußwort bei der Verabschiedung sprach Leitender Oberstaatsanwalt Christof Lehr nun Klartext: Leider sei „ein brutales, sinnloses Verbrechen, dem zwei Menschen zum Opfer gefallen sind“, bis heute nicht aufgeklärt. Doch klar sei, so Lehr an die Adresse von Volker Lück: „An Ihnen und der Soko ,Flagge‘ lag es sicher nicht.“ Ein Fall dieses Ausmaßes hätte auch weit größere Polizeidirektionen überfordert, so Lehr. Darum habe es von Anfang an Hilfe gegeben. Gewaltige Arbeit sei geleistet worden, bei der Bearbeitung des Falles seien allein 60 000 Überstunden zusammen gekommen.

„Wo gearbeitet wird, kann es auch Fehler geben“, so Lehr, der einmal mehr zugab, dass man die eine oder andere Entscheidung im Nachhinein womöglich anders hätte treffen können. Der hier nachträglich möglichen Kritik müsse man sich auch stellen. Anders sei es aber, „wenn die Kritik den Boden der Fakten verlässt“, so Lehr – und wenn sie in Spekulationen übergehe. Man könne aber „den Zorn und die Verzweiflung der Kinder verstehen und darum auch mit ihrem Unverständnis umgehen“, so Lehr.

„Die Zeit arbeitet für uns“, so der Leitende Oberstaatsanwalt, der andere spektakuläre Kriminalfälle zitierte, die zuletzt teils nach vielen Jahren aufgeklärt wurden. Er sei zuversichtlich, dass der Täter „eines Tages im Raster landet“.

Ganz ähnlich äußerte sich auch Volker Lück selbst: Er hoffe mit allen ermittelnden Beamten, dass der Täter gefasst werde, so der scheidende Polizeichef. Dann werde man auch manchen Kritikpunkt klären können, „der jetzt unsachlich an uns herangetragen wird“.
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