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Rathausbilanz: OB Ilg blickt auf "sehr gutes Jahr" zurück

Geld in den Kassen, Investitionen und Projekte am Laufen und stapelweise weitere Ideen und Vorhaben in der Schublade: Zum Jahresende hat die Stadtverwaltung eine äußerst positive Bilanz des Jahres 2011 gezogen. Und auch 2012 soll Heidenheim laut OB Bernhard Ilg nicht stehen bleiben.

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Bei der traditionellen Jahresabschluss-Pressekonferenz der Stadtverwaltung konnte es Oberbürgermeister Bernhard Ilg halten wie mancher erfolgreiche Heidenheimer Wirtschaftsführer: Vor den (auch aus der Nachbarschaft geladenen) Journalisten konnte man allein schon die Zahlen sprechen lassen.

2011 sei „entgegen den Erwartungen ein sehr gutes Jahr“ für die Stadtfinanzen geworden: Ein noch nie dagewesenes Gewerbesteueraufkommen von 40 Millionen Euro half erneut zu rund 8,5 Millionen mehr Rücklagen, die damit auf 54 Millionen kletterten – bei 48 Millionen Schulden.

Hinter dem Reichtum der Stadt stehen natürlich auch die Firmen. Sie hätten sich „toll entwickelt“, was man nicht nur am Steueraufkommen, sondern noch mehr an den Beschäftigtenzahlen sehe: „Am wichtigsten ist es, dass die Bürger Arbeit haben.“ Ausdrücklich dankte der OB denn auch den Heidenheimer Firmen und ihren Belegschaften.

Bei den Investitionen hat Heidenheim nach langen Jahren seinen regionalen Spitzenplatz verloren – Schwäbisch Gmünd ist zwar vergleichsweise massiv verschuldet, gab 2011 aber im Zeichen der nahenden Landesgartenschau und der gewaltigen Stadtumbauten etwas mehr aus als Heidenheim. Das sei in Ordnung, meint Ilg: Heidenheim habe bereits einen „Aufholungsprozess“ hinter sich, dürfe aber nicht innehalten.

Was ist wichtig für die Stadt? „Bildung und Betreuung!“, sagt Ilg bestimmt – um nachzusetzen: „Auch wenn das mancher schon gar nicht mehr hören kann.“ Als einzige Stadt im Land habe Heidenheim mit der Hilfe von Voith und Hartmann auch ein zweites Bildungshaus genehmigt bekommen. „Betreuungseinrichtungen sind absolut entscheidend, wenn wir Familien in Heidenheim das richtige Umfeld bieten wollen.“ Dass hierzu natürlich auch die Schulen gehörten, zeige die weiterhin enorme Summe von 30 Millionen, die heuer in die großangelegte Initiative zur Schulsanierung gesteckt werde. „Eine Schule ist mehr als ein Haus, aber zu einer guten Schule gehört auch eine gute Hülle“, so Ilg.

Schon ist man beim Bauen, und einmal mehr zeige sich Heidenheim als Musterknabe: „Fast schon verwöhnt“ sei man von den Förderungen von Bund und Land, die man sich aber auch redlich verdient habe. Auch die privaten Investitionen seien bedeutend.

Und 2012 werde es weitergehen mit der Stadtentwicklung. Areale wie die Ploucquet- und WCM-Gelände böten enorme Chancen. „Nach vielen Jahren des Mangels an Flächen für modernen Wohnungsbau haben wir wieder etwas zu bieten“, so Ilg. Bewusst habe man sich bei Ploucquet Zeit gelassen, doch neben den Wohnungen erwartet der OB im neuen Jahr auch weitere Schritte beim Voith-Ausbildungszentrum – und eine Entscheidung in der Frage eines Gesundheitshauses.

Und bei der WCM? „Begeisterung“ komme bei ihm auf, so Ilg, wenn er an das Areal denke: „Mit jedem Abbruch wird klarer, was sich dort alles entwickeln könnte.“ Vielleicht sogar in Sachen Sporthalle, doch Letztere werde auf jeden Fall entstehen, wo auch immer – und neben dem Anbau an die Schnaitheimer Ballspielhalle auch hier weiteren Bedarf befriedigen.

Auch nach über acht Jahren mit intelligenten Bau-Kniffen sei der Wedel nicht abgehakt: „Man erinnert mich jetzt daran, dass es auch noch einen Wedel abseits der Bundesstraßen gibt“, so Ilg.

Und schließlich sei es so weit, dass der Kreis der Stadtsanierungen sich schließe: „Man wird jetzt schon wieder Dinge angehen müssen, die man vor 20 Jahren saniert hatte“, sagt der OB – und nennt konkret die Gestaltung der Fußgängerzone.

„Imagepflege ist schön, aber man muss die Leute erst einmal hierher bringen“, sagt Ilg. Und das geschehe mit den großen Events. Der „Bringer Nummer 1“ sei und bleibe der Drittligafußball, doch auch die vielen Kongresse und Veranstaltungen im CC sorgten für viele Gäste. „Wir sind auf dem Schlossberg auch in Sachen Bustouristen wieder ungefähr da, wo wir einmal waren.“ Weiter ausbauen wolle man das Thema Opernfestspiele, und größte Ereignisse wie das (völlig verregnete) Hörerfest des Südwestrundfunks im Brenzpark seien in jedem Fall PR: „Da hat dann wenigstens das ganze Land darüber gesprochen, dass es in Heidenheim regnet“, sagt Ilg trocken. Und wenn es um den Brenzpark und seine Blumenschau zum Fünfjährigen geht, will der OB das „enorme Herzblut“ des Brenzpark-Vereins („Man darf da mal den Namen Rudolf Schäfer nennen“) nicht vergessen.

„Eine Stadt ist eigentlich immer auch eine Werk-Stadt“, so Ilg, der damit auf die seiner Meinung nach beispielhafte Bürgerbeteiligung im Herbst verweist. Das Miteinander im unkonventionellen, aber absolut funktionierenden „Open Space“-Verfahren sei ein Erfolgsmodell auch für künftige Bürgerforen. Und der gewaltige Stapel an Ideen und Vorschlägen werde nicht in der Schublade verschwinden: „Eine Vision kann man umsetzen, wenn die Finanzen stimmen und man alles sauber abarbeitet.“ Dass dabei erneut Bürger beteiligt seien, spreche für den Prozess.

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