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Sieben Mini-ICEs als Verstärkung für die Brenzbahn

In den kommenden Tagen ist es so weit: Die in die Jahre gekommenen Regioshuttles der Brenzbahn werden durch generalüberholte Dieseltriebwagen der Baureihe 644 ersetzt. Die Bahn hat seit dieser Woche die Genehmigung für die neuen Züge.

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  • Eisenbahnbetriebsleiter Frank Dietrich (rechts auf dem Foto) und Transportkontrolleur Serdar Dag freuen sich: Bald darf der Mini-ICE auf die Brenzbahn. 01/29
    Eisenbahnbetriebsleiter Frank Dietrich (rechts auf dem Foto) und Transportkontrolleur Serdar Dag freuen sich: Bald darf der Mini-ICE auf die Brenzbahn. Foto: 
  • Einige Neuerungen bringt der DB 644 mit. Zum Beispiel: Behindertenfreundlichkeit. 02/29
    Einige Neuerungen bringt der DB 644 mit. Zum Beispiel: Behindertenfreundlichkeit. Foto: 
  • Serdar Dag holt die Freigabe für eine Betriebsfahrt im Stellwerk in Ulm. 03/29
    Serdar Dag holt die Freigabe für eine Betriebsfahrt im Stellwerk in Ulm. Foto: 
  • Modernes Cockpit im DB 644. 04/29
    Modernes Cockpit im DB 644. Foto: 
  • Die ausklappbaren Fußtritte sollen den Ein- und Ausstieg erleichtern. 05/29
    Die ausklappbaren Fußtritte sollen den Ein- und Ausstieg erleichtern. Foto: 
  • Wenigstens hier ist die Zeit stehen geblieben, Technik wie vor 100 Jahren: Der Streukasten mit Sand zum Anfahren bei Glätte. 06/29
    Wenigstens hier ist die Zeit stehen geblieben, Technik wie vor 100 Jahren: Der Streukasten mit Sand zum Anfahren bei Glätte. Foto: 
  • Und hier der eigentliche Antrieb: Einer der insgesamt 1100 Kilowatt leistenden Elektromotoren. Den Strom für die Motoren liefern zwei Dieselmotoren, die an einen Generator angeschlossen sind. 07/29
    Und hier der eigentliche Antrieb: Einer der insgesamt 1100 Kilowatt leistenden Elektromotoren. Den Strom für die Motoren liefern zwei Dieselmotoren, die an einen Generator angeschlossen sind. Foto: 
  • Hier fließt der Strom 08/29
    Hier fließt der Strom Foto: 
  • Frank Dietrich freut sich über die technischen Finessen des DB 644 - hier die elektronischen Kontakte an der Scharfenberg-Kupplung. 09/29
    Frank Dietrich freut sich über die technischen Finessen des DB 644 - hier die elektronischen Kontakte an der Scharfenberg-Kupplung. Foto: 
  • Für alle, die ein Horn aus der Nähe sehen wollten: hier macht es "Tuuuut". 10/29
    Für alle, die ein Horn aus der Nähe sehen wollten: hier macht es "Tuuuut". Foto: 
  • Eine besondere Besonderheit gerade für Heidenheimer: Die Scharfenberg-Kupplung stammt vom Heidenheimer Maschinenbauer Voith. 11/29
    Eine besondere Besonderheit gerade für Heidenheimer: Die Scharfenberg-Kupplung stammt vom Heidenheimer Maschinenbauer Voith. Foto: 
  • Eine besondere Besonderheit gerade für Heidenheimer: Die scharfenberg-Kupplung stammt vom Heidenheimer Maschinenbauer Voith. 12/29
    Eine besondere Besonderheit gerade für Heidenheimer: Die scharfenberg-Kupplung stammt vom Heidenheimer Maschinenbauer Voith. Foto: 
  • Die neuen Anzeigen an der Decke signalisieren das Fahrziel. 13/29
    Die neuen Anzeigen an der Decke signalisieren das Fahrziel. Foto: 
  • Die neuen Anzeigen an der Decke signalisieren das Fahrziel. 14/29
