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Schon 37 Fälle von Hantavirus im Landkreis Heidenheim

Infektion: Für 2017 werden im Kreis über 50 Erkrankungen erwartet.

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Das vergangene Jahr war ein Mastjahr für die Buche. Dies bedeutet, dass die Bäume in großer Zahl Früchte, also Bucheckern, trugen. Diese wiederum boten Nagern ein gefundenes Fressen, so dass sich Maus & Co. massenhaft vermehren konnten. Die große Zahl der Tiere wiederum führt nun dazu, dass die Zahl der Fälle von Hanta-Infektionen zunimmt. Seit Jahresbeginn wurden bereits 37 Fälle beim Landratsamt gemeldet. 26 der Erkrankten wurden stationär im Klinikum, die anderen ambulant behandelt. Damit liege man noch im Bereich der Prognose, die von zirka 50 Fällen für 2017 ausgeht, heißt es vonseiten der Behörde. Im vergangenen Jahr waren gerade einmal zwei Fälle im gesamten Landkreis registriert worden.

Die letzte große Hanta-Welle hatte es vor fünf Jahren, also 2012, gegeben. Damals waren 76 erkrankte Personen gemeldet worden. Die bislang meisten Fälle gab es vor zehn Jahren. Damals infizierten sich nachweislich 120 Personen.

Der Kreis Heidenheim gilt als Risikogebiet in Sachen Hantavirus. Dies liegt am verstärkten Auftreten der Rötelmaus, die das Virus in sich tragen und es über ihren Kot, Urin oder Speichel weiterverbreiten kann. Anstecken können sich Menschen vor allem beim Einatmen von aufgewirbeltem, mit Mäusekot kontaminiertem Staub. Besonders beim Aufräumen von Schuppen und Ställen, in Kellern und beim Holzmachen sowie beim Sanieren alter Häuser besteht also erhöhte Ansteckungsgefahr.

Das Virus überträgt sich nicht von Mensch zu Mensch und hat üblicherweise eine Inkubationszeit von vier bis sechs Wochen. Erste Anzeichen einer Erkrankung sind plötzliches hohes Fieber, Kopf- und Bauchschmerzen, aber auch Rückenschmerzen. Eindeutig nachweisen kann eine Infektion ein Arzt nach einem Labortest.

Mit einer Infektion ist nicht zu spaßen. Erkrankte müssen mitunter sogar ins Krankenhaus. Die Heidenheimer Gesundheitsbehörde hatte bereits zu Jahresbeginn alle 202 ambulant tätigen Ärzte im Kreis, darunter 93 Hausärzte, über die diesjährige erhöhte Infektionsgefahr informiert.

Neben dem Kreis Heidenheim gelten als weitere Risikogebiete in Baden-Württemberg die Stadt Stuttgart sowie die Kreise Sigmaringen, der Zollern-Alb-Kreis und die Kreise Göppingen und Reutlingen. Letzterer verzeichnet bislang die meisten Hanta-Fälle: Seit Jahresbeginn zählt man dort 53 Erkrankungen.

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