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Rekord: Mit 100 durch die Stadt

Die Summe dessen, was da im Laufe des 24-stündigen Blitzmarathons zusammengekommen ist, kann dann doch noch als ein Blitzgewitter bezeichnet werden: In Stadt und Kreis Heidenheim wurden immerhin 500 Tempo-Sünder ermittelt.

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Das Ergebnis zeigt auf, was los ist an einem x-beliebigen Tag auf unseren Straßen. Mit knapp drei Prozent beanstandeter Fahrer liegt die von der Polizei als „erfreulich niedrig“ gewertete Quote des jüngsten Blitzmarathons um zwei Prozentpunkte unter der Marke, die man gemeinhin von nicht angekündigten Kontrollen her kennt. Rechnet man dies auf den Alltag hoch, berücksichtigt zudem die Dunkelziffer, lässt sich erkennen, dass das Unrechtsbewusstsein ziemlich gebremst daher kommt, wenn freie Bürger das Recht auf freie Fahrt reklamieren.

Selbst die jüngste Kontrolle auf Ansage und das damit verbundene Risiko, sehenden Auges in die Radarfalle zu fahren, hat erstaunlich viele Menschen nicht bremsen können. So mussten Polizei und Kommunalbeamte in Stadt und Kreis Heidenheim innerhalb von 24 Stunden 419 Verwarnungen aussprechen. 61 weitere Verkehrsteilnehmer haben mit ihrem Gasfuß zum Teil ordentlich gepunktet und erwarten jetzt eine bußgeldbewehrte Anzeige. Fünf von ihnen, das steht jetzt schon fest, dürfen demnächst eine Zeitlang zu Fuß gehen – darunter ein Autofahrer, der den Tagesrekord eingefahren hat, als er mit 98 Stundenkilometern im Heidenheimer Stadtgebiet unterwegs war.

Auch auf der Autobahn ließen sich längst nicht alle von Eile getriebenen Verkehrsteilnehmer von der angekündigten Großoffensive beeindrucken. Auf den durch das Zuständigkeitsgebiet des Polizeipräsidiums Ulm führenden Abschnitten wurden insgesamt 235 Verwarnungen ausgesprochen und – nach gröberen Verstößen –  50 Anzeigen geschrieben, wobei auch einige Führerscheine gehörig unter die Räder geraten sind.

Über die nachhaltige Wirkung des des Blitzmarathons gibt es unterschiedliche Meinungen. Während Kritiker – darunter auch die Gewerkschaft der Polizei – davon ausgehen, dass der abschreckende Effekt schnell verpufft, zeigt man sich beim Polizeipräsidium Ulm zufrieden und hofft auf Besserung der Verkehrsmoral. „Wir haben erreicht, was wir erreichen wollten,“ bilanziert Polizeisprecher Wolfgang Jürgens, der davon ausgeht, dass sich die Bürger erneut bewusst gemacht, wie gefährlich es ist, zu schnell zu fahren: „Gefährlich für andere,

gefährlich für sich und gefährlich für den Führerschein.“ Und dass Geschwindigkeitsmessungen erforderlich seien, zeigt für ihn allein schon die Tatsache, dass im Durchschnitt jeden Tag ein Mensch im Bereich des PP Ulm Verletzungen erleidet, nur weil zu schnell gefahren wird.
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