Partner der

Ostwürttembergs Auszubildende werden immer besser

369 junge Kaufleute und Facharbeiter haben in Ostwürttemberg ihre Ausbildung so gut abgeschlossen, dass sie von der Industrie- und Handelskammer (IHK) mit einem Preis oder einer Belobigung ausgezeichnet wurde. Gefeiert wurde am Donnerstagabend im Congress Centrum.

|
Im Mittelpunkt des Interesses standen am Donnerstagabend im CC die besten Auszubildenden, die von der IHK mit Preisen und Belobigungen bedacht wurden.  Foto: 

„Wenn das so weitergeht, müssen wir beim nächsten Mal ins Fußballstadion umziehen“, prophezeite IHK-Geschäftsführer Klaus Moser in seiner Begrüßung: 940 Gäste waren gekommen, vor drei Jahren waren es nicht einmal halb so viele. Und auch die Zahl der guten und sehr guten Absolventen ist gestiegen: Von 2058 Prüfungsteilnehmer haben 17,9 Prozent einen Preis oder eine Belobigung erhalten. „Vor zehn Jahren waren es nur halb so viele gute Azubis“, sagte Moser. Und dabei seien die Standards gleich hoch geblieben, der Spitzenwert resultiere aus den individuellen Leistungen der Lehrlinge.

Und noch ein Superlativ schmückte die Feierstunde: Acht der Auszubildenden waren in ihrem Beruf Landesbeste bei der Abschlussprüfung, zwei davon sogar Bundessieger. Die Landessieger aus dem Landkreis Heidenheim sind Carina Doczy, Kauffrau im Großhandel, ausgebildet bei Mack Präzisionswerkzeuge in Sontheim/Brenz und Linus Ruf, Produktionstechnologe, ausgebildet bei Voith in Heidenheim.

IHK-Präsident Helmut Althammer sah den Grund für die hervorragenden Abschlüsse in den Werten, die hinter den messbaren Leistungen der jungen Menschen stehen. Die duale Ausbildung sei der sichere Start in eine erfolgreiches Arbeitsleben, so der IHK-Chef. Er kontrastierte die Jugendarbeitslosenquote in Baden-Württemberg von 3,7 Prozent mit denen in anderen europäischen Ländern wie Spanien (53,7 Prozent), Griechenland (51,5 Prozent) und Italien (44,2 Prozent). Hinter diesen Zahlen verberge sich eine große Dramatik, da die Jugendlichen ohne Perspektive seien. Um so wichtiger war es Althammer vor diesem Hintergrund, die Bedeutung des dualen Ausbildungssystems in Deutschland hervorzuheben, das „Eckpfeiler und Garant für die hohe Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft“ sei.

Rund 500 000 junge Menschen beginnen jährlich ein Hochschulstudium, ebensoviele entscheiden sich für eine duale Ausbildung. Allerdings sinkt die Zahl der Azubis, was die IHK mit Besorgnis zur Kenntnis nimmt. „Es ist Zeit zum Handeln, auch und gerade für unsere IHK“, konstatierte Althammer. Man wolle die Ausbildungsberatung für gewerbliche und kaufmännische Berufe weiter intensivieren, kündigte er an.

Oberbürgermeister Bernhard Ilg gratulierte den erfolgreichen Auszubildenden ebenfalls und freute sich außerdem über die Bekenntnis zum Standort Heidenheim der hiesigen Unternehmen. „Auf Sie warten innovative Arbeitgeber“, sagte er in Richtung der fertig Ausgebildeten.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von den jungen, aufstrebenden Musikern der Gruppe „Erpfenbrass“, im Anschluss waren die Auszubildenden zum Empfang im Foyer des CC eingeladen.

Lesen Sie jetzt die eZeitung schon ab 0,99 € / Monat
Die digitale 1:1-Ausgabe der Heidenheimer Zeitung steht Ihnen ab 4 Uhr morgens mit allen Nachrichten der Region zur Verfügung. » zum Angebot

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Der Leiter der HSB-Fechtabteilung Jochen Kassel ist plötzlich verstorben

Der plötzliche Tod des Abteilungsleiters Jochen Kassel erschüttert den HSB. Der frühere Prokurist der Landesgartenschau war seit fünf Jahren beruflich und ehrenamtlich fürs Fechten im Einsatz. weiter lesen

231GL