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Radfahrer-Schutzstreifen in Mergelstetten hat sich bewährt

Seit Juli gibt es in Mergelstetten einen sogenannten Radfahrer-Schutzstreifen. Der 300 Meter lange Abschnitt, der zu einem landesweiten Modellversuch gehört, soll Radfahrer und Autofahrer ein besseres Miteinander auf der Fahrbahn ermöglichen. Bislang scheint das Modell erfolgreich zu sein.

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Der Radfahrer-Schutzstreifen in der Mergelstetter Zoeppritzstraße hat sich in den vergangenen Monaten bewährt.  Foto: 

Die Meinungen gehen auseinander. Während die einen der Ansicht sind, dass Radler auf Radwegen am sichersten fahren, sind andere fest davon überzeugt, dass sie als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer auf der Fahrbahn unterwegs sein sollten. Je nach Lage gibt es im Heidenheimer Stadtgebiet mehrere Varianten, die Radfahrer durch dieInnenstadt zu führen.

Neben den herkömmlichen Möglichkeiten wird seit Ende Juli in Mergelstetten eine ganz neue Methode getestet. Hier werden Radfahrer auf einem rund 300 Meter langen Abschnitt der Zoeppritzstraße auf einem von der Fahrbahn mittels weißer Markierung abgetrennten Radfahrer-Schutzstreifen geführt. Hintergrund ist ein Modellversuch des Landes, an dem sich auch Heidenheim beteiligt.

Bei diesem Versuch soll herausgefunden werden, ob sich in Straßen mit Zuschnitten, die für einen normalen Radfahrstreifen aufgrund zu geringer Breite nicht ausreichen, auch Radfahrspuren ausgewiesen werden können. Diese sind mit einer durchbrochenen Linie von der Fahrbahn abgetrennt, was bedeutet, dass die Autofahrer im Bedarfsfall auch den Radfahrstreifenbenutzen können. Um die Autofahrer in der Geschwindigkeit auszubremsen, wurde in der Zoeppritzstraße in diesem Bereich der Mittelstreifen entfernt.

Ende Juli, als der Radfahrer-Schutzstreifen in beide Fahrtrichtungen markiert war, zeigte sich schon nach kurzer Zeit, dass die Möglichkeit von den Radfahrern gut angenommen und als für sie reservierter Bereich akzeptiert wird. Und auch die Autofahrer gewöhnten sich sehr schnell an die neue Markierung.

„Wir haben keine einzige Beschwerde von Auto- oder Radfahrern gehört“, sagt der Leiter des Geschäftsbereichs Stadtentwicklung im Rathaus, Martin Seemann. Von gefährlichen Situationen sei nichts bekannt. Auch von polizeilicher Seite werden keine besonderen Vorkommnisse geschweige denn Unfälle zwischen Rad- und Autofahrern in diesem Bereich gemeldet.

Ein zukunftsweisendes Modell also?„Derzeit werden die Ergebnisse noch im Ministerium ausgewertet“, erklärt Seemann, der im Dezember mit einem Ergebnis rechnet. Aber nach derzeitigem Sachstand sei nicht davon auszugehen, dass der Radfahrer-Schutzstreifen in Mergelstetten wieder aufgelöst werden müsse. Die einzige Kritik sei von der katholischen Christkönigsgemeinde gekommen, so Seemann. Dort habeman bemängelt, dass Kirchgänger aufgrund des Streifens nicht mehr am Straßenrand parken dürfen. Auch aus den anderen sieben Kommunen im Land, die sich an dem Feldversuch beteiligten, habe er nichts Negatives gehört, wenngleich auch dort gelegentlich Kritik an wegfallenden Parkgelegenheiten lautgeworden sei.

Ob es in Heidenheim weitere derartige Schutzstreifen für Radfahrer geben wird, ist derzeit noch offen und hängt wesentlich von der Entscheidung des Verkehrsministeriums ab. Wahrscheinlich ist jedoch, dass im kommenden Frühjahr auch in der Steinheimer Straße ein Schutzstreifen ausgewiesen wird. Dies war zwar schon im Rahmen des Versuchs geplant, musste aufgrund der dort stattfindenden Bauarbeiten jedoch verschoben werden.

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