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Seit 40 Jahren Duale Hochschule in Heidenheim

Zum 40-jährigen Bestehen wird die DHBW Heidenheim hoch gelobt. Gleichzeitig wird der Wunsch nach der Erweiterung des Hochschulstandorts erneuert.

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Nahezu 200 Gäste feierten das 40-jährige Bestehen der DHBW Heidenheim.  Foto: 

Mit 38 Studenten hat die Berufsakademie einst am Standort Heidenheim begonnen, heute sind es fast 2500. Allein diese Zahlen sprechen für sich.

Über die Erfolgsstory der Dualen Hochschule wurde gestern Nachmittag lang und ausgiebig gesprochen anlässlich der Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Bestehen. Rund 200 Gäste waren gekommen, darunter Vertreter der Politik aus der gesamten Region, aus der Wirtschaft, von sozialen und kirchlichen Einrichtungen, von benachbarten Hochschulen und von anderen DHBW-Standorten. Lob und gute Wünsche gab es viele, allein das schon lange ersehnte Geburtstagsgeschenk blieb aus: die Erweiterung der Dualen Hochschule. Denn diese zählt so viele Studenten, dass der Neubau schon von Beginn an zu wenig Raum bietet.

Ein Schritt zum neuen Campus

Oberbürgermeister Bernhard Ilg war es, der den Wunsch noch einmal formulierte: „Wir brauchen diese Erweiterung dringend“, appellierte er an die Adresse der Politik. Ein Quartier in bester Lage gebe es, pries er das WCM-Areal an, in das die Stadt Millionen von Euro investiert habe. Alte Gebäude seien abgebrochen worden, die Sekundarstufe der Gemeinschaftsschule habe den Betrieb aufgenommen, die Zukunftsakademie habe sich in der gelben Halle etabliert. „Nun fehlt noch ein einziger Schritt zu einem neuen Campus rund um einen zweiten Würfel.“

Eine Steilvorlage hatte zuvor Voith-Chef Dr. Hubert Lienhard als wichtiger Vertreter der Wirtschaft gegeben. Er hatte die große Bedeutung der DHBW für den Wirtschaftsstandort der Region unterstrichen. Sie bringe den Unternehmen in der Region einen Wettbewerbsvorteil. Seit Gründung der DHBW vor 40 Jahren hatte Voith rund 450 Studenten im Unternehmen. Viele davon sind geblieben.

Einer davon ist Egon Krätschmer, der dem ersten Jahrgang der BA angehörte und seit 2014 Finanzchef von Voith-Paper ist. Welche Vorteile ihm das duale Studium gebracht hat, darüber plauderte nicht nur er, sondern drei weitere Absolventen aus verschiedenen Generationen in einer von HZ-Redaktionsleiter Dr. Hendrik Rupp moderierten Runde: Ingeborg Schlipf, heute Unternehmensberaterin, Prof. Dr. Heike Schwadorf, mittlerweile Studiengangsleiterin an der DHBW Ravensburg, und Lara Bodammer, die im September ihr Studium abgeschlossen hat.

Bereits eingangs hatte Prof. Manfred Träger als Gastgeber und Rektor der DHBW Heidenheim darauf hingewiesen, wie gut der Karriereverlauf der Absolventen sei. Dies untermauerte Festredner Prof. Dr. Peter Frankenberg, der frühere Wissenschaftsminister des Landes. „Die Duale Hochschule ist eine einzige Erfolgsgeschichte.“ In keiner anderen Hochschule sei die Abbrecherquote so gering. Das läge daran, dass die Unternehmen ihre Studenten gut auswählten. Die Auswahlpraxis an den Unis stellte er deshalb in Frage. Unabhängig davon lobte er die Qualität der Uni-Standorte im Land. Er zeigte auf, wie wichtig das differenzierte Hochschulsystem ist.

Zur aktuellen Diskussion über die Finanzprobleme der DHBW äußerte sich Hochschulpräsident Prof. Arnold van Zyl. Er plädierte dafür, den Imageschaden zu begrenzen. Nach Zeiten von stetigem Wachstum folge nun die Phase der Konsolidierung.

40 Jahre DHBW Heidenheim: der ständige Weg nach oben

1976 Die Berufsakademie wird als Stuttgarter Außenstelle gegründet - mit zunächst 38 Studenten.

1979 Heidenheims BA wird selbstständig.

1985 Der Förderverein wird gegründet, der den Auf- und Ausbau unterstützt.

1993 Der Neubau an der Wilhelmstraße ist fertig.

1999 Die Studentenzahl steigt über 1000.

2005 Prof. Manfred Träger wird BA-Direktor. Er wird Nachfolger von Prof. Kurt Hildenbrand, der die BA seit 1979 geleitet hat.

2006 Die ersten Bachelor-Studiengänge starten mit dem Ziel einer Vereinheitlichung der Hochschulausbildung in Europa.

2008 Das Land beschließt den Neubau des Hochschul-Würfels an der Marienstraße neben dem früheren Zollamt.

2009 Die Berufsakademie wird zur Dualen Hochschule Baden-Württemberg und erhält Hochschulstatus.

2010 Der Neubau ist fertig. 1500 Studenten finden darin Platz.

2014 Mit der Gründung des Centers of Advanced Studies (CAS) wird das Angebot der Masterstudiengänge weiter ausgebaut.

2015 Das Innovations- und Technologietransferzentrum wird gegründet.

2016 Mit mehr als 2400 Studenten wird zum Studien-Start im Herbst ein neuer Rekord erreicht.

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