    Die neuen Anzeigen an der Decke signalisieren das Fahrziel. Foto: 
  • Fast wie im echten ICE. 15/29
    Fast wie im echten ICE. Foto: 
  • Viel Platz, allerdings kein nobler Granit-Stein, sondern ein brandhemmender gewichtssparender Kunststoff. 16/29
    Viel Platz, allerdings kein nobler Granit-Stein, sondern ein brandhemmender gewichtssparender Kunststoff. Foto: 
  • Hightech auch auf dem geräumigen WC: Auf Knopfdruck kann man Hilfe holen. 17/29
    Hightech auch auf dem geräumigen WC: Auf Knopfdruck kann man Hilfe holen. Foto: 
  • An diesen speziellen Platten können Rollstühle gesichert werden. 18/29
    An diesen speziellen Platten können Rollstühle gesichert werden. Foto: 
  • Behindertenfreundlich: Auf Knopfdruck weiss der Zugführer, dass ein Passagier Hilfe beim Ausstieg benötigt. 19/29
    Behindertenfreundlich: Auf Knopfdruck weiss der Zugführer, dass ein Passagier Hilfe beim Ausstieg benötigt. Foto: 
  • Neu: Durch die besonders breit ausgelegten Lamellen können auch Rollstuhlfahrer von einem Wagen in den nächsten fahren. 20/29
    Neu: Durch die besonders breit ausgelegten Lamellen können auch Rollstuhlfahrer von einem Wagen in den nächsten fahren. Foto: 
  • Vorne und hinten im Zug findet sich der Mehrzweckraum. Hier können bei Bedarf zusätzliche Sitze ausgeklappt werden. Der Platz ist für bis zu 20 Fahrräder gedacht. 21/29
    Vorne und hinten im Zug findet sich der Mehrzweckraum. Hier können bei Bedarf zusätzliche Sitze ausgeklappt werden. Der Platz ist für bis zu 20 Fahrräder gedacht. Foto: 
  • Vorne und hinten im Zug findet sich der Mehrzweckraum. Hier können bei Bedarf zusätzliche Sitze ausgeklappt werden. Der Platz ist für bis zu 20 Fahrräder gedacht. 22/29
    Vorne und hinten im Zug findet sich der Mehrzweckraum. Hier können bei Bedarf zusätzliche Sitze ausgeklappt werden. Der Platz ist für bis zu 20 Fahrräder gedacht. Foto: 
  • Von vorne nach hinten und umgekehrt kann man den DB 644 mühelos und ebenerdig durchwandern. 23/29
    Von vorne nach hinten und umgekehrt kann man den DB 644 mühelos und ebenerdig durchwandern. Foto: 
  • 143 Passagiere finden Platz im dreiteiligen Talent. 24/29
    143 Passagiere finden Platz im dreiteiligen Talent. Foto: 
  • Wie im echten ICE: Das Erste-Klasse-Abteil bietet Platz für 16 Passagiere. 25/29
    Wie im echten ICE: Das Erste-Klasse-Abteil bietet Platz für 16 Passagiere. Foto: 
  • Eisenbahnbetriebsleiter Frank Dietrich ist überzeugt, dass die sieben neuen Talents für Verbesserungen auf der Brenzbahn sorgen werden. 26/29
    Eisenbahnbetriebsleiter Frank Dietrich ist überzeugt, dass die sieben neuen Talents für Verbesserungen auf der Brenzbahn sorgen werden. Foto: 
  • Viel Glas. 27/29
    Viel Glas. Foto: 
  • 28/29
    Foto: 
  • Ganz vorne im Talent sieht es eher aus wie in einem Flugzeug-Cockpit. 29/29
    Ganz vorne im Talent sieht es eher aus wie in einem Flugzeug-Cockpit. Foto: 
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Viele Wochen standen die sieben Triebwagen in Ulm auf dem Abstellgleis und warteten auf die Freigabe. Eigentlich sollten die für die Brenzbahn vorgesehenen, überholten Züge mit Namen „Talent“ des Herstellers Bombardier schon seit Dezember zwischen Ulm und Aalen unterwegs sein, doch das Eisenbahnbundesamt nahm seine Prüfungen offenbar sehr genau vor.


