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Seit 25 Jahren Hilfe für Simbabwe, Paraguay und Brasilien

Seit 25 Jahren unterstützt der Arbeitskreis Mission der Kirchengemeinde St. Maria Ordensleute bei ihrer Arbeit in Simbabwe, Paraguay und Brasilien. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es eine Ausstellung in der Marienkirche.

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Gisela Mutschler und Liesel Plhak werfen noch einen prüfenden Blick auf die Ausstellung, die zum 25-jährigen Bestehen des Arbeitskreises Mission in der Marienkirche zu sehen ist.  Foto: 

Zuletzt war es das Kirchendach der Gemeinde St. Pius in Simbabwe, das kaputt war. Die Kontaktleute vor Ort teilten dem Arbeitskreis ihre Not mit, woraufhin die Ehrenamtlichen in Heidenheim Spenden sammelten. 4600 Euro kamen zusammen und wurden im Sommer 2012 nach Simbabwe geschickt. Nicht per Überweisung, sondern wie immer nahmen Geistliche, die auf Heimaturlaub in Deutschland waren, das Geld mit in den Unruhestaat. „Damit sind wir sicher, dass das ganze Spendengeld auch tatsächlich ankommt“, berichten Liesel Plhak und Gisela Mutschler, zwei der fünf Aktiven im Arbeitskreis Mission. Würde man es anders machen, würde der Machthaber Mugabe zehn Prozent des Spendengeldes einbehalten, befürchtet Liesel Plhak. Doch das Geld kam komplett an, das Dach konnte neu eingedeckt werden, wie Bilder dokumentieren. Zu sehen sind diese und andere Bilder derzeit in der Marienkirche, wo der Arbeitskreis auf Stellwänden Teile seiner Arbeit dokumentiert.

Jährlich rund 30 000 Euro an Spenden hat der Arbeitskreis seit seiner Gründung im November 1988 gesammelt. Die Arbeit bestand zunächst daraus, aus Heidenheim stammende Ordensleute zu unterstützen. Dies waren Pater Johannes Banning, der 1975 von seinem Orden nach Rhodesien, dem heutigen Simbabwe, gesandt wurde. Dort betreute er in Bulawayo Kirche, Kindergarten sowie Schul- und Ausbildungszentrum. Banning verunglückte 1997 bei einem Verkehrsunfall, doch der Arbeitskreis hielt den Kontakt zu Bannings Nachfolger Pater Christoph Eisentraut, der derzeit in Rom arbeitet, aber am Jubiläumswochenende in Heidenheim zu Gast sein wird.

Schwester Rosemarie Lemmermaier war eine weitere Helferin vor Ort, die regelmäßig Hilfe aus Heidenheim bekam. Sie arbeitete im St.-Thereses-Hospital, einem Buschkrankenhaus in Simbabwe. Große Hilfsbereitschaft aus Heidenheim erfuhren die Ordensschwestern, als ihr Konvent abbrannte: Hilfsgüter sowie Geld zum Aufbau eines neuen Hauses kamen aus Heidenheim. Heute lebt Schwester Lemmermaier im Regionalhaus in der Hauptstadt Harare und organisiert die Verteilung der gespendeten Hilfsgüter aus Heidenheim.

Lange Zeit hatten die Ehrenamtlichen in Heidenheim auch Kontakt nach Paraguay, wo Pater Klaus Weidner durch Heidenheimer Spendengelder einen Kleinlaster bekam, um sein Missionsfeld zu betreuen, das so groß ist wie Baden-Württemberg. Außerdem wurde mit Spendengeldern ein Stromaggregat angeschafft. Und einmal wurde das Leben eines Mädchens gerettet, indem man eine Herzoperation finanzierte. Heute ist der Kontakt dorthin leider unterbrochen, bedauern die Mitglieder des Arbeitskreises.

Die nächste Spendenaktion, die der Arbeitskreis organisieren will, ist die finanzielle Unterstützung einer Behindertenschule in Bulawayo: Mindestens einmal am Tag sollen die Kinder dort ein warmes Essen erhalten können. Was sonst noch zu tun ist, erfahren die Heidenheimer von Dr. Hans Schales, der das Krankenhaus St. Lukas in Lupane, Simbabwe und ebenfalls zur Jubiläumsfeier zu Gast sein wird. Denn geholfen wird immer ganz gezielt: Wird in einer bestimmten Sache um Hilfe gebeten, wird eine Spendenaktion organisiert, künftig auch über das HZ-Hilfsportal „Unsere Hilfe zählt!“. „Unser Anliegen ist es, den vielen Unterstützern Danke zu sagen, die unsere Arbeit all die Jahre unterstützt haben“, sagt Liesel Plhak.

Info Die Dankgottesdienste finden statt am Samstag, 18.15 Uhr (Pfarrer Zorn) und Sonntag, 11 Uhr (Pater Eisentraut).
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