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Schamane Rainbowman zeigte Wege zur Selbstheilung

Es klingt phantastisch, magisch, geheimnisvoll. Reinhard Stengel, den die Schamanen in Montana "Rainbowman" tauften, löst Blockaden, die sich im Menschen verankert haben und führt sie auf diese Weise zum Selbstheilungsprozess. Jetzt demonstrierte er seine Fähigkeiten im Heidenheimer Konzerthaus.

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Rund eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn trifft Reinhard Stengel die letzten Vorbereitungen. Der 62-Jährige, der drei Herzinfarkte und selbst den Prostatakrebs ohne Medikamente und Operation überwunden hat, wirkt gelöst und entspannt. Er ist komplett in weiß gekleidet, trägt dazu ein weißes Stirnband, das von einer grün-orange-roten Stickerei geziert wird.

Das Haar des Schamanen ist grau. Wie 62 wirkt er aber lange nicht. Seine Haut ist leicht gebräunt. Stengel trägt Holz-Clogs, die mit Fell überzogen sind, und eine Kette mit verschiedenen bunten Steinen. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein Arzt.„Das bin ich definitiv nicht“, sagt der Rainbowman und lächelt.„Ich kann niemanden heilen, und ich stelle keine Diagnose. Ich führe dich in den Heilungsprozess hinein, aber am Ende heilst du dich selbst“, erklärt er.

Stengel setzt da an, wo die Schulmedizin offenbar nicht weiter weiß. In der Seele des Menschen.„Weil die Seele nicht sprechen kann, benutzt sie den Körper, um zu zeigen, was sie bedrückt“, sagt er.„Überhaupt besitzt alles in dieser Welt eine Seele. Jeder Stein, jedes Blatt und auch der Stuhl, auf dem ich gerade sitze.“ Die Worte des Schamanen sind schwer nachzuvollziehen.

Eine Frau mittleren Alters meldet sich zu Wort, nachdem Stengel erklärt hat, dass nahezu jede Krankheit heilbar sei.„Im Schamanismus gibt es keine Krankheiten. Nur Unpässlichkeiten. Eine Energie, die nicht mehr richtig fließt und einen Stau verursacht. Wenn diese Blockade gelöst wird, fließt die Energie wieder, und der Körper geht hinein in die Heilung“, erklärt Stengel, der rund sechs Monate im Reservat der Crow-Indianer lebte und vieles von ihnen lernte.

„Was ist mit Tinnitus“, fragt sie.„Tinnitus“, sagt Stengel„entsteht wie jede andere Krankheit auch in dem Moment, in dem der Mensch entsteht und in den ersten sieben Lebensjahren. Du bist nichts, du kannst nichts, du taugst eh nichts. Sagen dir diese Worte etwas?“, fragt der Schamane. Die Frau atmet tief ein und nickt schließlich.„Komm nach vorne. Ganz ruhig. Ich muss deine Ohren sehen können.“ Sie legt ihre Ohrringe ab und begibt sich in die Obhut des Rainbowman. Stengel presst seine Hände ganz fest auf die Ohren der Frau und lässt sie nach außen wegklappen.„Besser?“, fragt er und lächelt. Die Dame nickt. Dann legt er ihre eine Hand auf den Kopf, gleitet mit der anderen am ihrem Rücken entlang.„Sag mir deinen Vornamen, dein Geburtsdatum.“ Dann zuckt er mit seinem Kopf. Es wird besser werden sagt er. Auf Nachfrage bestätigt die Dame, dass das Ohrgeräusch leiser geworden sei.

Klingt nach Humbug und Hokuspokus? In der Tat gehört wohl eine Portion Glauben zu dem, was Stengel macht und ist mit rationalem Verstand und der modernen Schulmedizin nicht greifbar. Gespannt lauschen die Zuschauer den Worten des Schamanen, sind fasziniert von dem, was er erzählt. Womöglich gibt er ihnen einen kleinen Funken Glauben an sich selbst zurück und führt sie damit hinein in einen Selbstheilungsprozess, gesteuert über die Macht der Gedanken und der Seele.

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