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Rallye-Fahrer rasen rund um Heidenheim

2012 war man mit der Premiere zufrieden, 2013 nicht weniger. Kein Wunder, dass die ADAC-Rallye Baden-Württemberg auch 2014 rund um Heidenheim stattfindet. Am 3. und 4. Oktober heißt es Gas geben zum Nationalfeiertag – und das gleich bei drei Wettbewerben.

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Tempolimit? Nie gehört: Am 4. Oktober wird die Rallye Baden-Württemberg wieder für Spektakel auf den Wertungsprüfungen sorgen. Oben driftet Vorjahressieger Timo Bernhard bei der Rallye 2013 an Großkuchen vorbei.  Foto: 

Fahrerlager auf dem Festplatz am Brenzpark, Starts und Siegerehrung vor dem Rathaus und Wertungsprüfungen im Landkreis, an denen man Autos jenseits aller Tempolimits erleben kann – das verspricht einmal mehr der Rallye-Zirkus am 3. und 4. Oktober. Dabei geht es um die ADAC-Rallye Baden-Württemberg, die für die Deutsche Rallyemeisterschaft zählt, darüber hinaus aber auch um die Rallye-Masters und den Citroen-Cup.

Bei der ADAC-Rallye kann Spitzenreiter Ruben Zeltner schon in Heidenheim Deutscher Meister werden. Er führt haushoch und könnte zwischen Alb und Härtsfeld bereits zwei Läufe vor Schluss seinen Titel perfekt machen.

Die Konkurrenz hofft aber noch. Hermann Gassner will vor der Lausitz- und der Drei-Städte-Rallye seine hauchdünne Chance wahren und ansonsten wenigstens einen großen Schritt zur Vizemeisterschaft tun. Die nämlich könnte ihm ausgerechnet sein eigener Sohn Hermann Gassner jr. streitig machen. Ebenfalls noch in Schlagdistanz zum Treppchen: Peter Corazza.

Zeltner will im Schwabenland aber nicht nur punkten, sondern gewinnen. Und das hat einen besonderen Grund. Auch, dass dieses Mal wieder sein Bruder Thomas auf dem Beifahrersitz Platz nimmt. Es ist eine Rückkehr zu den Anfängen. Die Zeltner-Brüder sind in Neenstetten geboren, ganz in der Nähe der Wertungsprüfung Weidenstetten. Für den Schwabenstreich aber müssen die beiden erst einmal an Vorjahressieger Timo Bernhard vorbei.

Der mehrfache Le-Mans-Gewinner bringt einen Peugeot S2000 an den Start. Den bekannt schnellen Bernhard-Porsche wiederum wird Rainer Noller pilotieren, auf der Alb schon zweimal Gesamtsieger und fünfmal auf dem Treppchen - allerdings stets im Mitsubishi. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen Fritz Köhler und Jürgen Geist, die vor fast heimischer Kulisse mit geballter Bayern-Power gegenhalten wollen.

Traditionell erwartet die etwa 70 Teams Schwäbisch für Könner. Zehn anspruchsvolle Prüfungen über insgesamt 115 Kilometer sind zu absolvieren. „Finnland auf Asphalt“, schwärmen die Fans über die Jagd über Nebenstraßen und Feldwege. „Ohne großes Herz geht da wenig“, heißt es beim Veranstalter ADAC.

Los geht es heuer am Tag der Deutschen Einheit: Am Freitag, 3. Oktober, steht die Besichtigung der Prüfungsstrecken und das Anfertigen der „Gebetbücher“ an. Ab 18.15 Uhr werden die Teams und ihre Fahrzeuge bei einem Show-Start vor dem Heidenheimer Rathaus offiziell präsentiert.

Am Samstag ab 7 Uhr heißt es dann „Drei, Zwo, Eins, Start“. Die Rallye führt die Teams am Vormittag je zweimal in den Raum Amstetten und Weidenstetten; am Nachmittag geht es dann je zweimal Richtung Kuchener Tal, Nattheim und Giengen. Das bewährte Zuschauer- Leitsystem garantiert kurze und schnelle Wege an die Wertungsprüfungen.

In den Service- Pausen ab 9.50, 12.45 und 15.55 Uhr kann man am Brenzpark den Mechanikern bei ihrer Arbeit an den High-Tech-Rennern zusehen und von den Teams Autogramme ergattern. Um 19.10 Uhr wird am Ziel vor dem Heidenheimer Rathaus feststehen, wem 2014 der Sieg im Schwabenland gelungen ist – und womöglich auch der neue deutsche Rallye-Meister.

Info Programmhefte mit Streckenplänen gibt es unter anderem ab Donnerstag im Rallyezentrum am Brenzpark sowie am Samstag an allen Zuschauerpunkten, die weiträumig ausgeschildert sind. Der Eintritt zu den Wertungsprüfungen ist frei.
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