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Pauken über den Wolken: Pilotensitz statt Schulbank

Den Traum vom Fliegen können sich im Schulverbund West ab Februar 2015 fünf Schüler erfüllen. In Kooperation mit der Fliegergruppe Steinheim lernen sie im Rahmen der Ganztagesbetreuung Segelfliegen.

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Kurz vor der großen Pause erschallte am Donnerstagmorgen in der Adalbert-Stifter-Realschule (ASR) die Durchsage: „Alle Schüler treffen sich im Pausenhof beim Flieger.“ Und tatsächlich: Zwischen den beiden Basketballkörben stand ein weißes, fast achteinhalb Meter langes ASK-21-Segelflugzeug mit 17 Meter Flügelspannweite, um das sich die Schüler mit fragenden Gesichtern tummelten. Sollte das die Rettung vor der anstehenden Mathestunde werden?

Nein. Aber der Auftakt zu einem neuen Angebot im Rahmen der Ganztagesbetreuung des Schulverbunds West, zu dem die ASR und die Westschule gehören. „Wir werden in Zukunft nicht mehr nur die Modellbau-AG in Kooperation mit der Fliegergruppe Steinheim anbieten, sondern fünf Schülern die Möglichkeit geben, einen Segelflugschein zu machen“, erklärte Schulleiter Jörg Glückschalt.

Die Idee kam von Fritz Weber, der die Modellbau-AG leitet. Abheben werden die jungen Piloten schon ab dem zweiten Schulhalbjahr Anfang Februar 2015. Doch wie entscheidet sich, wer künftig im Flieger sitzen wird? „Wir haben rund 1000 Schüler, und das Segelflug-Angebot gilt für Schüler ab 14 Jahre – daher kommen rund 300 in Frage“, so der stellvertretende Schulleiter Florian Kienle. Alle Interessierten müssen sich nun für einen Platz bewerben, in den nächsten Tagen wird es eine Ausschreibung geben. „Als Vorbereitung für das Berufsleben führen wir mit den Schülern Bewerbungsgespräche“, so Glückschalt.

Wer es schafft, kann nach den Theoriestunden schon im Frühjahr auf der Schäfhalde abheben. „Die Schüler machen die A-Prüfung, dazu gehören drei Flüge, die sie alleine absolvieren“, erklärte Weber. Für eine Teilnahme müssen die Schüler Mitglied im Verein werden – allerdings kostenlos. Denn der Mitgliedsbeitrag, immerhin 250 Euro, soll über Sponsoren getragen werden.

Die Fliegergruppe geht weit über herkömmliche Angebote der Ganztagesbetreuung hinaus. Für die Schüler, so Weber, wird vor allem der zeitliche Aufwand größer, denn abends kann es schon mal länger dauern und auch am Wochenende werden Flugstunden absolviert. „Den Kindern steht damit zwar ein außergewöhnliches Angebot offen, sie müssen aber auch engagiert sein, Disziplin zeigen und vor allem Mut haben – was ich persönlich wahrscheinlich nicht hätte“, gibt Schulleiter Glückschalt zu.

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