 

Wie ein Sprecher der Bahn erklärt, waren die zuvor im Kölner Raum eingesetzten DB 644 für den Einsatz auf der Brenzbahn aufgefrischt worden. In ihrer Optik erinnern die Maschinen stark an den ICE – kein Wunder, stammt das Design doch aus der Feder Alexander Neumeisters, dem Schöpfer mehrerer ICE-Baureihen, des japanischen Schnellzug Shinkansen und des Transrapids. Ein Mini-ICE also für die Brenzbahn?

Neben einem erneuerten Innenraum wurden die Wagen so modifiziert, dass jetzt etwa 20 Fahrräder mitgenommen werden können – zum Vergleich: In die alte Baureihe 611 passten gerade einmal drei. Die Talents sind nach Aussage der Bahn zudem gehbehindertenfreudlich. Neben ausklappbaren Tritten in den Eingangsbereichen verfügen die Triebwagen über ein Meldesystem für Rollstuhlfahrer. Bei einem Druck aufs Knöpfchen erfährt der Zugführer davon, wenn Personen Hilfe beim Ein- oder Ausstieg benötigen. Auch auf nicht barrierefreien Bahnsteigen soll dadurch der Ein- oder Ausstieg leichter fallen, denn es befindet sich eine Rampe an Bord, die bei Bedarf vom Zugführer ausgeklappt werden kann. Auch das WC ist groß genug dimensioniert, um Rollstuhlfahrern Platz zu bieten.

Schneller rein und raus

Auch beim Fahrgastwechsel, also beim Zu- und Aussteigen der Passagiere, soll es mit den neuen 52 Meter langen Zügen einfacher und schneller gehen, da die dreiteiligen Triebwagen jeweils sechs Eingangsbereiche mit Doppeltüren haben. Weil der gesamte Zug von vorne bis hinten ebenerdig begehbar ist, können sich Fahrgäste zudem problemlos von einem Abteil ins nächste bewegen. Neu sind die Zielanzeigen an der Zugdecke, die wiederum von jedem Platz aus sichtbar sind. Auch ein bisschen Luxus gibt es an Bord: Ein Erste-Klasse-Abteil, das sich in der Ausführung vom ICE nicht unterscheidet.

So wie die Ausstattung ist auch die Technik um einiges moderner als bei den bisher eingesetzten DB 611: Die runderneuerten Talents sind zwar Diesel getrieben, die beiden Verbrennungsmotoren treiben allerdings bei optimaler Drehzahl Generatoren an. Der eigentliche Antrieb der Achsen erfolgt also über Elektromotoren, die Leistung liegt bei knapp 1100 Kilowatt.

Ende der Kritik?

Für Frank Dietrich, Bahnbetriebsleiter in Ulm, liegen die Vorteile auf der Hand: Zum einen kann der DB 644 praktisch ruckelfrei beschleunigen. Zum anderen ist der Verbrauch minimiert, da die Bremsenergie zurückgewonnen wird. Die Höchstgeschwindigkeit der 101 Tonnen wiegenden Gespanne liegt bei 120 km/h.

In der Vergangenheit war besonders am alten Wagenmaterial der Brenzbahn immer wieder Kritik geübt worden: zu langsam, zu alt, zu hoher Einstieg. Der Fahrgastverband Pro Bahn und der Verkehrsclub VCD hatten wiederholt moderne Fahrzeuge gefordert, auch weil alte Wagen häufig zur Reparatur abgezogen wurden. Anfang dieses Jahres kam es deswegen zu massiven Problemen mit überfüllten und verspäteten Zügen auf der Brenzbahn. Dass die neuen Talents für eine Verbesserung sorgen werden, davon ist Bahnbetriebsleiter Frank Dietrich überzeugt.

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